• Mi
    19.07.17
    12:00
    Richtfest
    Literaturhaus
    < >

    Dank an die Handwerker

    Richtfest Literaturhaus Freiburg

    Liebe Damen und Herren,

    nach dem Umbau in der Alten Universität ist es soweit. Wir freuen uns, dass wir im Herbst als Literaturhaus neu eröffnen können – unter idealen Voraussetzungen. Das ist auch Ihr Verdienst! Für Ihre großartige Arbeit in den letzten Wochen und Monaten möchten wir uns sehr herzlich innerhalb eines kleinen Richtfests bedanken: am 21. Juli 2017 um 12 Uhr im renovierten Saal in der Alten Universität.

    Auf Ihre Teilnahme freuen sich
    Literaturbüro-Team und -Vorstand

    Foto: © Constanze Knothe

  • So
    22.10.17
    11:00
    Auftakt
    Literaturhaus
    < >

    Einladung an die Waghalsigen

    Eröffnung Literaturhaus Freiburg

    Ein Festtag als Auftakt, mit Veranstaltungen von früh bis spät, für Jung und Alt – herzlich willkommen im Literaturhaus Freiburg!

    Auf den folgenden Seiten können Sie durch die hier genannten Eröffnungsveranstaltungen blättern.

    Sonntag, 22.10.2017

    11 Uhr
    Worte für ein neues Literaturhaus
    Aufgrund begrenzter Plätze: auf Einladung

    14-17 Uhr
    Buchstaben für ein Junges Literaturhaus
    Ein knallbunter Nachmittag für Jung und Alt

    18 Uhr
    Buenaventura
    Live-Hörspiel mit Dorothee Elmiger, Veit Arlt, Ephraim Wegner

    20 Uhr
    Mein Leben mit Ernest Hemingway
    von Hanns-Josef Ortheil

    22 Uhr
    Einladung an die Geheime Gesellschaft der Schlaflosen
    mit Iris Wolff

    Die Eröffnungswoche wird gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

  • So
    22.10.17
    14:00
    Knallbunter Nachmittag
    Junges Literaturhaus
    < >

    Buchstaben für ein Junges Literaturhaus

    Ein knallbunter Nachmittag für Jung und Alt

    Am ersten Literaturhaus-Nachmittag sind alle willkommen. Alle, die noch nicht lesen können. Alle, die nicht mehr lesen wollen. Ihre Familien. Die Omas, die Opas. Fans, Freunde und der ganze große Rest. Ein vielseitiger, knallbunter Nachmittag mit Kinderbuchautorin und Illustratorin Nadia Budde, mit Literaturhaus-Bühnenbildner Jens Burde und der Literaturhaus-Partnerklasse aus der Freiburger Karlschule, mit Gaspard Weissheimer und seinem Druckbus, mit Peter und der Kaffee-Kiste. Und mit vielen Überraschungsgästen mehr.

    Nadia Budde, 1967 in Berlin geboren, ist Illustratorin, Autorin und Übersetzerin zahlreicher Kinderbücher; den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt sie für „Eins Zwei Drei Tier“ (2000) und „Such dir was aus, aber beeil dich!“ (2010). Zur Eröffnung des Jungen Literaturhauses und zugleich als Abschluss des Lirum Larum Lesefests bringt die Meisterin im Buchstaben jonglieren ihren Klassiker „Trauriger Tiger toastet Tomaten“ (Peter Hammer, 2000) mit.

    Foto: © Literaturhaus Freiburg

    Datum: 22.10.2017, 14-17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • So
    22.10.17
    18:00
    Live-Hörspiel
    Literaturhaus
    < >

    Buenaventura

    Live-Hörspiel mit Dorothee Elmiger, Veit Arlt und Ephraim Wegner

    Die erste Seite, das erste Buch: Mit „Einladung an die Waghalsigen“ (Dumont, 2010) hat die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger eines der kühnsten Debüts dieses Jahrzehnts hingelegt. „Grund dieser Schreiben, Wortergreifungen und Aussprüche, Grund auch aller umständlichen Rufe über das Land hinweg und tief in seine Schächte hinab … ist die Suche nach dem fehlenden Fluss.“

    Margarete und Fritzi, die übrig gebliebene Jugend einer verschwindenden Stadt, suchen den Buenaventura. Sie wissen nicht, wo er liegt – vielleicht hier. Eine Rückeroberung der Welt durch die Sprache, nennt die Frankfurter Rundschau diese poetische wie märchenhaft düstere Landvermessung. Zu einer Rückeroberung des Romans in Form eines Live-Hörspiels laden ein: Dorothee Elmiger (Text), Veit Arlt (Dramaturgie) und Ephraim Wegner (Musik und Sound).

    Dorothee Elmiger, geboren 1985, ist für „Einladung an die Waghalsigen“ und den 2014 erschienenen Roman „Schlafgänger“ mit dem Aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt, dem Rauriser Literaturpreis und dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet worden.

    Foto: © Jürgen Beck

    Datum: 22.10.2017, 18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro

    Ausverkauft

  • So
    22.10.17
    20:00
    Hommage
    Literaturhaus
    < >

    Mein Leben mit Ernest Hemingway

    Hommage an einen Waghalsigen von Hanns-Josef Ortheil

    Die neue Reihe „Hommage an einen Waghalsigen“ befragt mit dem ersten Literaturhaus-Programm Autoren nach ihren persönlichen Lesebiografien, nach Hausgöttern, Erweckungserlebnissen, Obsessionen. Hanns-Josef Ortheil spricht zum Auftakt über Ernest Hemingway – einen Autor, den er fast sein ganzes Leben lang verfolgt hat. Ob in Paris, der venezianischen Lagune oder in Key West: Ortheil hat überall nach „seinem Hemingway“ gesucht, und entstanden ist dabei mit den Jahren eine große Erzählung, zu der nur noch die letzten Bausteine fehlen. Welche, wird er an diesem Abend in seiner Annäherung an einen noch ungeschriebenen großen Roman verraten.

    Hanns-Josef Ortheil, 1951 in Köln geboren, gehört seit vielen Jahren zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis, den Nicolas-Born-Preis, den Stefan-Andres-Preis und zuletzt den Hannelore-Greve-Literaturpreis.

    Foto: © Lotta Ortheil

    Datum: 22.10.2017, 20 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro

    Ausverkauft

  • So
    22.10.17
    22:00
    Dunkellesung
    Literaturhaus
    < >

    Einladung an die Geheime Gesellschaft der Schlaflosen

    Dunkellesung mit Iris Wolff

    Der Erste Weltkrieg bringt einen österreichischen Soldaten in ein Karpatendorf. Eine junge Frau besucht nachts die „Geheime Gesellschaft der Schlaflosen“. Ruhig und intensiv erzählt die in Hermannstadt geborene und heute in Freiburg lebende Iris Wolff von Schönheit und Schrecken des Lebens in und außerhalb Siebenbürgens, schreibt ARD-Kritiker Denis Scheck. In vier Erzählungen zeigt Wolff Momentaufnahmen einer Familie, über vier Generationen, über ein ganzes Jahrhundert hinweg. Nebenbefunde zeigen: „Die Kastanien wussten es immer als Erstes“, „Der Tod hatte seine eigene Meinung“. Die Lichter gehen aus für die erste Dunkellesung im Literaturhaus. Zum Abschluss klirren Schnapsgläser.

    Iris Wolff, geboren 1977, ist nach langjähriger Mitarbeit am Deutschen Literaturarchiv Marbach neben dem Schreiben heute am Kulturamt der Stadt Freiburg tätig. Vor ihrem aktuellen Roman „So tun, als ob es regnet“ (Otto Müller, 2017) erschienen „Leuchtende Schatten“ (2015) und „Halber Stein“ (2012).

    Foto: © Falko Schubring

    Datum: 22.10.2017, 22 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro oder 1 Schnapsglas

  • Do
    26.10.17
    19:30
    Buchpremiere
    Literaturhaus
    < >

    Verborgene Chronik 1915–1918

    Buchpremiere mit Meike Droste, Wolfgang Hörner und Herbert Kapfer

    „Was Walter Kempowski mit seinem ‚Echolot‘ für den Zweiten Weltkrieg schuf, ist nun auch für den Ersten Weltkrieg realisiert worden“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. „Eine atemberaubende, multiperspektivische Nahaufnahme des Ersten Weltkriegs, wie sie nicht im Geschichtsbuch steht und stehen kann“ nannte die Zeitung schon den vergleichsweise bescheidenen Auftaktband der „Verborgenen Chronik“ – jetzt wird das Großprojekt vervollständigt: Eine Montage aus über 100 bisher unveröffentlichten Tagebüchern, gehoben im Deutschen Tagebucharchiv Emmendingen, zeichnet ein erschütterndes Bild des ersten großen Weltenbrandes.

    Das Tagebuchprojekt präsentieren Herbert Kapfer, Leiter der Abteilung Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk, der beide Bände gemeinsam mit der Publizistin Lisbeth Exner editierte, Galiani-Verleger Wolfgang Hörner und die Schauspielerin Meike Droste, die die Gesamtausgabe mit Wolfgang Condrus und Wolfram Koch eingesprochen hat (Der Hörverlag, 2017).

    Foto: © Nadja Klier

    Mitveranstalter: Deutsches Tagebucharchiv Emmendingen, Galiani Verlag, Der Hörverlag

    Datum: 26.10.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Fr
    27.10.17
    16:00
    Wilder Freitag
    Junges Literaturhaus
    < >

    Sebastian Polmans: Namasté, ich kann Dich sehen

    Lesekonzert und Bilderschau (ab 5 Jahren)

    Sanft und stark blickt der Löwe auf dem Bild. Es hängt auf Kinderaugenhöhe, so wie die anderen Kugelschreiber-Zeichnungen des vielseitigen Künstlers Sebastian Polmans: Bilder zu Geschichten in Gedichtform, die für ein neues Kinderbuch entstehen. Wie die von der Amsel und den Obstbäumen, vom Kind, das von den Walen träumt, und von der weiten Wanderung auf den Spuren der Sonne. Polmans, 1982 in Neuwerk am Niederrhein geboren, hat als Rapper („Summsemann“) und Suhrkamp-Autor („Junge“) von sich reden gemacht, das Label „Herzpost“ gegründet und im letzten Jahr die Leitung der „Fröhlich Sein-AG“ an einer Grundschule übernommen. In seiner künstlerischen Arbeit mit und für Kinder verwebt er Worte, Bilder und Musik. Dem Auftakt unserer neuen Reihe „Wilder Freitag“ stellt er einen indischen Gruß voran, aus dem ein Lied geworden ist: „Namasté, ich kann Dich sehen. Namasté, alles oke.“

    Zeichnung: © Sebastian Polmans

    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 27.10.2017, 16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

  • Fr
    27.10.17
    19:30
    Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Manifest des unvollendeten Kunstwerks

    Thomas von Steinaecker und Benjamin Heisenberg über das Scheitern und die Faszination des Fragments

    „Wir feiern die Gescheiterten. Wir feiern die Größenwahnsinnigen. Wir feiern die zu früh und nochmals viel zu früh Gestorbenen und ihre Werke. Hoch sollt ihr leben. Kleist, Shelley, Schubert, Runge, Marc, Monroe, Fassbinder, Herrndorf, Hadid und der ganze Klub 27: dreimal Hoch!“

    Mit seinem „Manifest des unabsichtlich unvollendeten Kunstwerks“ (www.hundertvierzehn.de, 2017) hebt der mit dem Carl-Amery-Literaturpreis ausgezeichnete Schriftsteller Thomas von Steinaecker die Helden des Unfertigen auf den Thron. Fasziniert vom Ringen, Hoffen und Bangen auf dem Weg zur Entstehung eines Kunstwerks sucht er nach dem Ungeschliffenen. Und entdeckt Erstaunliches. Im Literaturhaus – über fünf Jahre lang selbst unvollendet – öffnet der Autor im Gespräch mit dem Künstler und Filmemacher Benjamin Heisenberg („Über-Ich und Du“, 2014) ein spektakuläres Panorama des Scheiterns, des Träumens und der Kunst.

    Moderation: Viola Hasselberg

    Foto: © Jürgen Bauer

    Datum: 27.10.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Sa
    28.10.17
    13:00
    Kurzlesungen
    Literaturhaus
    < >

    Der erste Literaturhaus-Lesemarathon

    Auf literarischer Expedition mit Freiburger Autoren und Übersetzern

    Ein Nachmittag am Puls der Freiburger Literatur: Über 20 Autoren und Übersetzer verwandeln die Alte Universität in einen Klangraum des literarischen Schaffens in der Region. Ausgehend vom Literaturhaus laden stündliche Expeditionen in das Areal der Bertoldstraße 17 ein, bekannte Stimmen neu und neue Stimmen erstmals zu entdecken.

    Es lesen Laura Bärtle, Eva-Maria Berg, Ulrich Blumenbach, Maria Bosse-Sporleder, Volkmar Braunbehrens, Daniela Engist, Manuela Fuelle, Susanne Fritz, Bille Haag, Heide Jahnke, Karlheinz Kluge, Andreas Kirchgäßner, Renate Klöppel, Jürgen Lodemann, Ulrich Land, Alexa Rudolph, Tobias Scheffel, Aaron Schmidt-Riese, Beate Thill, Maja Ueberle-Pfaff, Marie T. Martin, Werner Weimar-Mazur, Adelheid Zöfel und „Schreibcouch“-Teilnehmerinnen 2016/17. Durch die Kurzlesungen führen Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest: Hans Hoischen, Eberhard Bittcher, Werner Baur und Antigone Kiefner.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Mitveranstalter: Förderkreis Literaturhaus Freiburg

    Datum: 28.10.2017, 13-17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Sa
    28.10.17
    19:30
    Freiburger Andruck
    Literaturhaus
    < >

    Annette Pehnt: Lexikon der Liebe

    Freiburger Andruck als Buchpremiere mit Musik

    „Als sie das erste Mal an seiner Tür klopft, öffnet er nicht. Sie wartet eine Weile und will schon wieder davongehen, da reißt er doch die Tür auf, um die Hand ein blutiges Geschirrhandtuch gewickelt.“ So beginnt der Lebenslauf einer Liebe, erzählt in präzisen Bildern, eine Geschichte aus Annette Pehnts neuem Lexikonprojekt. 192 Seiten Liebe, die sich manchmal unsichtbar macht und ganz still wird, manchmal von heute auf morgen erlischt oder unbemerkt eine neue Form annimmt. Wie die Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern. Oder die Zuneigung zu geliebten Gegenständen, die Liebe zu alten Freunden.

    Die diesjährige Kulturpreisträgerin Baden-Württembergs knüpft mit „Lexikon der Liebe“ (Piper, 2017) an „Lexikon der Angst“ (2013) an. Die Bücher dazwischen zeigen Pehnts beeindruckende Spannbreite: Kinderbücher über den herrlich miesen und schrecklich gut gelaunten Bärbeiß, „Alle für Anuka“ für alle ab 10 Jahre, „Briefe an Charley“ und die Anthologie „Bibliothek der ungeschriebenen Bücher“.

    Musik: Wolfgang Rüdiger (Fagott)

    Foto: © Peter von Felbert

    Mitveranstalter „Freiburger Andruck“: Kulturamt, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg sowie Badische Zeitung

    Datum: 28.10.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • So
    29.10.17
    16:00
    Sätzlinge
    Außer Haus
    < >

    Sätzlinge

    Lesewanderung durch Freiburgs Innenstadt

    Bislang unentdeckte Freiburger Schreibende, sogenannte „Sätzlinge“ {Sätz|lin|ge [‚zɛtsliŋə] = Autoren, deren schriftstellerische Laufbahn noch im Frühbeet ihres Schaffens steckt}, überraschen auf einer Lesewanderung mit noch nie Gehörtem, geheimen Entwürfen und Schubladenschätzen. Passend zu den Texten werden ungewöhnliche Leseorte gesucht: In kleinen Gruppen erfährt das Publikum laufend und lauschend urban-poetische Zusammenspiele.

    Am letzten Tag der Eröffnungswoche ziehen drei „Sätzlinge“, ausgewählt aus einer Vielzahl von Einsendungen im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung, durch die Innenstadt. Zum Abschluss gibt Singer-Songwriter Sebastian Polmans ein Konzert im neuen Literaturhaus.

    Mehr unter: www.saetzlinge.de

    Foto: © Christian Haller

    Mit freundlicher Unterstützung des Studierendenwerks Freiburg

    Datum: 29.10.2017, 16 Uhr
    Startpunkt: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Di
    31.10.17
    19:30
    Diskussion
    Literaturhaus
    < >

    95 Anschläge: Thesen für die Zukunft

    Diskussion mit Friederike von Bünau, Peter Carp, Hauke Hückstädt, Magdalena Kuhn und Jagoda Marinic

    31. Oktober 1517: Mit Hammerschlägen, die durch ganz Europa hallen, nagelt Martin Luther seine Thesen an die Wittenberger Schlosskirche. 500 Jahre später sucht der Sammelband „95 Anschläge – Thesen für die Zukunft“ (S. Fischer, 2017) nach Echos: 95 Stellvertreter unserer Gesellschaft aus unterschiedlichen Professionen und Generationen zeichnen ein vielstimmiges Bild aktueller Glaubens- und Lebensfragen. Am Reformationstag verdichten sich im Literaturhaus Antworten aus dem Bereich Sprache, Literatur und Theater.

    Über Werte und Wagnisse kommen die Herausgeber Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt) und Friederike von Bünau (EKHN Stiftung) ins Gespräch mit der Schriftstellerin und Journalistin Jagoda Marinic, der Psychologin Magdalena Kuhn (Goethe-Universität Frankfurt) sowie dem neuen Intendanten des Theater Freiburg Peter Carp. Gelesen werden steile Thesen aus dem Debattenbuch. Anregend, unterhaltsam, provokativ.

    Kooperationspartner: Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
    Gefördert von der EKHN Stiftung

    Datum: 31.10.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Do
    02.11.17
    21:00
    Art of Being ...
    Außer Haus
    < >

    Art of Being … Drunk

    Cut-up, mash-up, hiccup

    „Er legte sich in seinem Stuhl zurück. Hoch über ihm jagten windgetrieben ein paar weiße Wolken einem noch nicht ganz vollen Mond nach. Trink den ganzen Vormittag, sagten sie zu ihm, trink den ganzen Tag. Das heißt Leben!“ – Malcolm Lowry

    Die Sektkorken knallen: Premiere! Unsere neue Reihe „Art of Being …“ bündelt Weltliteratur in Kompilationen der Freiburger Autoren Jürgen Reuß und Stephan Kuß. Aus Texten von Charles Bukowski, Dorothy Parker, Ernest Hemingway, Clemens Meyer und weiteren Giganten der Literaturgeschichte mixen sie einen rauschhaften Cocktail rund um das Phänomen des Trinkens. Unterstützt von Schauspielern des Theater Freiburg führt der legere Abend auf eine so genussvolle wie erkenntnisreiche Tour zwischen beschwipster Schaffenslust und durchzechter Epiphanie.

    Mehr auf dem „Art of Being“-Blog

    Zeichnung Charles Bukowski: © Andreas Töpfer

    Mitveranstalter: Theater Freiburg, Carl-Schurz-Haus
    Gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg

    Datum: 02.11.2017, 21 Uhr
    Ort: Theater Freiburg, Passage 46, Bertoldstraße 46
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten-Vorverkauf über das Theater Freiburg

    Ausverkauft

  • Fr
    03.11.17
    20:00
    zwischen/miete
    Außer Haus
    < >

    zwischen/miete: Irene Diwiak

    Junge Literatur in WGs

    Die WG-Küche als literarischer Salon: Die Reihe „zwischen/miete“ verwandelt studentische Alltagsräume in Leseinseln für neue Literatur. Von einem Team Studierender organisiert und moderiert, kommen zu den Abendgesellschaften auf Socken in jedem Semester drei Nachwuchsautoren – für eine besondere Freiburger „Zwischenmiete“.

    Die 1991 in Graz geborene Irene Diwiak bringt zur November-Ausgabe ihr Romandebüt „Liebwies“ (Deuticke, 2017) mit, das ins Jahr 1924 entführt, in die Welt der Oper. Eine herrlich bösartige Geschichte über falschen Glanz, die Gier nach Ruhm und wahre Schönheit, die mit alldem nichts zu tun hat.

    Mehr unter: www.facebook.com/zwischenmiete

    Foto: © www.corn.at / Deuticke

    Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg

    Datum: 03.11.2017, 20 Uhr
    Ort: WG in der Günterstalstraße 78, Hinterhaus
    Eintritt: 5 Euro (inkl. Bier und Brötchen, nur Abendkasse)

  • Sa
    04.11.17
    10:00
    Messe
    Literaturhaus
    < >

    Print it, Baby! Messe für Gedrucktes

    Für alle Fans von Druckgraphiken, Fanzines und besonderen Büchern

    Ein Wochenende im Literaturhaus mit Freunden aus Papier – zwischen Risographie und Bibliophilie, Gedrucktem und Gebundenem. Zu Gast: unabhängige Verlage, Labels und Künstler aus Freiburg und dem Dreiländereck mit Sinn für das Außergewöhnliche.

    Begleitet wird die Messe von Veranstaltungen, unter anderem einer Lesung mit dem Hamburger Comiczeichner Sascha Hommer, dessen Reisetagebuch „In China“ (Reprodukt) im letzten Jahr erschien. Die Aussteller sind ab Oktober online einsehbar. Special guest: Buchgestalter Andreas Töpfer.

    Logo: © Ludmilla Bartscht

    Veranstalter der Messe im Rahmen des Festivals Illu3: Verein ProjektionsAreal in Kooperation mit dem Literaturhaus und ILLU Freiburg e.V. Die Lesung mit Sascha Hommer wird mitveranstaltet vom Konfuzius-Institut an der Universität Freiburg.

    Datum: Samstag, 04.11.2017, 10-20 Uhr; Sonntag, 05.11.2017, 10-16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    09.11.17
    18:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus / Außer Haus
    < >

    Sehen Sie hier: Das Blaue vom Himmel.

    31. Freiburger Literaturgespräch

    Vier Tage, drei Spielstätten, 16 Künstler: Baden-Württembergs ältestes Literaturfest zieht ins Literaturhaus ein. Aus Freiburgs neuer Herzkammer für die Präsentation und Produktion zeitgenössischer Literatur vernetzt sich das internationale, interdisziplinäre Festival in die Stadt.

    Neben den öffentlichen Veranstaltungen finden Schullesungen und eine literarische Werkstatt für Freiburger Studierende statt.

    Die einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf den folgenden Seiten.

    Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Robert Bosch Stiftung, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Slowenische Botschaft in Berlin, British Council

    Kooperationspartner: Centre Culturel Français Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg, Frankfurter Buchmesse 2017 mit dem Ehrengast-Programm „Francfort en français – Frankfurt auf Französisch“, Kommunales Kino Freiburg, Kunstraum Alexander Bürkle, Theater Freiburg

    Orte: Rathaus, Literaturhaus, Theater Freiburg
    Eintrittskarten sind ab dem 09.10.2017 im Literaturhaus-Vorverkauf und an der Tageskasse erhältlich.

  • Do
    09.11.17
    18:00
    Literaturgespräch
    Außer Haus
    < >

    Ingo Schulze: Peter Holtz: Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst

    Eröffnung des 31. Freiburger Literaturgesprächs im Neuen Rathaus

    Wie hängen Geld und Glück zusammen? Das Geld, das fehlt, und das Glück, das auf der Straße liegt? Das Glück, das fehlt, und das Geld, das zum Fenster hinausgeworfen wird? Oder – mit Ingo Schulze gefragt – wie wird ein ostdeutsches Waisenkind zum Millionär?

    Peter Holtz, der titelgebende Held von Ingo Schulzes neuem Roman (S. Fischer, 2017), zieht in die Welt auf der Suche nach einem glücklichen Leben. Überzeugt von der Sache des Kommunismus, praktiziert er schon als Kind die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Nach der Wende glaubt er den Verheißungen des Kapitalismus mit der gleichen Inbrunst wie zuvor denen des Sozialismus. Und wird als einer, der das Geld grundsätzlich ablehnt, plötzlich von der Marktwirtschaft mit märchenhaftem Reichtum belohnt.

    Mit Witz und Poesie lässt Ingo Schulze eine Schelmenfigur in der Tradition des Simplicissimus erstehen. In einer entlarvenden Mischung aus Naivität und Hintersinn führt Peter Holtz die herrschenden Parolen beider politischer Systeme, zwischen die er gerät, ad absurdum – ganz einfach, indem er sie beim Wort nimmt.

    Moderation: Thomas Geiger

    Foto: © Gaby Gerster

    Datum: 09.11.2017, 18 Uhr
    Ort: Ratssaal des Neuen Rathauses, Rathausplatz 4, 79098 Freiburg
    Eintritt: 5 Euro / Kombi-Ticket (inkl. Lesung mit A. L. Kennedy): 9 Euro

  • Do
    09.11.17
    20:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus
    < >

    A. L. Kennedy: Leises Schlängeln

    Eröffnung des 31. Freiburger Literaturgesprächs im Literaturhaus

    Seit ihrem Roman „Gleißendes Glück“ (2000) – inzwischen verfilmt mit Martina Gedeck und Ulrich Tukur – hat die schottische Autorin A. L. Kennedy sich in Deutschland eine große Fangemeinde erschrieben. Nicht zuletzt, weil sie in Ingo Herzke einen Übersetzer gefunden hat, der ihre kühnen Assoziationen, Gedankensprünge und Metaphern in die fremde Sprache überführt. Ihre jüngste Erzählung „Leises Schlängeln“ (Karl Rauch, 2016) ist bislang nur auf Deutsch erschienen, in einer bibliophilen Ausgabe, deren Umschlag die feine Poesie des Textes und das leise Zischen der Schlange Lanmo vorwegnimmt, die in diesem modernen Märchen die Hauptrolle spielt.

    Gewohnt fintenreich hat Kennedy kurzerhand die Schlange aus Saint-Exupérys „Der Kleine Prinz“ entführt. Auch hier erscheint sie als goldenes Armband und steht im Bund mit dem Tod, freundet sich aber nicht mit einem Prinzen, sondern mit dem Mädchen Mary an. Lanmo, der sich als Beschützer, Verwandlungskünstler und hellsichtiger Beobachter erweist, begleitet Mary durch Liebe und Verlust, durch ein ganzes Leben. „Nie ohne Humor, abgründig und zärtlich“ – so beschreibt die Jury des Heinrich-Heine-Preises das eigenwillige Werk der Autorin, in dem sie die Grenzen der menschlichen Seele wie des Schreibens auslotet. Das tut sie auch hier, kunstvoll auf engstem Raum.

    Moderation: Annette Pehnt
    Dolmetscher: Shawn Huelle

    Foto: © Donna Lisa Healy

    Datum: 09.11.2017, 20 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro / Kombi-Ticket (inkl. Lesung mit Ingo Schulze): 9 Euro

    Ausverkauft

  • Fr
    10.11.17
    17:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Maren Kames und Denise Winter: Sehen Sie ein Luftbild. Poesie im Raum

    Apéro und Vernissage

    90° 0′ 0“ S – der geografische Südpol, der auf dem Kontinent Antarktika unter dem ewigen Eis liegt, wird zum Ausgangspunkt einer poetischen Installation. An der Schnittstelle von Stimme, Sound und Raum bespielt die Lyrikerin Maren Kames zusammen mit der bildenden Künstlerin Denise Winter die Räume des Literaturhauses. Über die weißen Wände treiben Bildsequenzen wie Schneewehen, Stimmen schlagen Schneisen ins Land, überlagern sich, verstummen, treten an anderer Stelle als Echos wieder auf.

    „Der Text wollte immer schon in den Raum“, sagt Maren Kames über ihr multimediales Debüt „Halb Taube Halb Pfau“ (Secession, 2016). Sie hat es bereits in den Loop eines akustischen White Cube überführt, als Sound-Performance inszeniert und als begehbaren Sprachraum realisiert – in Freiburg erfindet sie es noch einmal neu. Im Buch heißt es: „Also machen wir eine Ausstellung. Wir bieten das alles an hier. Das ist der Ausverkauf das ist der Tauschhandel das ist der Deal. Das können Sie alles haben und mitnehmen.“

    Einführung: Julia Galandi-Pascual, Kunstraum Alexander Bürkle

    Foto: © Mathias Botor

    Datum: 10.11.2017, 17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

    Die Ausstellung ist bereits ab 15 Uhr geöffnet sowie am Sonntag,12.11.2017, 13–18 Uhr, Sonntag, 26.11.2017, 17–20 Uhr und Sonntag, 10.12.2017, 13–18 Uhr.

  • Fr
    10.11.17
    18:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Fatma Aydemir / Maren Kames

    Debüts im Dialog

    Mit Fatma Aydemirs Roman „Ellbogen“ (Hanser, 2017) und Maren Kames’ Lyrikband „Halb Taube Halb Pfau“ (Secession, 2016) treffen zwei der aufregendsten Debüts des letzten Jahres aufeinander. Rasant getaktet, klug komponiert, getragen von einem feinen Sensorium und Genauigkeit in der Sprache.

    Der rotzig-roughe Sound von Aydemirs Protagonistin Hazal Akgündüz – ein unsicheres, wütendes Mädchen – trifft den Leser „wie ein Faustschlag“ (Berliner Morgenpost), „ein Tritt in den Magen“ (Süddeutsche Zeitung). Dicht, wild und ehrlich erzählt die Autorin eine transkulturelle Coming-of-Age-Geschichte zwischen Berlin und Istanbul: „Es geht nur darum, den anderen überzeugende Lügen zu erzählen und sich nicht erwischen zu lassen.“ Das poetische Konzeptalbum von Maren Kames, ausgezeichnet mit dem Düsseldorfer PoesieDebütPreis 2017, zieht sämtliche Register zwischen Stille und Stimmengewirr. „gestrandet auf deiner halbtauben Haut / gelandet im halbgaren Licht hier“ erkundet das lyrische Ich eine Landschaft aus Bildern und Klängen.

    Ins Gespräch mit diesen eigenwilligen und unbedingt entdeckenswerten Stimmen kommt Frederik Skorzinski: über das schreibende Ich, die Durchlässigkeit von Texten, die Poesie des Regelbruchs.

    Foto Fatma Aydemir: © Bradley Secker

    Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms „Grenzgänger“ der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

    Datum: 10.11.2017, 18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 5 Euro

  • Fr
    10.11.17
    20:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Tanguy Viel: Selbstjustiz

    Soirée française: Lesung und Gespräch

    Ein Mann ertrinkt auf hoher See. Nur das Meer und die Möwen sind Zeugen. Ein Unfall? Oder Mord? Die Aussage des Verdächtigen Martial Kermeur wird zur Lebensbeichte, zum Bekenntnis eines Mannes, der alles versucht, alles verloren hat, und dem das Verbrechen zur einzigen Möglichkeit wird, Würde und Aufrichtigkeit zu bewahren.

    „Was mich beim Schreiben wirklich interessiert, ist nicht der rohe Handlungsstoff, sondern der Prozess der Verwandlung: von einer komplizierten, intellektuellen Problematik hin zur Einfachheit der Dinge“, so Tanguy Viel. Mit dem Roman „Selbstjustiz“ (Wagenbach, 2017) kleidet er Fragen nach Recht und Gewalt, Rache und Moral in eine lakonisch-verknappte Erzählung: eine menschliche Tragödie im Gewand eines maritimen Thrillers.

    Dabei erweist sich der Autor einmal mehr als „Formalist“ im besten Wortsinn, dessen Schreiben vom Spiel mit Genres, Erzählhaltungen und Lesererwartungen lebt. Und von einer atmosphärischen Schärfe, mit der er die melancholische Landschaft der Bretagne wie einen feinen Schleier über die Seelen seiner Protagonisten legt – „weder Nebel noch Wind, sondern ganz einfach ein unzerreißbarer Vorhang, der uns von den Dingen trennt“. Kongenial ins Deutsche übertragen hat das elegante Sprachkunstwerk der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel, der mit dem Autor ins Gespräch kommt.

    Foto: © Roland Allard

    Mitveranstalter: Centre Culturel Français Freiburg und Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg, im Rahmen des Ehrengast-Programms „Francfort en français – Frankfurt auf Französisch“ der Frankfurter Buchmesse 2017

    Datum: 10.11.2017, 20 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 5 Euro / Kombi-Ticket (inkl. Disco mit Thomas Bohnet): 9 Euro

  • Fr
    10.11.17
    22:00
    Literaturgespräch
    Disco
    < >

    Tour de France

    Soirée française mit DJ Thomas Bohnet

    Willkommen und Bienvenue zu einer „Tour de France“ der besonderen Art: ein Streifzug durch die Hits der Grande Nation, eine musikalische Erkundung des Nachbarlands – „La Boum“ statt „La Grande Boucle“! An den Start gehen alte Hasen wie Serge Gainsbourgh und Françoise Hardy, Helden des Nouvelle Chanson wie Dominique A oder Benjamin Biolay, Hiphop-Großmeister MC Solaar und Reggae-Künstler Tiken Jah Fakoly. Musik, die in die Beine geht, serviert vom Maître der französisch frankophonen Club-Feinkost DJ Thomas Bohnet. Einzige Regel: Die Texte sind französisch. Alors on danse!

    Foto: © Stefan Prager

    Mitveranstalter: Centre Culturel Français Freiburg

    Datum: 10.11.2017, 22 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 5 Euro / Kombi-Ticket (inkl. Lesung mit Tanguy Viel): 9 Euro

  • Sa
    11.11.17
    10:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Thomas Lehr / David Constantine / Melinda Nadj Abonji

    Kurzlesungen mit Gespräch

    Thomas Lehr: „Schlafende Sonne“
    Moderation: Katharina Knüppel

    Mit „Schlafende Sonne“ (Hanser, 2017) erzählt Thomas Lehr ein Jahrhundert deutscher Geschichte an einem einzigen Tag im Sommer 2011. Das passende Bild für dieses literarische Fresko findet er bei der bildenden Künstlerin Louise Bourgeoise: „Die Spirale ist ein Versuch, das Chaos unter Kontrolle zu bringen. Sie hat zwei Richtungen. Wohin stellst du dich, an den äußeren Rand oder mitten in den Wirbel?“

    Dieses Zitat stellt Thomas Lehr seinem Text voran – in dessen Zentrum eine Ausstellung steht. Wer den Windungen seiner Prosa folgt, sich dem Taumel der Zeit und des Raumes überlässt, entdeckt ein wagemutiges Experiment „einer der eigenwilligsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur, eines Autors am Puls der Gegenwart“, wie die Jury des Joseph-Breitbach-Preises befindet, mit dem Thomas Lehr 2015 für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

    David Constantine: „Wie es ist und war“
    Moderation: Annette Pehnt

    „Wie es ist und wie es war“ (Kunstmann, 2017) bündelt 17 Short Stories des britischen Erzählers, Lyrikers, Essayisten und Übersetzers David Constantine, die sich durch zarte, aufwühlende Bilder auszeichnen. „Jeder Satz ist unvorhersehbar und gleichzeitig genau so, wie er sein sollte“, meint The Guardian.

    Die Geschichten entwerfen Figuren, die isoliert sind und Halt suchen im Ungewissen. Wovor sie ausweichen, wem sie nachjagen, bleibt oft ungesehen, in weiter Ferne. „Ein großer Stiller, von dessen Versen man lernen kann, wie Mitgefühl sich in poetische Energie verwandeln lässt, ohne aufdringlich zu sein“, fasst Schriftstellerkollege Volker Sielaff Constantines Sprachkunst zusammen. Das Gespräch zwischen dem Autor und Annette Pehnt findet in deutscher Sprache statt.

    Melinda Nadj Abonji: „Schildkrötensoldat“
    Moderation: Martin Bruch

    Nach ihrem gefeierten Besteller „Tauben fliegen auf“ erzählt Melinda Nadj Abonji in ihrem zweiten Roman „Schildkrötensoldat“ (Suhrkamp, 2017) von Zoltan Kertesz, Sohn eines „Halbzigeuners“ in einem kleinen Ort in Serbien. Als 1991 der jugoslawische Bürgerkrieg ausbricht, soll der „Taugenichts“ in der Volksarmee zuerst zum Mann und dann zum Helden werden. Aber Zoltan stellt die falschen Fragen und die auch noch stotternd. Als sein einziger Freund in der Folge sinnloser Schleiferei tot zusammenbricht, verweigert sich Zoltan endgültig einer Ordnung, die alle Macht dem Stärkeren zugesteht.

    Vom sanften Widerstand der Phantasie gegen die Beschränkungen eines Systems, das nur Befehl, Gehorsam und Unterwerfung kennt, erzählt Melinda Nadj Abonji in „Schildkrötensoldat“ – in einer schwingenden, musikalischen Sprache und in eindringlichen, die Kraft des vogelwilden Denkens beschwörenden Bildern.

    Datum: 11.11.2017, 10-13 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro (für alle drei Lesungen)

  • Sa
    11.11.17
    15:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Dietmar Dath / Orsolya Kalász / Ales Steger

    Kurzlesungen mit Gespräch

    Dietmar Dath: „Der Schnitt durch die Sonne“
    Moderation: Katharina Knüppel

    Eine Schülerin, ein Koch, ein Finanzberater, eine Mathematikerin, ein Gitarrist und eine Pianistin reisen zur Sonne. Mit neuen Körpern sollen sie drei große Aufgaben bewältigen und geraten dabei zwischen die Fronten eines gewaltigen Konflikts. In bester Science-Fiction-Manier verlagert Dietmar Dath in „Der Schnitt durch die Sonne“ (S. Fischer, 2017) die drängenden Fragen der Gegenwart in ein anderes Sonnensystem, eine andere Zeit, eine andere Zivilisation.

    In der Tradition von H.G. Wells, Stanisław Lem und Arno Schmidt, oder auch: in der Tradition von Dietmar Dath. Die Zukunftsvision ist dem Vielschreiber nicht bloß schmückendes Kostüm oder pädagogische Parabel, sondern ureigener Erzählgegenstand. In Form der futuristischen Geschichte des Kommunismus („Venus siegt!“) oder in Gestalt telepathisch kommunizierender und sich selbst klonender Tiere („Die Abschaffung der Arten“) übt Dath ausgeklügelte Gesellschaftskritik im Gewand wissenschaftlicher Fantastik. Jeder Roman ein Weltentwurf, eine neue spektakuläre Zumutung.

    Orsolya Kalász: „Das Eine“
    Moderation: Martin Bruch

    Dem Geheimnis von Denken und Lieben nähert sich die ungarische Dichterin Orsolya Kalász in ihrem minimalistisch gestalteten Band „Das Eine“ (Brüterich Press, 2016) mithilfe der Heraldik. Die alte Kunst, sich mit Symbolen zu bewehren, die schon aus weiter Ferne Zugehörigkeiten erkennen lassen – sie verleiht dem Liebesgedicht in ihren Sprach- und Denk-Räumen neue Impulse.

    „Bei Orsolya Kalász kommt das Staunen, das am Anfang aller Poesie steht, zu seinem Recht: In einer offenen, fragenden, dem Fremden sich aussetzenden Poetik tastet sich ihr Band ‚Das Eine‘ durch das Labyrinth des Erkennens, Benennens und Verwandelns von Welt.“ – so die Jury des Peter-Huchel-Preises für deutschsprachige Lyrik, die in diesem Jahr „Das Eine“ auszeichnete. In Staufen im Breisgau, wo Peter Huchel seinen Lebensabend verbrachte, wurde Orsolya Kalász im April der Preis überreicht – um die „herausragende Neuerscheinung des Jahres“ drehen sich Lesung und Gespräch in Freiburg.

    Ales Steger: „Logbuch der Gegenwart“
    Moderation: Annette Pehnt

    Ljubljana, Platz der Republik, am Tag des prophezeiten Weltuntergangs. Minamisōma nahe dem Atomkraftwerk von Fukushima. Belgrad, Busstation, Zwischenstopp syrischer Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Ungarn. Jeweils exakt zwölf Stunden nimmt sich der slowenische Schriftsteller Ales Steger, um Eindrücke dieser Schauplätze festzuhalten, die durch seine Augen und Hände direkt aufs Papier fließen.

    „Sein ‚Logbuch‘ schafft es, uns den kalten Wind fühlen zu lassen, der uns von den diversen Eisbergen anweht, auf die wir während unserer gemeinsamen Schiffsreise derzeit zusteuern“, schreibt die Zeitschrift Kulturaustausch über die literarischen Reportagen, die der Autor im „Logbuch der Gegenwart“ (Haymon, 2017, aus dem Slowenischen von Matthias Göritz) versammelt.

    Datum: 11.11.2017, 15-18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro (für alle drei Lesungen)

  • Sa
    11.11.17
    20:00
    Literaturgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Helmut Böttiger: Wir sagen uns Dunkles. Bachmann / Celan

    Lesung und Gespräch

    Am 20. Mai 1948 schreibt die 22 Jahre alte Ingeborg Bachmann ihren Eltern: „Heute hat sich noch etwas ereignet. Der surrealistische Lyriker Paul Celan hat sich herrlicherweise in mich verliebt … Mein Zimmer ist momentan ein Mohnfeld, da er mich mit dieser Blumensorte zu überschütten beliebt.“ Als junge, unbekannte Lyriker lernen sich Bachmann und Celan kennen und lieben. Ihre Beziehung, die immer wieder von Phasen des Rückzugs gezeichnet war, dauert bis in die 60er Jahre, als beide längst zu den bedeutendsten Dichtern der deutschen Nachkriegszeit zählen. Kaum jemand wusste von ihrer Nähe, die sie selbst nie lange aushielten – zu unvereinbar der biografische Hintergrund, zu groß die zugefügten Verletzungen, zu sehr hatten sie ihr Leben der Dichtung verschrieben.

    „Es erinnert alles an die letztlich nicht auszulotende Geschichte mit den zwei Königskindern, die füreinander bestimmt waren, aber nicht zueinander kommen konnten“, schreibt Helmut Böttiger. Ihrem Versuch, in spürbar dünner Höhenluft Dichtung und Leben miteinander in Einklang zu bringen, folgt der Literaturkritiker in der bislang ersten umfassenden Darstellung ihrer Beziehung mit dem Titel „Wir sagen uns Dunkles“ (DVA, 2017): eine faszinierende psychologische Studie über zwei herausragende Dichter, die gemeinsam um Worte rangen.

    Moderation: Theresia Prammer

    Foto: © Cordula Giese

    Datum: 11.11.2017, 20 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 5 Euro

  • Sa
    11.11.17
    22:00
    Literaturgespräch
    Kino
    < >

    Die Geträumten

    Kino im Literaturhaus

    In 193 Briefen haben sich Ingeborg Bachmann und Paul Celan zwischen 1948 und 1967 von ihrer Liebe geschrieben. Einer dramatischen, rauschhaften, aber auch unendlich traurigen Liebe: „Dass du nicht hier bist, macht mir alles leichter und schwerer zugleich.“ Der Spielfilm „Die Geträumten“ (Drehbuch: Ruth Beckermann und Ina Hartwig, Österreich, 2016, 89 Minuten) findet subtile Bilder für die Worte der österreichischen Schriftstellerin und des jüdischen Dichters aus Czernowitz, die sich in den Nachkriegswirren in Wien begegneten und sofort ineinander verliebten.

    Im Studio 3 des Wiener Funkhauses lesen die jungen Schauspieler Anja Plaschg und Laurence Rupp die Liebesbriefe in einer simulierte Hörspielsituation. Sichtlich berührt von der Gefühlswelt auf Papier, werden die beiden zu Stellvertretern für die Schreibenden. In den Pausen sitzen sie rauchend auf der Treppe, schweigen, streiten, lachen. Der Film oszilliert zwischen Nähe und Distanz, Inszenierung und Dokumentation. So öffnet sich „ein geräumiger und ruhiger Echoraum für die herzergreifenden Zeugnisse eines Ringens um Nähe“ (Badische Zeitung).

    Einführung: Florian Fromm, Kommunales Kino Freiburg

    Foto: © Ruth Beckermann, Filmproduktion

    Mitveranstalter: Kommunales Kino Freiburg

    Datum: 11.11.2017, 22 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro

  • So
    12.11.17
    11:00
    Literaturgespräch
    Außer Haus
    < >

    Péter Nádas: Aufleuchtende Details

    Abschluss-Matinee

    Während Peter Nádas’ Mutter am 14. Oktober 1942 in Budapest mit der Straßenbahn zur Entbindung fährt, liquidiert ein Einsatzkommando das Getto in Mizocz, Anne Frank zeichnet das Gewicht jedes Familienmitglieds auf, Jan Karski übermittelt in den Pyrenäen der polnischen Exilregierung Nachrichten des Widerstands, und Viktor Klemperer erhält in Dresden kein Brot. Jedes Ereignis wirkt auf alle anderen Ereignisse ein. Der schreibende Lichtbildner aus Ungarn, in dessen beeindruckendem OEuvre Text, Bild und Denken einen Zusammenhang bilden, errichtet ein Erzähllabyrinth aus „Aufleuchtenden Details“ (Rowohlt, 2017, aus dem Ungarischen von Christina Virágh), verschränkt Persönliches und Zeitgeschichtliches.

    „Ein Bild kann sowieso nicht auf- oder niedergeschrieben werden. Wenn wir es beschreiben, wird es zur Fiktion. In diesem Sinne ist auch mein Text Fiktion, obwohl ich danach strebte, der Vorstellungskraft keinen Raum zu geben“, sagt Péter Nádas über die Erinnerungsbilder, die er in seinen jetzt vorliegenden, über 1000 Seiten starken Memoiren versammelt. Ins Gespräch in deutscher Sprache kommt der große europäische Erzähler mit seinem slowenischen Dichterfreund Ales Steger.

    Foto: © Barnan Burger

    Datum: 12.11.2017, 11 Uhr
    Ort: Theater Freiburg, Winterer-Foyer
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    17.11.17
    17:00
    Lesung
    Junges Literaturhaus
    < >

    Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch

    Jugendbuchlesung (ab 10 Jahren)

    Endlich gibt es Neues von Rico und Oskar! Frischer Lesestoff für die Fans der ungleichen Freunde: Es weihnachtet in der Dieffenbachstraße. Volles Programm, und natürlich läuft nichts nach Plan … Die Bäume sind zwar geschmückt, aber wer mit wem feiert, ist alles andere als klar. Und warum verschwindet ständig so viel Essen – füttert Oskar da etwa noch jemanden mit durch? Als auch noch ein Schneesturm über Berlin hereinbricht und niemand mehr aus dem Haus kann, ist das Chaos perfekt. Genau der richtige Zeitpunkt für die Ankunft eines neuen Geschwisterchens für Rico!

    Andreas Steinhöfel, geboren 1962 in Battenberg, preisgekrönter Autor und Mitglied in der Akademie für Sprache und Dichtung, liest Ausschnitte aus „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ (Carlsen, 2017), zeigt die großartigen Illustrationen von Peter Schössow und signiert.

    Eine Veranstaltung im Rahmen der Kooperation „Seitenwechsel“ zwischen Theater Freiburg und Literaturhaus Freiburg

    Datum: 17.11.2017, 17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Di
    21.11.17
    19:30
    Beats & Stories
    Literaturhaus
    < >

    Sylvain Prudhomme: Ein Lied für Dulce

    Lesung mit Musik der Romanfiguren

    „Eines hat dieser Roman mit der wirklichen Sängerin von ‚Super Mama Djombo‘ gemeinsam: Die überwältigende Kraft der Stimme, die mit all ihrer Schönheit einen der poetischsten Texte dieses Jahres durchflutet.“ – Le Monde

    Couto, einst Gitarrist der legendären Band „Super Mama Djombo“, schlägt sich im westafrikanischen Guinea-Bissau durchs Leben. Nach dem Tod seiner großen Liebe Dulce, der Sängerin der Band, zieht er traurig von Bar zu Bar. Unterdessen steht die Stadt unter Hochspannung: Alle erwarten den Putsch der Generäle. Sylvain Prudhomme verwebt in „Ein Lied für Dulce“ (Unionsverlag, 2017, deutsch von Claudia Kalscheuer) die Erzählung einer großen Liebe mit der portugiesischen Kolonialgeschichte.

    Die zweisprachige Lesung (deutsche Stimme: Marcel Hinderer) wird musikalisch mitreißend kommentiert von Malan Mané und Djon Motta. Sie findet in der Reihe „Beats & Stories“ statt: Jede Geschichte hat ihren Soundtrack. Und jede Saison die Bücher, die nachhallen.

    Foto: © Editions Gallimard

    Mitveranstalter: Buchhandlung Schwarz, Centre Culturel Français Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg, im Rahmen des Ehrengast-Programms „Francfort en français – Frankfurt auf Französisch“ der Frankfurter Buchmesse 2017

    Datum: 21.11.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Mi
    22.11.17
    16:00
    Große Pause
    Junges Literaturhaus
    < >

    Große Pause

    Auftakt mit Kaffee und Klatsch (für Lehrerinnen und Lehrer)

    Willkommen im Jungen Literaturhaus! Streifen Sie mit uns durch vielseitig bespielbare Räume und entdecken Sie das junge Programm: In Lesungen, Schreibworkshops, Autorenbegegnungen und Druckwerkstätten laden wir Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern aller Schulformen ein, Literatur zu erleben. Wir freuen uns auf einen regen Austausch – und darauf, Sie kennenzulernen.

    Foto: © Alexandra Heneka

    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 22.11.2017, 16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

    Information und Anmeldung: Birgit Güde, Junges Literaturhaus (guede@literaturhaus-freiburg.de, 0761/28 99 89)

  • Do
    23.11.17
    19:30
    Werkstattgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    Das „Literarische Werkstattgespräch“ ist die älteste Reihe des 1988 gegründeten Literaturbüros, aus dem das Literaturhaus Freiburg hervorgeht: Schreibende aus allen Generationen stellen hier seit 29 Jahren unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion.

    Die Moderation übernehmen im Wechsel Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest: Philipp Brotz, Eberhard Bittcher, Ralf Kiefer und Antigone Kiefner. Gastgeber der ersten Ausgabe im neuen Haus: Eberhard Bittcher. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Textbewerbungen können bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch eingereicht werden (E-Mail: info@literaturbuero-freiburg.de).

    Datum: 23.11.2017, 19:30 Uhr
    Eintritt frei

  • Do
    23.11.17
    19:30
    Lesung
    Außer Haus
    < >

    Juri Andruchowytsch: Kleines Lexikon intimer Städte

    Die Veranstaltung fällt leider aus.

    In seinem Reisebrevier „Kleines Lexikon intimer Städte“ (Suhrkamp, 2016, aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr) verquickt Juri Andruchowytsch Herzensgeschichten mit politischer Polemik, Anekdoten mit Romanentwürfen, Klischee mit Epiphanie. „Der poetische Landvermesser“ (FAZ) aus der Unruhezone Ukraine hat viel Zeit investiert, um sich mit fremden Städten anzufreunden. Er ist mit Andrzej Stasiuk im hundertgeschossigen InterContinental in Bukarest. Im tragischen Museum in Charkiw. In verlassenen Gärten in Detroit. In Novi Sad. Odessa. Paris. Stuttgart. Toronto. Uschhorod. Venedig.

    Neben seinem Alphabet der 44 Städte stellt Andruchowytsch den von ihm herausgegebenen Band „Euromaidan: Was in der Ukraine auf dem Spiel steht“ vor, dessen Geist auch das Theaterstück „Der Extremist“ durchweht (Aufführungen im E-Werk: 24. und 25.11.2017).

    Moderation: Katharina Knüppel, Literaturhaus Freiburg

    Foto: © Nina Andruchowytsch

    Mitveranstalter: E-Werk Freiburg, Zwetajewa-Zentrum Freiburg
    Im Rahmen des Projekts „Spurensuche: 100 Jahre RussischeRevolution. Russische Kulturtage in Freiburg 2017“, www.russische-kulturtage-freiburg.de

    Datum: 23.11.2017, 19:30 Uhr
    Ort: E-Werk, Eschholzstraße 77
    Eintritt: 10/7 Euro

    Die Veranstaltung fällt leider aus.

  • Fr
    24.11.17
    16:00
    Wilder Freitag
    Junges Literaturhaus
    < >

    Nele Palmtag: Durch den Wald

    Wilder Freitag als Leseabenteuer (ab 5 Jahren)

    Im Haustierparadies bei Frau Liebs lebt es sich herrlich sorglos – und langweilig. Als die alte Dame plötzlich ins Krankenhaus muss, wollen die drei Schützlinge ihr einen Besuch abstatten und machen sich auf den Weg. Allein. Durch den Wald! Das ist ziemlich aufregend für einen Pudel mit Föhnfrisur, einen quietschgelben Piepmatz im Käfig und eine Katze, die am liebsten auf dem Sofa döst …

    Schon die erste Bekanntschaft, ein gemeines Wildschwein, ist furchteinflößend. Aber spätestens, als die wilden Waldtiere drei unerfahrenen Wanderern aus der Patsche helfen, hat sich das Mutigsein bewährt. „Es macht Spaß, das Leben, wenn man es wagt“ – das sieht dann sogar Frau Liebs ein.

    Nele Palmtag, die 1973 geborene Autorin und Illustratorin dieses reich bebilderten Buches (Kunstanstifter, 2017), lädt die Kinder ein, im Literaturhaus einen Wald zu bauen – bunt und voller Abenteuer wie das echte Leben. Vorlese-Gast ist die Schülerin Anni Riedel, die in diesem Jahr den Freiburger Vorlesewettbewerb gewonnen hat.

    Illustration: © Nele Palmtag

    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 24.11.2017, 16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

  • So
    26.11.17
    17:00
    Ausstellung
    Literaturhaus
    < >

    Maren Kames und Denise Winter: Sehen Sie ein Luftbild

    Eröffnet beim 31. Literaturgespräch, geöffnet an zwei weiteren Sonntagen

    90° 0′ 0“ S – der geografische Südpol, der auf dem Kontinent Antarktika unter dem ewigen Eis liegt, wird zum Ausgangspunkt einer poetischen Installation. An der Schnittstelle von Stimme, Sound und Raum bespielt die Lyrikerin Maren Kames zusammen mit der bildenden Künstlerin Denise Winter die Räume des Literaturhauses. Über die weißen Wände treiben Bildsequenzen wie Schneewehen, Stimmen schlagen Schneisen ins Land, überlagern sich, verstummen, treten an anderer Stelle als Echos wieder auf.

    „Der Text wollte immer schon in den Raum“, sagt Maren Kames über ihr multimediales Debüt „Halb Taube Halb Pfau“ (Secession, 2016). Sie hat es bereits in den Loop eines akustischen White Cube überführt, als Sound-Performance inszeniert und als begehbaren Sprachraum realisiert – in Freiburg erfindet sie es noch einmal neu. Im Buch heißt es: „Also machen wir eine Ausstellung. Wir bieten das alles an hier. Das ist der Ausverkauf das ist der Tauschhandel das ist der Deal. Das können Sie alles haben und mitnehmen.“

    Foto: © Katharina Knüppel

    Datum: 26.11.2017, 17–20 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

    Die Ausstellung ist ebenfalls geöffnet am Sonntag,10.12.2017, 13–18 Uhr.

  • Mi
    29.11.17
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol

    Lesung und Gespräch

    „Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe.“ – Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und angefüllt mit Fragen: Wieso lebten sie in einem Lager für „Displaced Persons“, woher kam die Mutter, was hatte sie erlebt? Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft …

    In „Sie kam aus Mariupol“ (Rowohlt, 2017) geht Wodin dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die 1943 mit ihrem Mann als „Ostarbeiterin“ nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Die Familienrecherche verhandelt mit existenzieller Wucht die katastrophalen Geschichtsbrüche des 20. Jahrhunderts en miniature, fasst Literaturkritiker Helmut Böttiger zusammen. Die vielfach ausgezeichnete Autorin erhielt unter anderem den Alfred-Döblin-Preis und den Preis der Leipziger Buchmesse 2017.

    Moderation: Bettina Schulte, Badische Zeitung

    Foto: © Susanne Schleyer

    Mitveranstalter: Buchhandlung jos fritz, Zwetajewa-Zentrum Freiburg
    Im Rahmen des Projekts „Spurensuche: 100 Jahre Russische Revolution. Russische Kulturtage in Freiburg 2017“, www.russische-kulturtage-freiburg.de

    Datum: 29.11.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Fr
    01.12.17
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Außer Haus
    < >

    Colson Whitehead: Underground Railroad

    Lesung und Gespräch mit dem Pulitzer-Preisträger 2017

    „Wenn man sehen will, was es mit diesem Land auf sich hat, dann muss man auf die Schiene. Schaut hinaus, während ihr hindurchrast, und ihr werdet das wahre Gesicht Amerikas sehen.“

    Cora ist eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem Fluchtnetzwerk für Sklaven. Es beginnt eine Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten,aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren.

    Colson Whiteheads „Underground Railroad“ (Hanser, 2017, aus dem Englischen von Nikolaus Stingl) beleuchtet eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte Amerikas. Über seinen vielfach prämierten Roman kommt der 1969 in New York geborene Autor ins Gespräch mit dem in Frankfurt lehrenden Literaturwissenschaftler Jan Wilm.

    Foto: © Michael Lionstar

    Mitveranstalter: Carl-Schurz-Haus, Buchhandlung Rombach

    Datum: 01.12.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Peterhofkeller der Universität Freiburg, Niemensstraße 10
    Eintritt: 12/10 Euro, Vorverkauf Studierende (im Carl-Schurz-Haus und im Literaturhaus): 2 Euro

    Ausverkauft

  • Di
    05.12.17
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Unmögliche Liebe

    Jan Wagner und Daniela Seel über die Kunst des Minnesangs

    „Eine poesiehistorische Tiefbohrung in Sachen unerfüllter Liebe“ nennt Michael Braun die mit „Unmögliche Liebe“ (Hanser, 2017) betitelte große Anthologie des Minnesangs, zusammengestellt von Jan Wagner und Tristan Marquardt. Sie haben 69 Lyriker der Gegenwart eingeladen, über 800 Jahre hinweg in ein Zwiegespräch mit ihren mittelalterlichen Kollegen zu treten und die Urform der Liebesdichtung in unsere Zeit zu übersetzen: „Du irgend mein, ich dir / Verlass, Verlass sei dir. / In meine Brust / beschlossen, / Schlüsselchen – ists hin. / Wirst noch und je darin.“ – Autor: Anonym, Übertragung: Daniela Seel

    Das ist viele Jahrhunderte her und dennoch keinen Tag vergangen. In Lesung und Gespräch stellt der Dichter, Herausgeber und neue Büchner-Preisträger Jan Wagner gemeinsam mit der Lyrikerin, Übersetzerin und Verlegerin Daniela Seel dieses „Best of Minnesang“ vor – unerhörte Funde aus der Dichtung des Mittelalters in vielstimmiger Übersetzungskunst der Gegenwart.

    Moderation: Michael Braun

    Foto: © Villa Massimo / Alberto Novelli

    Datum: 05.12.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    08.12.17
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Sergej Lebedew: Menschen im August

    Zweisprachige Lesung und Gespräch mit Ilma Rakusa

    Sergej Lebedew, geboren 1981 in Moskau, schrieb für eine Zeitung, die während des Ukrainekonflikts verboten wurde. Seine Romane sind hierzulande mit Begeisterung aufgenommen worden: Auf „Der Himmel auf ihren Schultern“ (2013) folgte „Menschen im August“ (S. Fischer, 2015, aus dem Russischen von Franziska Zwerg). „Lebedews Vergangenheit lebt“, schreibt sein Autorenkollege Per Leo in der FAZ: „Er beschreibt sie nicht wie der Historiker seine Epoche oder der Pathologe eine Leiche. Er jagt sie.“ Sprachmächtig erzählt „Menschen im August“ von Russland im Jahr 1991: Ein Putsch bringt das Land zum Beben, Gorbatschow wird abgesetzt, Jelzin kommt an die Macht und Putin kann kaum erwarten, der Nächste zu sein. Das Land zerfällt.

    Ins Gespräch mit Lebedew tritt die kosmopolitische Publizistin und Übersetzerin Ilma Rakusa, die 2017 ihren 70. Geburtstag feiert – und mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

    Dolmetscherin: Dr. Elisabeth Liphardt
    Deutsche Lesestimme: Heinzl Spagl

    Mitveranstalter: Zwetajewa-Zentrum Freiburg
    Im Rahmen des Projekts „Spurensuche: 100 Jahre Russische Revolution. Russische Kulturtage in Freiburg 2017“, www.russischekulturtage-freiburg.de

    Datum: 08.12.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • So
    10.12.17
    13:00
    Ausstellung
    Literaturhaus
    < >

    Maren Kames und Denise Winter: Sehen Sie ein Luftbild

    Eröffnet beim 31. Literaturgespräch, geöffnet an zwei weiteren Sonntagen

    90° 0′ 0“ S – der geografische Südpol, der auf dem Kontinent Antarktika unter dem ewigen Eis liegt, wird zum Ausgangspunkt einer poetischen Installation. An der Schnittstelle von Stimme, Sound und Raum bespielt die Lyrikerin Maren Kames zusammen mit der bildenden Künstlerin Denise Winter die Räume des Literaturhauses. Über die weißen Wände treiben Bildsequenzen wie Schneewehen, Stimmen schlagen Schneisen ins Land, überlagern sich, verstummen, treten an anderer Stelle als Echos wieder auf.

    „Der Text wollte immer schon in den Raum“, sagt Maren Kames über ihr multimediales Debüt „Halb Taube Halb Pfau“ (Secession, 2016). Sie hat es bereits in den Loop eines akustischen White Cube überführt, als Sound-Performance inszeniert und als begehbaren Sprachraum realisiert – in Freiburg erfindet sie es noch einmal neu. Im Buch heißt es: „Also machen wir eine Ausstellung. Wir bieten das alles an hier. Das ist der Ausverkauf das ist der Tauschhandel das ist der Deal. Das können Sie alles haben und mitnehmen.“

    Foto: © Katharina Knüppel

    Datum: 10.12.2017, 13–18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Di
    12.12.17
    19:30
    Lesung und Gepräch
    Literaturhaus
    < >

    Markus Orths: Max

    Lesung und Gespräch

    „Sein faszinierendes, abenteuerliches Leben hat mir schier den Atem verschlagen“, sagt Markus Orths über Max Ernst, dessen Leben und Werk der Autor zu einem Roman verdichtet hat. Max kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Max flieht vor dem wilhelminischen Vater, später vor dem Nationalsozialismus. Und Max sucht die Frau, die er lieben kann. In Deutschland, im wilden Paris der 20er Jahre, im Exil in den USA.

    Den rebellischen Freiheitsdrang, den unruhigen Blick auf die inneren Ungeheuer des Menschen, das Streben nach dem Fremden, Neuen, Unbekannten des Künstlers fängt Orths im Spiegel von sechs Frauenfiguren ein. Jedes Kapitel ist aus der Perspektive einer Liebe von Max Ernst erzählt: Luise Straus-Ernst, Gala Éluard Dalí, Marie-Berthe Aurenche, Leonora Carrington, Peggy Guggenheim und Dorothea Tanning – Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, deren Lebensgeschichten sich im schillernden Kaleidoskop dieses Romans verschränken.

    Moderation: Katharina Knüppel, Literaturhaus Freiburg

    Foto: © Yves Noir

    Mitveranstalter: Buchhandlung Rombach

    Datum: 12.12.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Mi
    13.12.17
    19:30
    Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Durchs Bücherjahr mit …

    José F. A. Oliver, Bettina Schulte, Ulrich Pröfrock und Birgit Güde

    Die letzten Seiten des ersten Literaturhaus-Programms, das weihnachtlich klingelnde Finale einer Saison – und Bücher, die bleiben!

    Über ihre literarischen Entdeckungen des Jahres diskutieren José F. A. Oliver, Lyriker und Veranstalter des wunderbaren „Leselenz“ in Hausach, der im Schwarzwald versteckten „Literaturhauptstadt des ländlichen Raumes“, die Jury-erfahrene Literaturkritikerin Bettina Schulte von der Badischen Zeitung, der Comicexperte und Träger des Christoph-Martin-Wieland Übersetzerpreises Ulrich Pröfrock vom Freiburger Comicladen X für U und Birgit Güde vom Jungen Literaturhaus.

    Zeichnung: © Régis Loisel

    Datum: 13.12.2017, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Do
    14.12.17
    21:00
    Art of Being ...
    Literaturhaus
    < >

    Art of Being … Lazy

    Cut-up, mash-up, chill out

    „Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.“ – Friedrich Nietzsche

    Nehmt das, ihr Selbst- und Fremdausbeuter, Arbeitsmoralisten, Ich-AGler, Turbokapitalisten und Ego-Optimierer und – lasst los. Bei der zweiten Ausgabe unserer monatlichen Reihe, diesmal im Literaturhaus statt in der Theater-Passage, drehen die Freiburger Autoren Jürgen Reuß und Stephan Kuß Weltliteratur zu einem launigen Joint. Garantiert rauchfreies Tune-in, absolut legales Drop-out. Ein lazy blend aus fein geschnittenen Texten unter anderem von Iwan Gontscharow, Herman Melville, Robert Walser, Evelyn Waugh, T. C. Boyle, Italo Svevo und Haruki Murakami. Mitgestaltet wird der leichtfüßige Leseabend von Schauspielern des Theater Freiburg.

    Mehr auf dem „Art of Being“-Blog

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Mitveranstalter: Theater Freiburg, Carl-Schurz-Haus
    Gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg

    Datum: 14.12.2017, 21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    15.12.17
    20:00
    zwischen/miete
    Außer Haus
    < >

    zwischen/miete: Julia Weber

    Junge Literatur in WGs

    Die Mutter sagt, das Leben sei eine Wucht, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Es ist nicht einfach, so ein Leben zu leben, sagt die Mutter, darum will sie noch ein Glas. „Immer ist alles schön“ (Limmat, 2017) heißt der berührende, mit leisem Humor grundierte Roman der 1983 geborenen, in Zürich lebenden Debütautorin Julia Weber. „Diese Geschichte, die so einfach und doch so rätselhaft erzählt wird, müsste zum Himmel schreien, umso mehr, als solche Geschichten in Wirklichkeit öfter vorkommen, als man denken würde“, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

    Die Reihe „zwischen/miete“ verwandelt WG-Küchen in literarische Salons: Abendgesellschaften auf Socken, organisiert und moderiert von einem Team Studierender.

    Weiter: www.facebook.com/zwischenmiete

    Foto: © Ayse Yavas

    Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg
    Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

    Datum: 15.12.2017, 20 Uhr
    Ort: Kronenstraße 14, 79100 Freiburg
    Eintritt: 5 Euro (inkl. Bier und Brötchen, nur Abendkasse)

  • Di
    19.12.17
    12:30
    Lange Tafel
    Literaturhaus
    < >

    Lange Tafel

    Bei Suppe und Brot mit Freiburger Autoren und Übersetzern

    Das Literaturhaus bittet zur Literatenspeisung: „Oh, friedlicher Mittag / mitten in der Stadt mit den verschiedenen / Mittagessengerüchen im Treppenhaus. Die Fahrräder / stehen im Hausflur, abgeschlossen, neben / dem Kinderwagen, kein Laut ist zu hören.“ Während in Rolf Dieter Brinkmanns Gedicht auf die Mittagsstunde Stille herrscht, laden wir ein zu regem Austausch, lebendigem Gespräch und leckerer Suppe – im Saal des Literaturhauses, mitten in der Stadt. Viermal im Jahr kommen Freiburger Autoren, Übersetzer, Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins und solche, die es werden wollen, zum gemeinsamen Essen an der langen Tafel zusammen. Bei Suppe und Brot geht es um Fragen des Schreibens, Übersetzens, Lesens, des Geschmacks. Es ist angerichtet!

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Datum: 19.12.2017, 12:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 3 Euro (nur Tageskasse)

  • Di
    19.12.17
    19:30
    Kino
    Literaturhaus
    < >

    Die Geträumten

    NACHHOLTERMIN: Kino im Literaturhaus

    In 193 Briefen haben sich Ingeborg Bachmann und Paul Celan zwischen 1948 und 1967 von ihrer Liebe geschrieben. Einer dramatischen, rauschhaften, aber auch unendlich traurigen Liebe: „Dass du nicht hier bist, macht mir alles leichter und schwerer zugleich.“ Der Spielfilm „Die Geträumten“ (Drehbuch: Ruth Beckermann und Ina Hartwig, Österreich, 2016, 89 Minuten) findet subtile Bilder für die Worte der österreichischen Schriftstellerin und des jüdischen Dichters aus Czernowitz, die sich in den Nachkriegswirren in Wien begegneten und sofort ineinander verliebten.

    Im Studio 3 des Wiener Funkhauses lesen die jungen Schauspieler Anja Plaschg und Laurence Rupp die Liebesbriefe in einer simulierte Hörspielsituation. Sichtlich berührt von der Gefühlswelt auf Papier, werden die beiden zu Stellvertretern für die Schreibenden. In den Pausen sitzen sie rauchend auf der Treppe, schweigen, streiten, lachen. Der Film oszilliert zwischen Nähe und Distanz, Inszenierung und Dokumentation. So öffnet sich „ein geräumiger und ruhiger Echoraum für die herzergreifenden Zeugnisse eines Ringens um Nähe“ (Badische Zeitung).

    Einführung: Florian Fromm, Kommunales Kino Freiburg

    Foto: © Ruth Beckermann, Filmproduktion

    Mitveranstalter: Kommunales Kino Freiburg

    Datum: 19.12.2017, 19.30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 5 Euro

    Karten kaufen

  • Do
    21.12.17
    19:30
    Werkstattgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Nichts geht über die rasende Freude um drei Uhr morgens, wenn Satz Nummer fünfzehn endlich einwilligt, das zu tun, was man von ihm erwartet, und nie hat es sich so heldenhaft angefühlt, Striche und Kringel auf einen Computerbildschirm zu tippen …“ – A. L. Kennedy: „Schreiben“ (Hanser, 2016)

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet aufgrund der Weihnachtsferien diesmal bereits am vorletzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation übernimmt Antigone Kiefner.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Textbewerbungen können bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch eingereicht werden (E-Mail: info@literaturhaus-freiburg.de).

    Datum: 21.12.2017, 19:30 Uhr
    Eintritt frei

  • Fr
    22.12.17
    16:00
    Wilder Freitag
    Junges Literaturhaus
    < >

    Jess Jochimsen: Wazn Teez?

    Wilder Freitag als musikalische Lesung (ab 5 Jahren)

    „Wazn teez?“, fragt eine Florfliege. „Mi nanüt“, entgegnet die Fliegendame ratlos. Eine kleine grüne Spitze schiebt sich aus der Erde und erregt die Aufmerksamkeit wunderfitziger Krabbeltierchen. Während die Pflanze wächst und gedeiht, sich entblättert und schließlich eine bunte Blüte treibt („An mirobelli Freuenschuh!“), ranken sich aufgeregte Aus- und Zurufe in ansteckend zauberhaftem Insektendeutsch um das Gewächs: „Wazn Teez?“ (NordSüd, 2017) – „ista supa Bildabuxi“ (Deutschlandfunk Kultur)!

    Der Freiburger Autor und Kabarettist Jess Jochimsen hat das Bilderbuch der amerikanischen Autorin und Illustratorin Carson Ellis gemeinsam mit Anja Schöne in deutsche Fantasiesprache übersetzt. Im Literaturhaus stellt er es in einer musikalischen Lesung vor. Die Freiburger Buchkinder laden im Anschluss zum Druck waznteeziger Weihnachts- und Neujahrskarten ein.

    Kooperationspartner: Buchkinder Freiburg
    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 22.12.2017, 16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

    Karten kaufen

  • Mo
    08.01.18
    10:00
    Winterfrische
    Literaturhaus
    < >

    Jahreswechsel

    Winterferien: 23.12.2017 bis 08.01.2018

    Einladung an die Waghalsigen – unter diesem Motto eröffnete am 22. Oktober 2017 das neue Haus für Literatur in Freiburgs Stadtmitte. Der Einladung folgten am überwältigend schönen Tag eins über 800 kleine, große und sehr kleine Leserinnen und Leser. Nach rund 40 weiteren Veranstaltungen bis hierher sagen wir: herzlichen Dank! Und wünschen schöne Feiertage und einen guten Jahreswechsel.

    Die Fensterläden klappen wir am 8. Januar 2018 wieder auf und freuen uns auf das Winter-Programm, durch das Sie auf den folgenden Seiten blättern können.

    Foto: © Literaturhaus Freiburg

    Datum: 08.01.2018, 10 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17

  • Di
    09.01.18
    20:15
    Art of Being …
    Außer Haus
    < >

    Art of Being … Not Human

    Cut-up, mash-up, beam up

    „Vom Standpunkt der Hochtechnologie ist der Mensch ein miserables Werk.“ – Stanislaw Lem

    Für die dritte Ausgabe unserer monatlichen Reihe, diesmal wieder in der Passage 46, mendeln die Freiburger Autoren Jürgen Reuß und Stephan Kuß Weltliteratur zu einem extraterrestrischen Evolut, bei dem der Fortbestand des Menschen nicht garantiert ist.

    Eine unheimliche Operation am offenen Denken unter anderem mit Marge Piercy, Teju Cole, Joana Russ, Lu Xun, André Maurois, Mary Shelley, Michail Bulgakow, Ambrose Bierce, Michel Bernanos und Yasunari Kawabata. Mitgestaltet wird der übermenschliche Leseabend von Schauspielern des Theater Freiburg.

    Mehr auf dem „Art of Being“-Blog

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Mitveranstalter: Theater Freiburg, Carl-Schurz-Haus. Gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg und dem Kulturamt Freiburg

    Datum: 09.01.2018, 20:15 Uhr
    Ort: Theater Freiburg, Passage 46, Bertoldstraße 46
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten-Vorverkauf über das Theater Freiburg

  • Di
    16.01.18
    15:30
    Netzwerktreffen
    Junges Literaturhaus
    < >

    Netzwerktreffen Kulturelle Bildung

    Für Multiplikatoren, Akteure, Interessierte

    Das Netzwerk Kulturelle Bildung ermöglicht Synergien, unterstützt Kooperationen und liefert Impulse. Diesmal sind Kunst- und Kulturschaffende sowie Lehrerinnen und Lehrer aus Freiburg eingeladen, mehr über das Programm des Jungen Literaturhauses zu erfahren. Außerdem geht es um die ganz praktische Frage: Wie schreibe ich einen Finanzplan?

    Foto: © Marc Doradzillo

    Veranstalter: Kulturamt Freiburg

    Datum: 16.01.2018, 15:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei
    Anmeldung bis 12.01.2018 unter:
    martina.wolff@stadt.freiburg.de

  • Mi
    17.01.18
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Sasha Marianna Salzmann: Außer Sich

    Lesung und Gespräch mit Katharina Knüppel

    „Ich ist im Russischen nur ein Buchstabe: Я. Ein einziger Buchstabe in einem dreiunddreißigstelligen Alphabet. Der letzte … Mein Name fängt mit dem ersten Buchstaben des Alphabets an und ist ein Schrei, ein Stocken, ein Fallen.“ Alissa, genannt Ali, sucht in Istanbul nach ihrer Herkunft, nach Zwillingsbruder Anton, nach Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht. Dabei verwebt sie in Erinnerungsschleifen ein ganzes Jahrhundert und vier Generationen Lebensgeschichten – „Zeit ist eine Drehscheibe“, sagt sie.

    Sasha Marianna Salzmanns erster Roman (Suhrkamp, 2017) stand auf der Shortlist für den aspekte-Literaturpreis, den Deutschen Buchpreis und ist mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2017 ausgezeichnet. Die Hausautorin am Berliner Maxim Gorki Theater hat ein Debüt geschrieben, das auch sprachlich „Außer sich“ ist. Verwinkelt und verspiegelt wie ein Kaleidoskop. Eine Drehung, eine weitere Schleife, und nichts ist mehr, wie es schien.

    Foto: © Heike Steinweg, Suhrkamp Verlag

    Mitveranstalter: Buchhandlung Schwarz

    Datum: 17.01.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • Di
    23.01.18
    12:30
    Lange Tafel
    Literaturhaus
    < >

    Lange Tafel

    Bei Suppe und Brot mit Freiburger Autoren und Übersetzern

    In den Pausen zwischen den Bäumen: Schnee
    in den Räumen zwischen den Worten: Schnee
    in den Mulden zwischen den Häusern: Schnee
    in den Gärten zwischen den Zäunen: Schnee
    und kalt
    in den Teichen zwischen den Kneipen: Schnee
    in den Löchern zwischen den Eichen: Schnee
    in den Träumen zwischen den Feldern: Schnee
    in den Tellern und Falten: Schnee
    – Ilma Rakusa

    Viermal im Jahr kommen Freiburger Autoren, Übersetzer, Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins und solche, die es werden wollen, zum gemeinsamen Essen an der langen Tafel zusammen. Bei Suppe und Brot geht es um Fragen des Schreibens, Übersetzens, Lesens, des Geschmacks. Es ist angerichtet!

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Datum: 23.01.2018, 12:30-14 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 3 Euro (nur Tageskasse)
    Anmeldung bis 18.01. unter:
    info@literaturhaus-freiburg.de

  • Do
    25.01.18
    19:30
    Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    „Wer Perlen will / Der muss ins Meer sich stürzen.“ – Goethe

    Theresia Prammer und Monika Rinck: Ein Gespräch über Gedichte

    Zwei Diven auf dem Divan vor klassischer Fototapete: Lebenslust und Daseinsweisen, Vertrauen sub Rosa, das Laub dieser Welt und die Substanzlogik des Nektars. Die Diven ehren den Handwerker, den flüchtigen Schwärmer, den Helden der schlampigen Assonanz – und versuchen den geflügelten Worten, lange nach ihrer Landung, einen Himmelsflug abzuringen. Sie werden feilschen, erobern, den Vielgereisten laben, versammeln, versemmeln, entschaffen und sich entfernen, doch sich dann aus der Ferne, neu proviantiert, dem Freiherrn auf intrikaten Pfaden neu nähern. Sie graben sicherlich nicht mehr vergebens. Saure Wochen! Frohe Feste! Wille wau wau wau! Wille wo wo wo! Wird die Binse wieder weise? Stehen Zoten zu Gebote? Werden die Diven die Frauen mit Nachsicht behandeln? Füllt sich dann das Bier in den Krügen? Ist das mehr als schlechter Trost?

    Kurz gesagt: Die Leserinnen Theresia Prammer und Monika Rinck stellen Gedichte vor, darunter einige von Goethe.

    Foto Monika Rinck: © Timm Kölln

    Mitveranstalter: Goethe-Gesellschaft Freiburg, Deutsches Seminar und Studium generale der Universität Freiburg

    Datum: 25.01.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro (frei für „Auszeichnungsmitglieder“ der Goethe-Gesellschaft)

    Karten kaufen

  • Do
    25.01.18
    19:30
    Werkstattgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Seine Hose war aus gutem Stoff, die Schuhe aus feinem Leder, seine Hände aber waren Diebes- oder Schreiberhände, die nie gearbeitet hatten; die rechte hielt die Zügel, die linke die Peitsche. Seine Augen blitzten, er grüßte hierhin und dorthin.“ – Daniel Kehlmann: „Tyll“

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation übernimmt Ralf Kiefer.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Textbewerbungen können bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch eingereicht werden:
    info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 25.01.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Fr
    26.01.18
    15:00
    Wilder Freitag
    Junges Literaturhaus
    < >

    Ferdinand Lutz: Rosa und Louis – Geisterstunde

    Wilder Freitag als Comiclesung (ab 8 Jahren)

    Rosa ist acht Jahre alt und will Zauberin werden. Oder Detektivin. Vielleicht auch beides. Louis ist zwölf, sein Ziel: möglichst schnell erwachsen werden. Mit dem Einzug in ein echtes Schloss – das ihrer Oma – haben die Geschwister das große Los gezogen. Hier warten die tollsten Abenteuer, denn alle ehemaligen Bewohner des altehrwürdigen Gemäuers sind noch da: als Geister!

    Mit Stimmen und Geräuschen, Musik und Animationen erwecken Comiczeichner Ferdinand Lutz und Musiker Dominik Müller die Geschichten von Rosa und Louis zum Leben: Was beim Lesen eines Comics im Kopf passiert, geschieht an diesem Nachmittag auf der Literaturhaus-Bühne. „Rosa und Louis“ erscheint seit 2016 in Dein Spiegel, der Sammelband „Geisterstunde“ (Reprodukt, 2017) ist das erste Buch zur Serie.

    Vormittags zu Gast im Literaturhaus: die Feyel-Schule aus Freiburg-Ebnet
    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 26.01.2018, 15 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

    Karten kaufen

  • Fr
    26.01.18
    20:00
    zwischen/miete
    Außer Haus
    < >

    zwischen/miete: Julia Rothenburg

    Junge Literatur in WGs

    Klar und kühl erzählt Julia Rothenburg in ihrem Debüt „Koslik ist krank“ (Frankfurter Verlagsanstalt, 2017) vom kafkaesken Lauf der Dinge. René Koslik wird wegen Verdachts auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert – in eine Parallelwelt aus labyrinth-artigen Gängen, mit einer undurchschaubaren Choreographie von Ärzten und Pflegern. Der Autorin gelingt ein verstörendes Kammerspiel, eine literarische Endoskopie eines Mannes mittleren Alters mit dem Finger auf der Reset-Taste. Skalpellscharf beobachtet, treffsicher formuliert.

    Die WG-Küche als literarischer Salon: Die Reihe „zwischen/miete“ verwandelt studentische Alltagsräume in Leseinseln für neue Literatur. Von einem Team Studierender organisiert und moderiert, kommen zu den Abendgesellschaften auf Socken in jedem Semester drei Nachwuchsautoren – für eine besondere Freiburger „Zwischenmiete“.

    Weiter: www.facebook.com/zwischenmiete

    Foto: © privat

    Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg

    Datum: 26.01.2018, 20 Uhr
    Ort: WG wird hier zeitnah bekannt gegeben
    Eintritt: 5 Euro (inkl. Bier und Brötchen, nur Abendkasse)

  • Fr
    02.02.18
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Außer Haus
    < >

    Daniel Kehlmann: Tyll

    Lesung und Gespräch mit Karl-Heinz Ott

    Daniel Kehlmann inszeniert mit seinem neuen Roman „Tyll“ (Rowohlt, 2017) ein Welttheater unvergesslicher Gestalten, ein leuchtendes Stück Erzählkunst, ein schillerndes Bild aus Anmut und Grausamkeit. Witz und Vernunft, Kunst und Kenntnis verwebt der Autor vor dem historischen Tableau des Dreißigjährigen Krieges, der die politische und geistige Topographie Europas wie keine andere Epoche geprägt hat.

    Zu den Figuren auf Kehlmanns Bühne gehören der „Winterkönig“ Friedrich I., seine unbeugsame Gattin Elizabeth, Enkelin der Maria Stuart, der junge Gelehrte und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der Arzt Paul Fleming und nicht zuletzt der Weltweise Athanasius Kircher. Während die einen noch dem Hexenkult huldigen, suchen andere das Dasein mit naturwissenschaftlichen Methoden zu entzaubern. Über dem Graben, der die Zeitenwende von Mittelalter zur Neuzeit prägt, schwebt seiltanzend: Tyll Eulenspiegel. Jener rätselhafte Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben …

    Foto: © Beowulf Sheehan

    Mitveranstalter: Buchhandlung Rombach, Studium generale der Universität Freiburg

    Datum: 02.02.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Historisches Kaufhaus, Kaisersaal
    Münsterplatz 24
    Eintritt: 15/10 Euro

    Karten kaufen

  • Fr
    09.02.18
    15:00
    Wilder Freitag
    Junges Literaturhaus
    < >

    Annette Pehnt: Der Bärbeiß – Schrecklich gut gelaunt

    Wilder Freitag für kleine Narren (ab 5 Jahren)

    Ein Bärbeiß lächelt nie. Nie und nimmer. Missmutig, grummelig, ein bisschen vorwurfsvoll allem und jedem gegenüber – so kennen und schätzen die nachsichtigen Bewohner von Timbukti ihren Bärbeiß. Als die gute Laune den Griesgram ohne jede Vorwarnung überkommt, verwirrt das nicht nur ihn, sondern auch seine Freunde Tingeli, Graureiher und Königspinguin. Nach und nach wird klar: Sie wollen den vertrauten bärbeißigen Nachbarn wieder zurück!

    Die vielseitige Freiburger Schriftstellerin Annette Pehnt erzählt in diesem dritten, von Jutta Bauer gewitzt illustrierten Bärbeiß-Band (Hanser, 2017) eine berührende Geschichte über unverhoffte Überraschungen und echte Freundschaft.

    An alle großen und kleinen Timbukti-Fans: Kommt verkleidet!

    Vormittags zu Gast im Literaturhaus: die Grundschule des Freiburger Montessori Zentrum ANGELL
    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 09.02.2018, 15 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

    Karten kaufen

  • Di
    20.02.18
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Arno Geiger: Unter der Drachenwand

    Lesung und Gespräch mit Bettina Schulte

    „Arno Geiger ist kein Autor der großen literarischen Gesten, sondern der stillen, beharrlichen Empathie“, lobt die Jury des Alemannischen Literaturpreis 2017. Als solcher erweist sich der österreichische Erzähler in unheimlich eindrucksvoller Art und Weise in seinem neuen Roman „Unter der Drachenwand“ (Hanser, 2018).

    1944. Der Krieg ist verloren, der Frieden dennoch fern. In einem österreichischen Dorf am Mondsee, wo die Drachenwand ihre „breite Brust“ öffnet, begegnen sich drei junge Menschen. Veit Kolbe, fünf Jahre an der Front, in Russland schwer verletzt, auf der Suche nach Heilung, nach Hoffnung. Die Lehrerin Margarete, in die sich Veit verliebt, und Margot, mit ihrem Neugeborenen. Zwischen Albtraum und verstörender Normalität fängt Geiger mit diesem Zeitporträt die sonderbare Stimmung des Kriegsendes ein.

    Über die Sprache als Schlüssel zur Welt, den Zugang der Literatur zur Geschichte und das Reden als Reisen kommt der Schriftsteller ins Gespräch mit Bettina Schulte (Badische Zeitung).

    Foto: © Heribert Corn

    Datum: 20.02.2018
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • Mi
    21.02.18
    20:15
    Freiburger Andruck
    Außer Haus
    < >

    Léon Werth: Als die Zeit stillstand

    Freiburger Andruck mit Tobias Scheffel

    Ein vergessenes Meisterwerk, ein einmaliges Zeitzeugnis: „Als die Zeit stillstand. Tagebuch 1940-1944“ (S. Fischer, 2017) ist das bewegende Tagebuch des französischen Publizisten und Kritikers Léon Werth aus dem besetzten Frankreich zur Zeit des Vichy-Regimes. Werth, jüdischer Herkunft, Pazifist und Antikolonialist, flieht und versteckt sich in einem Dorf im Jura. Flüchtlinge und Dorfbewohner leben hier zusammen, begierig auf Nachrichten, abgekapselt und doch ganz nah am Geschehen. In seinem Vorwort betont Georges-Arthur Goldschmidt, wie aktuell Werths Text 70 Jahre nach seinem Entstehen noch immer ist, da er um die Frage kreist: Wie verhält man sich in einem Land, in dem Freiheit und Demokratie gefährdet sind?

    Ins Deutsche übertragen hat das visionäre Vermächtnis der seit 1988 in Freiburg lebende Tobias Scheffel, der Essays, Belletristik sowie Kinder- und Jugendliteratur aus dem Französischen überträgt. Ins Gespräch mit dem preisgekrönten Übersetzer tritt die Lektorin Melanie Heusel.

    Foto: © privat

    Mitveranstalter „Freiburger Andruck“: Kulturamt, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg sowie Badische Zeitung

    Datum: 21.02.2018, 20:15 Uhr
    Ort: Theater Freiburg, Passage 46, Bertoldstraße 46
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • Do
    22.02.18
    19:30
    Werkstattgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Er las viel und schrieb, vor allem schrieb er, weil er glaubte, nur das könne die wahre sozialistische Pflicht eines jeden Menschen auf diesem Planeten sein, nämlich glücklich zu werden, und das Schreiben war, was ihn am glücklichsten machte.“ – Sasha Marianna Salzmann: „Außer sich“

    Das „Literarische Werkstattgespräch“ ist die älteste Reihe des 1988 gegründeten Literaturbüros, aus dem das Literaturhaus Freiburg im letzten Jahr hervorgegangen ist: Schreibende aus allen Generationen stellen hier seit 30 Jahren unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion. Die Moderation dieser Ausgabe übernimmt Philipp Brotz.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Textbewerbungen können bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch eingereicht werden:
    info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 22.02.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Fr
    23.02.18
    19:30
    Langstreckenlesung
    Literaturhaus
    < >

    Andreas Maier: Die Universität

    Ein Roman in viereinhalb Stunden

    Es gibt Schriftsteller, die wissen, dass sie Buch um Buch um Buch schreiben müssen. So Andreas Maier, wie er 2010 in der Zeit verriet: „Ich schrieb auf ein großes Blatt Papier ‚Ortsumgehung‘, dann schrieb ich elf Titel darunter, vom ‚Zimmer‘ über das ‚Haus‘ bis am Ende zum ‚Teufel‘ und zum ‚lieben Gott‘. Dann habe ich mich für endgültig verrückt erklärt und daran zu schreiben angefangen.“

    Maier, der Balzac aus der Wetterau und Stammgast der Freiburger Buchhandlung Schwarz, wird aus dem sechsten Band seiner autobiographischen Erinnerungschronik lesen und lesen und lesen. Viereinhalb Stunden, bis zur letzten Seite. „Die Universität“ (Suhrkamp, 2018) führt nach Frankfurt, in die Jahre 1988/89. Damals noch ein ganz anderes Studium, Magister, Freiheit. Es droht der völlige Verlust der eigenen Person. Aus der Matratzengruft rettet den Studenten ausgerechnet ein Pflegefall: Gretel Adorno, die uralte Witwe des Philosophen. Er lässt sich von ihr zerkratzen und beschimpfen, aber eigentlich versteht er sich mit ihr besser als mit seiner ganzen Umwelt.

    Foto: © Christoph Eberle

    Mitveranstalter: Buchhandlung Schwarz

    Datum: 23.02.2018, 19:30-00:00 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei und zu jeder vollen Stunde möglich

  • Di
    27.02.18
    21:00
    Art of Being …
    Literaturhaus
    < >

    Art of … Making Money

    Cut-up, mash-up, cash out

    „Alle Menschen lieben das Geld: sie streicheln es. küssen es. drücken es ans Herz, wickeln es in schöne Tücher, hätscheln es wie eine Puppe oder singen ihm schöne Lieder.“ – Daniil Charms

    Die Freiburger Autoren Jürgen Reuß und Stephan Kuß kassieren die Weltliteratur gnadenlos ab. Verjubeln sie an der Börse. Versilbern sie auf dem Rücken der Werktätigen. Verblasen die Scheine in rauchenden Fabrikschloten. Ein Blankoscheck unterschrieben unter anderem von Viktorija Tokarjewa, Ingo Schulze, Phebean Itayemi, William Gaddis, Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Nikolai Wassiljewitsch Gogol, Halldór Laxness, Mochtar Lubis, Pierre-Joseph Proudhon und Evelyn Waugh. Mitgestaltet wird der höchst spekulative Abend von Schauspielern des Theater Freiburg.

    Mehr auf dem „Art of Being“-Blog

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Mitveranstalter: Theater Freiburg, Carl-Schurz-Haus. Gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg und dem Kulturamt Freiburg

    Datum: 27.02.2018, 21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • Do
    01.03.18
    19:30
    Große Pause
    Junges Literaturhaus
    < >

    Gedichte für alle

    Große Pause mit Arne Rautenberg

    Die Schule ohne Gedichte? Nicht vorstellbar! Der Universalkünstler und Collagist Arne Rautenberg ist in unzähligen Klassenzimmern aufgetreten. Im Literaturhaus führt der wilde Ritt durch Rautenbergs Welt vom Gruselgedicht für Kinder über Erkundungen „An der Steilküste morgens um halb sechs“ bis hin zu einem flammenden Plädoyer für mehr Poesie in der Schule.

    „Kind und Dichter finden leicht zusammen. Beide wollen spielen“, sagt der Verleger Hans-Joachim Gelberg. Seien Sie eingeladen zu einer inspirierenden „Großen Pause“: Der viermal im Jahr stattfindende Austausch richtet sich an alle, die sich für Literatur und ihre Vermittlung begeistern.

    Für Lehrerinnen und Lehrer: Um 18:30 Uhr findet eine Einführung ins Junge Literaturhaus statt (Anmeldung unter: guede@literaturhaus-freiburg.de).

    Foto: © Birgit Rautenberg

    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 01.03.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Fr
    02.03.18
    15:00
    Wilder Freitag
    Junges Literaturhaus
    < >

    Arne Rautenberg: Rotkäppchen fliegt Rakete

    Wilder Freitag mit Gedichte-Feuerwerk (ab 6 Jahren)

    Rautenbergs Gedichte klingen, knallen, reimen sich und versprühen tausend Funken. „Das Beste an Gedichten ist, dass es keine Regeln gibt“, findet Arne Rautenberg. Kein Wunder, dass dieser Dichter so gewitzt und leichtfüßig – „drippelnd schnibbelnd hakenschlagend“ – mit Sprache umspringt, wie 22 Fußballhasen in einem seiner Gedichte über den Rasen flitzen. Mit Spaß, Tempo und Zug zum Ziel.

    Arne Rautenberg erhielt die Liliencron-Poetik-Dozentur und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2016 wurde er mit dem Josef-Guggenmos-Preis ausgezeichnet – dem ersten Preis für Kinderlyrik, der je in Deutschland vergeben wurde.

    Cover: © Peter Hammer Verlag

    Vormittags findet ein Workshop mit einer noch geheimen Freiburger Schulklasse statt.
    Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 02.03.2018, 15 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

    Karten kaufen

  • Fr
    09.03.18
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Außer Haus
    < >

    Bernhard Schlink: Olga

    Lesung und Gespräch mit Wolfgang Niess

    Mit einer Krimi-Trilogie fing es an, 1995 kam der Weltruhm: „Der Vorleser“ wurde in über 50 Sprachen übersetzt. Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, lebt als Jurist und Schriftsteller in Berlin und New York. Sein neuer Roman „Olga“ (Diogenes, 2018) führt in ein Dorf in Pommern am Ende des 19. Jahrhunderts.

    Olga ist Waise, Herbert der Sohn des Gutsherrn. Sie verlieben sich und bleiben gegen den Widerstand seiner Eltern ein Paar, das immer wieder zueinander findet, auch als Olga Lehrerin wird und er zu Abenteuern nach Afrika, Amerika und Russland reist. Vom Kampf gegen die Herero zurückgekehrt, voller Träume von kolonialer Macht und Größe, will er für Deutschland die Arktis erobern. Seine Expedition scheitert, und die Bemühungen zu seiner Rettung enden, als der Erste Weltkrieg ausbricht. Olga sieht ihn nicht wieder und bleibt ihm doch auf ihre eigene Weise verbunden.

    Foto: Alberto Venzago / © Diogenes Verlag

    Mitveranstalter: Buchhandlung Rombach

    Datum: 09.03.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Historisches Kaufhaus, Kaisersaal
    Münsterplatz 24
    Eintritt: 15/10 Euro

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  • Mo
    12.03.18
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Literaturhaus
    < >

    Garth Greenwell: Was zu dir gehört

    Zweisprachige Lesung und Gespräch mit René Freudenthal

    Einer der aufregendsten Nachwuchsautoren Amerikas: Garth Greenwells Debüt „Was zu dir gehört“ (Hanser Berlin, 2018, übersetzt von Daniel Schreiber) wurde als sensibles Porträt einer Obsession von der amerikanischen und britischen Presse hymnisch gefeiert.

    „Dass meine erste Begegnung mit Mitko B. in einem Verrat endete, wenn auch einem geringfügigen, hätte mir eine größere Warnung sein sollen … Aber derartige Warnungen sind an Orten wie den Toiletten des Nationalen Kulturpalasts, wo wir aufeinandertrafen, ein Bestandteil der Luft, die man atmet.“ Zwischen Verlangen und Unbehagen, Nähe und Abhängigkeit erzählt Greenwell von einem amerikanischen Expat, der sich in Bulgarien in einen jüngeren Mann verliebt – und davon, was mit Menschen passiert, die nie gelernt haben, ihre Gefühle auszudrücken, weil ihr Begehren gesellschaftlich nicht akzeptiert ist. Mit federleichter Präzision beschreibt der Autor nicht nur seine Figuren, er erweckt in eleganter, lyrischer Sprache auch den bleiernen Himmel und tristen Ostblock Beton Sofias zum Leben.

    Cover: © Hanser Berlin

    Mitveranstalter: Carl-Schurz-Haus

    Datum: 12.03.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • Di
    13.03.18
    20:15
    Art of Being …
    Außer Haus
    < >

    Art of Being … obsessed

    Cut-up, mash-up, freak out

    „Die ganze Hölle schien in meinem Leibe lebendig und ich der Gewalt der Dämonen völlig ausgeliefert.“ – Soeur Jeanne

    Streift die Pantoffeln ab, löst die Sicherheitsgurte, kündigt den Bausparvertrag – und stellt euch euren Obsessionen. In der fünften Folge der Reihe bringen sich literarische Helden in Gefahr. Oft genug kommen sie darin um. Die Autoren Jürgen Reuß und Stephan Kuß haben mehr als ein dreckiges Dutzend Besessene, Draufgängerinnen und Schwerenöter aus der Weltliteratur aufgestöbert, unter anderem aus der Hand von Patricia Highsmith, Elias Canetti, Vladimir Nabokov, William Peter Blatty, Auguste de Villiers de L’Isle-Adam, Ernst Jünger, Sadeq Hedayat, Claudio Magris, Giacomo Casanova, Charlotte Roche, Jean Anthelme Brillat-Savarin und Philip Roth. Auch diesmal geben Schauspieler des Theater Freiburg dem Wahnsinn eine Stimme.

    Mehr auf dem „Art of Being“-Blog

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Mitveranstalter: Theater Freiburg, Carl-Schurz-Haus. Gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg und dem Kulturamt Freiburg

    Datum: 13.03.2018, 20:15 Uhr
    Ort: Theater Freiburg, Passage 46, Bertoldstraße 46
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten-Vorverkauf über das Theater Freiburg

     

  • Sa
    17.03.18
    11:00
    Druckwerkstatt
    Junges Literaturhaus
    < >

    Riso Club Junior

    Zeichnen, dichten, drucken (ab 8 Jahren, Eltern verboten)

    Langer Samstag im Literaturhaus: Wir verwandeln den Saal in eine Druckwerkstatt mit allem Pipapo. Ehrengast: unser Riso(graph). Mit der japanischen Schnelldruckmaschine erstellen und vervielfältigen wir in Windeseile Werke, die an diesem Nachmittag entstehen.

    Gestempelte Bilder, gewagte Reime: Wir freuen uns auf eure Ideen!

    Foto: © Marc Doradzillo

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e.V. Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Datum: 17.03.2018, 11-16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei
    Information und Anmeldung bei Birgit Güde, Junges Literaturhaus, unter: guede@literaturhaus-freiburg.de, Tel. 0761/29 27 07 12

  • So
    18.03.18
    18:00
    Hommage
    Literaturhaus
    < >

    Roger Willemsen

    Insa Wilke: Hommage an einen Waghalsigen

    Die neue Literaturhaus-Reihe fragt nach Lesebiographien, Erweckungserlebnissen, Herzensbüchern. Diesmal spricht die Publizistin Insa Wilke, ausgezeichnet mit dem Alfred-Kerr-Preis, über einen der scharfsinnigsten Intellektuellen unserer Zeit: den Schriftsteller, Filme- und Programmmacher, Musikliebhaber, Humoristen und Humanisten, den Grimme-Preisträger, Ehrenprofessor und langjährigen Komplizen Roger Willemsen (1955–2016).

    In seinen Büchern – „Der Knacks“, „Momentum“, „Die Enden der Welt“ – hat man ihn noch immer vor sich. Mit allem Gespür und Wissen um die menschliche Zerbrechlichkeit nie von seinem Anspruch abrückend: Wir müssen den Leuten etwas zumuten. Im Sommer 2015 hielt Willemsen eine „Zukunftsrede“, die Insa Wilke als seine Nachlassverwalterin unter dem Titel „Wer wir waren“ (Fischer, 2017) herausgab. Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine „Abspaltung aus der Rasanz der Zeit“. „Das Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten“, schrieb Roger Willemsen. Insa Wilke verdichtet sein Leben und Werk an diesem Abend in Texten, Erzählungen, Erinnerungen.

    Foto Insa Wilke: © Frank Mädler

    Datum: 18.03.2018, 18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

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  • Di
    20.03.18
    19:30
    Erzählabend
    Literaturhaus
    < >

    Weltgeschichtentag

    Die Erzählerinnen Nikola Hübsch und Kathinka Marcks laden ein

    Deutsch, Alemannisch, Französisch: Aus Anlass des Weltgeschichtentags treffen Erzähler aus dem Dreiländereck aufeinander. Sie erzählen frei – alte und neue Geschichten, in Interaktion mit dem Publikum.

    Im Rahmen des Festivals Weltgeschichtentage 2018 „Wise Fools“ finden von Freitag, 16. März, bis Sonntag, 18. März, zahlreiche Abendprogramme, Workshops sowie mehrsprachige Veranstaltungen mit und ohne Worte (Gebärdensprache) in kleinen Läden und auf den Straßen der Freiburger Altstadt statt.

    Logo: © Mats Rehnman

    Veranstalter: Ideen³ e.V. und Ars Narrandi e.V., dieser Abend findet in Kooperation mit dem Literaturhaus statt

    Datum: 20.03.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

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  • Mi
    21.03.18
    19:30
    Lesung
    Literaturhaus
    < >

    Robert Stadlober liest Christian Geissler: Das Brot mit der Feile

    Mit einer Einführung von Bille Haag

    „Christian Geissler war ein radikaler Autor, politisch und ästhetisch. Jetzt ist er vergessen“, schreibt die taz. Wir laden ein zur Wiederentdeckung: Der Chronist des Widerstands in der Bundesrepublik betrat mit „Anfrage“ (1960) als „junger Wilder“ die Bühne der Literatur, drehte Fernsehspiele und Dokumentarfilme, schrieb Romane, Hörspiele und Gedichte.

    In „Das Brot mit der Feile“ (1973, neu aufgelegt 2016 vom Verbrecher Verlag) zeichnet Geissler (1928–2008) die Arbeiter- und Studentenkämpfe im Hamburg der 60er Jahre nach. Er schreibt an gegen das Verstummen und schickt seine Hauptfigur mitten hinein in den politischen Aufbruch: Geissler, der Meister des fragmentarischen Erzählens, des harten Schnitts und der Montage, fordert noch immer heraus. Und niemand liest seine Prosa so atemberaubend wie der preisgekrönte österreichische Schauspieler Robert Stadlober – „in benennender Festlegung wie phantastischer Dynamik“ (Dietmar Dath, FAZ).

    Foto: © ZVG

    Gezeigt werden Bilder von Harald Herrmann, ausgehend von Christian Geisslers Texten.

    Mitveranstalter: Buchhandlung jos fritz, Christian Geissler Gesellschaft

    Datum: 21.03.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

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  • Do
    22.03.18
    19:30
    Lesung und Gespräch
    Außer Haus
    < >

    Uwe Timm: Ikarien

    Lesung und Gespräch mit Torsten Hoffmann

    Wenn Uwe Timm vorliest, hört man ihm beim Denken zu. Schreiben ist für den Autor „ein kognitives Durchdringen der Wirklichkeit“, Literatur unbedingt politisch – und persönlich. Er hat mit „Heißer Sommer“ (1974) den ersten Roman über die Studentenbewegung geschrieben, in „Morenga“ (1978) von Völkermord und Befreiungskampf im damaligen Deutsch-Südwestafrika erzählt, in „Am Beispiel meines Bruders“ (2003) vom eigenen Bruder, der sich freiwillig zur SS-Totenkopfdivision gemeldet hatte.

    In „Ikarien“ (S. Fischer, 2017) porträtiert Timm das materiell und moralisch zerstörte Deutschland nach dem Krieg, erzählt faszinierend und verstörend von einem amerikanischen Offizier deutscher Herkunft, der die Rolle eines bedeutenden Wissenschaftlers im Nazireich aufdecken soll: Alfred Ploetz, der als Begründer der Eugenik gilt, der Großvater seiner, Uwe Timms, Ehefrau.

    Im Wechsel von Nähe und Distanz, zwischen Erzählebenen, Textsorten und Motivsträngen gelingt Uwe Timm das literarische Kunststück „einer in der Schwebe gehaltenen Unruhe“ (Ingo Schulze).

    Foto: © Gunter Glücklich

    Eine Veranstaltung im Rahmen der Kooperation „Seitenwechsel“ zwischen Theater Freiburg und Literaturhaus Freiburg. Mitveranstalter bei dieser Ausgabe ist die Buchhandlung Rombach.

    Datum: 22.03.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Theater Freiburg, Kleines Haus, Bertoldstraße 46
    Eintritt: 15/10 Euro

    Karten kaufen

  • Do
    22.03.18
    19:30
    Werkstattgespräch
    Literaturhaus
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Das Ende der Geschichte kann ich Ihnen nicht erzählen, sagte ich, ein Ende haben Geschichten nur in Büchern. Aber ich kann Ihnen erzählen, was weiter geschah.“ – Peter Stamm: „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ (zu Gast im Literaturhaus am 02.05.2018)

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet aufgrund der Osterferien diesmal nicht am letzten, sondern bereits am vorletzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation übernimmt Eberhard Bittcher.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Textbewerbungen können bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch eingereicht werden:
    info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 22.03.2018, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

    • >

      Dezember 2017

    • Fr
      01
      19:30

      Colson Whitehead: Underground Railroad

      Lesung und Gespräch mit dem Pulitzer-Preisträger 2017

      Lesung und Gespräch
      Außer Haus
    • Di
      05
      19:30

      Unmögliche Liebe

      Jan Wagner und Daniela Seel über die Kunst des Minnesangs

      Lesung und Gespräch
      Literaturhaus
    • Fr
      08
      19:30

      Sergej Lebedew: Menschen im August

      Zweisprachige Lesung und Gespräch mit Ilma Rakusa

      Lesung und Gespräch
      Literaturhaus
    • So
      10
      13:00

      Maren Kames und Denise Winter: Sehen Sie ein Luftbild

      Eröffnet beim 31. Literaturgespräch, geöffnet an zwei weiteren Sonntagen

      Ausstellung
      Literaturhaus
    • Di
      12
      19:30

      Markus Orths: Max

      Lesung und Gespräch

      Lesung und Gepräch
      Literaturhaus
    • Mi
      13
      19:30

      Durchs Bücherjahr mit …

      José F. A. Oliver, Bettina Schulte, Ulrich Pröfrock und Birgit Güde

      Gespräch
      Literaturhaus
    • Do
      14
      21:00

      Art of Being … Lazy

      Cut-up, mash-up, chill out

      Art of Being ...
      Literaturhaus
    • Fr
      15
      20:00

      zwischen/miete: Julia Weber

      Junge Literatur in WGs

      zwischen/miete
      Außer Haus
    • Di
      19
      12:30

      Lange Tafel

      Bei Suppe und Brot mit Freiburger Autoren und Übersetzern

      Lange Tafel
      Literaturhaus
    • Di
      19
      19:30

      Die Geträumten

      NACHHOLTERMIN: Kino im Literaturhaus

      Kino
      Literaturhaus
    • Do
      21
      19:30

      Literarisches Werkstattgespräch

      Offene Textwerkstatt

      Werkstattgespräch
      Literaturhaus
    • Fr
      22
      16:00

      Jess Jochimsen: Wazn Teez?

      Wilder Freitag als musikalische Lesung (ab 5 Jahren)

      Wilder Freitag
      Junges Literaturhaus
    • >

      Januar 2018

    • Mo
      08
      10:00

      Jahreswechsel

      Winterferien: 23.12.2017 bis 08.01.2018

      Winterfrische
      Literaturhaus
    • Di
      09
      20:15

      Art of Being … Not Human

      Cut-up, mash-up, beam up

      Art of Being …
      Außer Haus
    • Di
      16
      15:30

      Netzwerktreffen Kulturelle Bildung

      Für Multiplikatoren, Akteure, Interessierte

      Netzwerktreffen
      Junges Literaturhaus
    • Mi
      17
      19:30

      Sasha Marianna Salzmann: Außer Sich

      Lesung und Gespräch mit Katharina Knüppel

      Lesung und Gespräch
      Literaturhaus
    • Di
      23
      12:30

      Lange Tafel

      Bei Suppe und Brot mit Freiburger Autoren und Übersetzern

      Lange Tafel
      Literaturhaus
    • Do
      25
      19:30

      „Wer Perlen will / Der muss ins Meer sich stürzen.“ – Goethe

      Theresia Prammer und Monika Rinck: Ein Gespräch über Gedichte

      Gespräch
      Literaturhaus
    • Do
      25
      19:30

      Literarisches Werkstattgespräch

      Offene Textwerkstatt

      Werkstattgespräch
      Literaturhaus
    • Fr
      26
      15:00

      Ferdinand Lutz: Rosa und Louis – Geisterstunde

      Wilder Freitag als Comiclesung (ab 8 Jahren)

      Wilder Freitag
      Junges Literaturhaus
    • Fr
      26
      20:00

      zwischen/miete: Julia Rothenburg

      Junge Literatur in WGs

      zwischen/miete
      Außer Haus
    • >

      Februar 2018

    • Fr
      02
      19:30

      Daniel Kehlmann: Tyll

      Lesung und Gespräch mit Karl-Heinz Ott

      Lesung und Gespräch
      Außer Haus
    • Fr
      09
      15:00

      Annette Pehnt: Der Bärbeiß – Schrecklich gut gelaunt

      Wilder Freitag für kleine Narren (ab 5 Jahren)

      Wilder Freitag
      Junges Literaturhaus
    • Di
      20
      19:30

      Arno Geiger: Unter der Drachenwand

      Lesung und Gespräch mit Bettina Schulte

      Lesung und Gespräch
      Literaturhaus
    • Mi
      21
      20:15

      Léon Werth: Als die Zeit stillstand

      Freiburger Andruck mit Tobias Scheffel

      Freiburger Andruck
      Außer Haus
    • Do
      22
      19:30

      Literarisches Werkstattgespräch

      Offene Textwerkstatt

      Werkstattgespräch
      Literaturhaus
    • Fr
      23
      19:30

      Andreas Maier: Die Universität

      Ein Roman in viereinhalb Stunden

      Langstreckenlesung
      Literaturhaus
    • Di
      27
      21:00

      Art of … Making Money

      Cut-up, mash-up, cash out

      Art of Being …
      Literaturhaus
    • >

      März 2018

    • Do
      01
      19:30

      Gedichte für alle

      Große Pause mit Arne Rautenberg

      Große Pause
      Junges Literaturhaus
    • Fr
      02
      15:00

      Arne Rautenberg: Rotkäppchen fliegt Rakete

      Wilder Freitag mit Gedichte-Feuerwerk (ab 6 Jahren)

      Wilder Freitag
      Junges Literaturhaus
    • Fr
      09
      19:30

      Bernhard Schlink: Olga

      Lesung und Gespräch mit Wolfgang Niess

      Lesung und Gespräch
      Außer Haus
    • Mo
      12
      19:30

      Garth Greenwell: Was zu dir gehört

      Zweisprachige Lesung und Gespräch mit René Freudenthal

      Lesung und Gespräch
      Literaturhaus
    • Di
      13
      20:15

      Art of Being … obsessed

      Cut-up, mash-up, freak out

      Art of Being …
      Außer Haus
    • Sa
      17
      11:00

      Riso Club Junior

      Zeichnen, dichten, drucken (ab 8 Jahren, Eltern verboten)

      Druckwerkstatt
      Junges Literaturhaus
    • So
      18
      18:00

      Roger Willemsen

      Insa Wilke: Hommage an einen Waghalsigen

      Hommage
      Literaturhaus
    • Di
      20
      19:30

      Weltgeschichtentag

      Die Erzählerinnen Nikola Hübsch und Kathinka Marcks laden ein

      Erzählabend
      Literaturhaus
    • Mi
      21
      19:30

      Robert Stadlober liest Christian Geissler: Das Brot mit der Feile

      Mit einer Einführung von Bille Haag

      Lesung
      Literaturhaus
    • Do
      22
      19:30

      Uwe Timm: Ikarien

      Lesung und Gespräch mit Torsten Hoffmann

      Lesung und Gespräch
      Außer Haus
    • Do
      22
      19:30

      Literarisches Werkstattgespräch

      Offene Textwerkstatt

      Werkstattgespräch
      Literaturhaus