• Do
    21.07.22
    19:30
    Eintritt frei
    Werkstatt
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    Unsere Reihe ist offen für alle: Schreibende wie Interessierte, die gern über Texte im Entstehen diskutieren. Die Moderation übernehmen im Wechsel Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest: Eberhard Bittcher, Ralf Kiefer, Philipp Brotz und Antigone Kiefner, die durch diese Ausgabe führt.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 21.07.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    27.10.22
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Juri Andruchowytsch: Radio Nacht

    Lesung und Gespräch mit Katharina Raabe

    „Ich werde Sie bestimmt nicht retten und Ihnen auch kaum irgendwie helfen können. Aber ich werde Ihre Nacht mit Schlaflosigkeit füllen.“ Rund um die Uhr sendet er Musik und Poesie in eine sich verfinsternde Welt – Josip Rotsky, ein Mann mit rätselhafter Identität, in dessen Namen sich Trotzki, Brodsky und Joseph Roth spiegeln. Als „Barrikadenpianist“ hat er die Revolution in den heimatlichen Karpaten unterstützt. In der Emigration verdingt er sich als Salonmusiker. In einem Schweizer Hotel muss er für den Diktator seines Landes spielen – und wird zum Attentäter. Seine Flucht endet auf der Gefängnisinsel am Null-Meridian, von wo er seine Geschichten ins Mikrofon flüstert.

    Mit „Radio Nacht“ (Suhrkamp, 2022, aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr) legt Juri Andruchowytsch einen Roman von großer Aktualität vor, der 2020 in der Ukraine erschien. Klimaproteste, Pandemie, die Bedrohung durch Russland – ein Buch über eine Zeit, die alle Hoffnung auf radikale Veränderungen begraben muss. Durch den Abend führt die vielfach ausgezeichnete Lektorin für osteuropäische Literaturen im Suhrkamp Verlag Katharina Raabe.

    Foto: © Marc Doradzillo

    Mitveranstalter: Buchhandlung Schwarz

    Datum: 27.10.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Do
    27.10.22
    19:30
    Literaturhaus-Büro
    Werkstattgespräch
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „War nicht nur das Schreiben, sondern das Nicht-Vollenden, die Täuschung der Ordnung, die Schenkung an den Freund, die Hoffnung auf eine Verbrennung – war all das ein Versuch, der Endgültigkeit zu entgehen?“
    – Katja Petrowskaja: „Das Foto schaute mich an“ (Suhrkamp, 2022)

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende aller Generationen unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation dieser Ausgabe übernimmt Ralf Kiefer.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 27.10.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg (Büro), Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    10.11.22
    19:30
    Außer Haus
    Literaturgespräch
    < >

    Saša Stanišic: Meine Damen und Herren, ich brauche einen Freiwilligen

    Eröffnungslesung des 36. Freiburger Literaturgesprächs im Ratssaal des Neuen Rathauses

    Ausverkauft!

    Nicht von ungefähr schwebt die Einladung eines Zauberkünstlers über der diesjährigen Eröffnung: Saša Stanišić kennt sich aus mit Magiern, liebenswürdigen Heuchlern und Betrügern, mit Drachen, Drahtseilakten und Doppelbödigkeiten aller Manier. Er ist einer, „der lügt wie gedruckt, weil er fabelnd denken kann“, wie Literaturkritiker Denis Scheck ihm begeistert bescheinigt. Einer, der weiß, wie man dem Zufälligen unserer Lebensläufe mit Fiktion, mit Erfindergeist beikommt. „Herkunft“ (Luchterhand, 2019), ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis, ist ein Roman über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und alles, was danach kommt.

    Saša Stanišić kam 1978 in Višegrad, damals Bosnien-Herzegowina, zur Welt, floh 1992 aus dem Bürgerkrieg nach Deutschland, studierte in Heidelberg und am Leipziger Literaturinstitut. 2006 erschien sein Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, gefolgt von „Vor dem Fest“ (2014) über die letzten nicht globalisierten Deutschen in der Uckermark und dem Erzählband „Fallensteller“ (2016), allesamt preisgekrönt. „Niemals aufhören, Geschichten zu erzählen“, sagt Saša Stanišić. Zuletzt veröffentlichte er zwei Kinderbücher. Was als nächstes kommt, verrät er im Gespräch mit der Moderatorin und aktuellen Juryvorsitzenden des Ingeborg-Bachmann-Preises Insa Wilke.

    Begrüßung: Ulrich von Kirchbach, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg

    Foto: © Marc Doradzillo

    Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, freundlich unterstützt von der Buchhandlung jos fritz und dem Park Hotel Post

    Datum: 10.11.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Ratssaal des Neuen Rathauses Freiburg, Rathausplatz 2-4
    Eintritt: 15/10 Euro

    Ausverkauft

  • Fr
    11.11.22
    16:30
    Junges Literaturhaus
    Literaturgespräch
    < >

    Saša Stanišic und Uljana Wolf: Uno, dos, Taxi!

    Wilder Freitag mit magischen Verwandlungen und einer Buchpremiere (ab 5 Jahre)

    Ausverkauft!

    Das Taxi ist ein magisches Fahrzeug. Ein Hexenbesen auf vier Rädern. Du steigst ein und es erfüllt dir deinen Reisewunsch. Einmal zum Mond? Zweimal zum Rummel? Dreimal im Kreis herum? Mit seinem ersten Kinderbuch „Hey, hey, hey, Taxi!“ (mairisch Verlag, 2021) stiftet Saša Stanišić eindrucksvoll zum Geschichtenerfinden an: 286 Taxi-Texte von kleinen Freiburger Autor*innen flatterten bei einem groß angelegten Literaturhaus-Schreibwettbewerb im Sommer 2021 ins Haus. Dazu neun weitere Erzählungen von renommierten Autor*innen, die wir exklusiv zu literarischen Taxi-Touren eingeladen haben. Und eine Ehrenrunde von Saša mit seinem Sohn Nikolai.

    24 der Geschichten wurden zu „Gute Nacht Taxi“-Filmclips für unseren digitalen Adventskalender 2021. Sämtliche Einsendungen waren 2022 im Rahmen zweier Ausstellungen zum Liegen, Lesen und Lauschen im Literaturhaus zu entdecken. Zum Abschluss des Projekts präsentieren wir nun ein großformatiges Vorlese-Mitmach-Buch – von Kindern für Kinder. Entstanden in Workshops des Berliner Buchgestalters und Literaturhaus Grafikers Andreas Töpfer mit neun Freiburger Schulklassen. „Hier dürfen alle hampeln, / weil in dieses Taxi passen Faxen rein“, dichtet Uljana Wolf, die heute gemeinsam mit Saša Stanišić ins Taxi steigt und zur Buchpremiere ins Literaturhaus düst.

    Foto: © Marc Doradzillo

    Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, freundlich unterstützt von der Buchhandlung jos fritz und dem Park Hotel Post

    Datum: 11.11.2022, 16:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

    Ausverkauft

  • Fr
    11.11.22
    20:30
    Literaturhaus
    Literaturgespräch
    < >

    Stefan Heym: Vom Aufstoßen der Fenster

    Lesekonzert mit Robert Stadlober und Daniel Moheit

    Ausverkauft!

    „Ich aber ging über die Grenze“, schrieb der junge Helmut Flieg im Frühjahr 1933, kurz nachdem er genau das getan hatte. Kurz bevor er sich den Namen gab, unter dem er weltberühmt werden sollte: Stefan Heym. Über die Grenze gegangen, nach Prag, war er wegen eines Gedichts. Eines von über 300, die er bis in den Sommer 1936 schrieb.

    Anfang 2020 fanden sich Klara Deutschmann, Daniel Moheit und Robert Stadlober ebenfalls an einer Grenze wieder, im Dreiländereck zwischen der Slowakei, Ungarn und Österreich. Und dort legten sich plötzlich Melodien über diese beinahe ein Jahrhundert alten Texte, und es entstanden Lieder, die über all die Jahre und Grenzen hinweg in unser Heute hinein sprechen. Lieder von Liebe und Tod, von den Vergessenen und den Verschwiegenen, von der Trauer und dem freudigen Überschwang der Geschichte. Von Deutschland und vom Antifaschismus. Von der Hoffnung der Zukunft und der Zukunft der Hoffnung. Im Sinne Stefan Heyms: „Vom Aufstoßen der Fenster“ (Argon Hörbuch, 2021).

    Mit dem Schauspieler und Musiker Robert Stadlober finden seine Texte eine neue, eine unverkennbare Stimme. Zwischen Singen und Sprechen, zornigem Aufbegehren und stillem Zagen bricht sich ein steter, lebensbejahender Jubel seine Bahn – getragen von Daniel Moheits Akkordeon und Stadlobers Gitarrenakkorden.

    Foto: © Marc Doradzillo

    Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, freundlich unterstützt von der Buchhandlung jos fritz und dem Park Hotel Post

    Datum: 11.11.2022, 20:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Sa
    12.11.22
    10:00
    Literaturhaus
    Literaturgespräch
    < >

    Anna Kim / Uljana Wolf / Andreas Stichmann

    36. Freiburger Literaturgespräch Kurzlesungen mit Gespräch

    Anna Kim: Geschichte eines Kindes
    Moderation: Thomas Geiger

    1953, Green Bay, Wisconsin. Die zwanzigjährige Telefonistin Carol Truttman bringt ein Kind zur Welt. Noch in derselben Nacht gibt sie es zur Adoption frei. Anders als von der Mutter angegeben, scheint es jedoch nicht „weiß“ zu sein, sondern, wie es in der Behördensprache der damaligen Zeit heißt, „indianisch“, „polnisch“ oder „negrid“ – ein Skandal in der homogen weißen, den rigorosen Gesetzen der Rassentrennung unterworfenen Gesellschaft. Eine Sozialarbeiterin soll die wahre ethnische Herkunft des Kindes ermitteln. Dazu muss sie allerdings den Vater des Kindes ausfindig machen, dessen Identität die leibliche Mutter nicht preisgeben will … In ihrer erschütternden „Geschichte eines Kindes“ (Suhrkamp, 2022) erzählt Anna Kim auch von der halbkoreanischen Österreicherin Franziska, die genau 60 Jahre später in das Städtchen kommt, ihre eigenen Erfahrungen mit Fremdzuschreibungen gemacht hat und nun der Geschichte des einzigen Schwarzen in Green Bay nachgeht.

    Für ihren 2008 erschienenen Roman „Die gefrorene Zeit“ erhielt Anna Kim u.a. den European Union Prize for Literature; 2018 veröffentlichte die im südkoreanischen Daejeon geborene und seit 1979 in Wien lebende Autorin die Spionagegeschichte „Die große Heimkehr“. Mit „Geschichte eines Kindes“ ist sie nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022.

    Uljana Wolf: Etymologischer Gossip. Essays und Reden
    Moderation: Annette Pehnt

    Uljana Wolf gilt als eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Dichtung – den Preis der diesjährigen Leipziger Buchmesse hat sie jedoch in der Kategorie Sachbuch gewonnen. Ihr Band mit Essays und Reden enthalte sowohl hinreißende Gedichte als auch brillante Übertragungen aus anderen Sprachen, so Laudator Andreas Platthaus, insofern hätte er auch in der Belletristik und der Übersetzung nominiert werden können. Als intellektuelle Autobiografie führe dieses vor Esprit funkelnde Buch aber vor allem in die Fragen von Ethik und Poetik der Übersetzung ein – und sensibilisiere für deren gesellschaftspolitische Relevanz.

    Ob Prosagedicht, Übersetzung, translinguales Schreiben – Uljana Wolfs Augenmerk gilt dem schmugglerischen Sprachhandeln, den hybriden Formen, dem „Grundrecht“, „jenes und zugleich ein anderes zu sein“. Davon bleibt auch die Form des Essays nicht unberührt, wird „Guessay“, „Translabor“, Versuchsanordnung eines poetischen Denkens, das immerwährendes Gespräch ist – unter anderem mit Ilse Aichinger, Peter Huchel, Gertrude Stein, Elisabeth Barrett Browning und Theresa Hak Kyung Cha –, eine Form, die zum Weitersprechen, Fabulieren und Gossipen einlädt. Erschienen ist „Etymologischer Gossip“ 2021 im Verlag kookbooks.

    Andreas Stichmann: Eine Liebe in Pjöngjang
    Moderation: Martin Bruch

    „Dichtung: Sich in etwas hineinversetzen, das den eigenen Rahmen sprengt. Dichtung: An einem Vulkan, auf eng beieinanderstehenden Holzstühlen zusammenkommen und im Anderen das Fremde gelten lassen, als das Unverständliche. Trotzdem dichten.“ So beginnt Claudia Aebischer – 50 Jahre alt und in Ostdeutschland sozialisiert – im Schlussteil dieses Romans einen Brief an Sunmi, der sie als Mitglied einer Delegation von Kulturschaffenden in Nordkorea begegnet. Sunmi ist Dolmetscherin und Germanistin, vor allem aber Agentin der Demokratischen Volksrepublik Korea und damit beauftragt, die feierliche Eröffnung und Einrichtung der Deutschen Bibliothek in Pjöngjang, die Anlass der Reise ist, zu begleiten.

    Nach seinem Erzählungsband „Jackie in Silber“ und den Romanen „Das große Leuchten“ und „Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk“ entwirft der vielfach ausgezeichnete Autor Andreas Stichmann in „Eine Liebe in Pjöngjang“ (Rowohlt, 2022) die unwahrscheinliche Geschichte einer Liebe zwischen zwei ungleichen Frauen, zwei Lebensaltern, zwei Kulturen. Ein Buch, das sich das Fremde anverwandelt wie jemand, der sich verliebt: schlagartig, voller Hingabe, geblendet vom Leuchten der eigenen Projektionen. Ein Abenteuer in packender, eleganter Sprache, erzählt mit großer Finesse.

    Foto: Uljana Wolf © Marc Doradzillo

    Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, freundlich unterstützt von der Buchhandlung jos fritz und dem Park Hotel Post

    Datum: 12.11.2022, 10–13 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 10/5 Euro (für alle drei Lesungen)

  • Sa
    12.11.22
    15:00
    Literaturhaus
    Literaturgespräch
    < >

    Sharon Dodua Otoo / Volha Hapeyeva / Emine Sevgi Özdamar

    36. Freiburger Literaturgespräch Kurzlesungen mit Gespräch

    Ausverkauft!

    Sharon Dodua Otoo: Herr Gröttrup setzt sich hin
    Moderation: Annette Pehnt

    Mit ihrer ersten auf Deutsch geschriebenen Erzählung „Herr Gröttrup setzt sich hin“ gewann Sharon Dodua Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Vier Jahre später hielt sie dort selbst die Eröffnungsrede „Dürfen Schwarze Blumen Malen?“. Ihre Mischung aus Polemik und Humor, Gesellschaftskritik und Empathie sorgte wieder für Furore. Der diesen Herbst bei S. Fischer veröffentlichte Band versammelt nun beide Texte, ergänzt um einen bisher unveröffentlichten, einer imaginären Reise mit den Eltern nach Klagenfurt.

    Sharon Dodua Otoo ist die charismatische Sprecherin einer neuen Generation – schwarz, selbstbewusst, feministisch – und lebt als Schriftstellerin, politische Aktivistin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed“ (edition assemblage) in Berlin. Ihr Debütroman „Adas Raum“ war ein großer Erfolg. Er folgt Adas Geschichte(n): Durch die Jahrhunderte und von Westafrika über Großbritannien bis nach Deutschland verwebt die Autorin Perspektiven und Erfahrungen zu einem neuartigen Zugang zu Weltgeschichte, Erinnerung und Trauma. Als weiteres Buch bringt Sharon Dodua Otoo in diesem Jahr „Gesammeltes Schweigen“ (Edition Zweifel) heraus, eine Textsammlung als imaginäres Gespräch mit Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll.

    Volha Hapeyeva: Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils
    Moderation: Hanna Hovtvian

    „meine hände gestützt auf einen baum / darauf liegt ein anderer weißer baum / in dem ich mit dem dritten / schreibe / tisch notizbuch stift / um mich herum: gedächtnis eines ganzen waldes / in mir: gedächtnis des holzfällers“ – So hebt ein Gedicht aus Volha Hapeyevas Band „Mutantengarten“ (2020) an, das auch von jenem Baum in Großmutters Garten erzählt, den man fällte, als er keine Früchte mehr trug. Was passiert, wenn man Schönheit an Nutzen misst, fragt ihr aktueller Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ (Verbrecher Verlag, 2022), ausgezeichnet mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis 2022. In ihrem herausragenden Text setze Hapeyeva „despotischen Machtstrukturen ein poetisches, nomadisches Denken entgegen“, so die Jury. Sie reflektiere die Sprache als Instrument der Macht, aber zugleich die Macht der Poesie als Ort des Widerstands, als mögliche Heimat im Exil.

    Die 1982 in Minsk geborene Lyrikerin, Autorin, Übersetzerin und promovierte Linguistin Volha Hapeyeva hat für ihr Werk zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Sie zählt zu den bekanntesten und meistübersetzten Autor*innen ihres Landes. Im Herbst 2020 kam sie für ein Stipendium an die Villa Waldberta am Starnberger See. Aufgrund der Repression gegen Oppositionelle kehrte sie seither nicht nach Belarus zurück.

    Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum
    Moderation: Thomas Geiger

    Am 5. November 2022 wird der diesjährige Georg-Büchner-Preis an eine Autorin verliehen, „der die deutsche Sprache und Literatur neue Horizonte, Themen und einen hochpoetischen Sound verdankt“. Wozu wir eine Woche später, beim Freiburger Literaturgespräch, sehr herzlich gratulieren! Emine Sevgi Özdamar, geboren 1946 in Malatya/Türkei, ist Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin. 1991 gelang ihr mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der literarische Durchbruch; sie las aus ihrem Debüt „Das Leben ist eine Karawanserei, hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus der anderen ging ich raus“ (1992). Es folgten „Die Brücke vom Goldenen Horn“ (1998) und 2003 als Abschluss ihrer Romantrilogie „Seltsame Sterne starren zur Erde“.

    Nach einer Publikationspause erschien 2021 ihr Opus magnum „Ein von Schatten begrenzter Raum“ (Suhrkamp): Vom Osmanischen Reich über die Berliner und Pariser Theaterszene der 1970er Jahre spannt Emine Sevgi Özdamar auf 800 Seiten einen großen Bogen in die Gegenwart, erzählt von Grenzüberschreitungen, von Aufbruch und Exil. Angelehnt an ihre eigene Biografie öffnet sich ein vielstimmiges Panorama des 20. Jahrhunderts: „Ein Theaterroman. Ein Künstlerinnenroman. Ein Salon, in dem die Toten herumspazieren und reden. Eine Geschichte von Freundschaften. Eine Gedichtsammlung. Eine Erkundung Europas. Ein Spiegel der Weltpolitik.“ (NZZ)

    Foto: Emine Sevgi Özdamar © Marc Doradzillo

    Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, freundlich unterstützt von der Buchhandlung jos fritz und dem Park Hotel Post

    Datum: 12.11.2022, 15–18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 10/5 Euro (für alle drei Lesungen)

    Ausverkauft

  • So
    13.11.22
    11:00
    Literaturhaus
    Literaturgespräch
    < >

    Die Vermessung eines poetischen Kontinents

    900 Jahre spanischsprachige Lyrik mit Jaime Luis Huenún, Martin von Koppenfels, Susanne Lange und José F. A. Oliver

    Zehn Jahre hat ein ganzes Team an Herausgeber*innen und Übersetzer*innen an einem Mammutprojekt gearbeitet, das nun pünktlich zum Gastlandauftritt Spaniens bei der Frankfurter Buchmesse vorliegt: Ihre vierbändige Anthologie (C.H. Beck, 2022) mit über 800 Gedichten leistet Pionierarbeit. Die zweisprachige Edition präsentiert in größtenteils neuen Übertragungen 200 Autor*innen aus 20 Ländern. Eine Einladung zur Reise von den Anfängen im mittelalterlichen Al-Andalus bis in die Gegenwart und quer durch die gesamte transatlantische Sprachwelt, die Spanien mit Hispanoamerika verbindet.

    Der Komparatist Martin von Koppenfels und die Übersetzerin Susanne Lange führen durch dieses Gemeinschaftswerk von Literaturwissenschaft und Übersetzungskunst. Aus Chile reist der Dichter Jaime Luis Huenún an, der in seinen Werken das Scheitern der Revolutionen auf seinem Kontinent sowie das Schicksal der indigenen Mapuche thematisiert. Die von vielfältigen kulturellen Einflüssen geprägten Sprach- und Bildwelten Lateinamerikas sind im deutschen Sprachraum noch immer wenig bekannt. Das Podium komplettiert der Hausacher Lyriker, Literaturvermittler und Übersetzer José F. A. Oliver. Alle vier sprechen über die Geschichte der spanischsprachigen Lyrik und lesen ihre liebsten Gedichte aus beinahe 1000 Jahren.

    Foto: © Marc Doradzillo

    Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, freundlich unterstützt von der Buchhandlung jos fritz und dem Park Hotel Post

    Datum: 13.11.2022, 11 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    18.11.22
    20:00
    Literaturhaus
    Gastveranstaltung
    < >

    entfällt: Gastveranstaltung: HENDRIK BOLZ: Nullerjahre

    Lesung und Gespräch

    Leider muss die Lesung mit Hendrik Bolz entfallen. Bereits im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten können an der Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie gekauft wurden.

    Mehr Infos hier

    Während in den Plattenbauten von Knieper West immer mehr Erwachsene die Suche nach einem Platz im neuen System aufgeben, nehmen Hendrik und seine Freunde die Herausforderung an: Sie finden Auswege aus der Langeweile und Fluchtwege, um keine Prügel zu kassieren. Langsam zerfallen die Frontlinien der Baseballschlägerjahre, an die Stelle der Springerstiefel treten Turnschuhe, die Böhsen Onkelz werden von Aggro Berlin abgelöst, die Optionen bleiben die gleichen: Fressen oder Gefressenwerden.

    Im Kindergarten, in der Schule und im Fußballverein haben sie gelernt, dass ein großer Junge nicht weint und dass der Klügere nur so lange nachgibt, bis er der Dümmere ist. Nun gilt es, härter zu werden, um, wenn es drauf ankommt, dem anderen die Nase zu brechen. Und stumpfer zu werden, um dabei nicht zu zögern. Die Mittel finden sich – Kraftsport, Drogen, Rap. Und bald sind es neue „Kleine“, die sich verstecken müssen. Hendrik Bolz erzählt in seinem Roman „Nullerjahre – Jugendjahre in blühenden Landschaften“ (KiWi, 2022) eindringlich von einem Jahrzehnt im Osten Deutschlands, das uns ein Stück bundesrepublikanische Gegenwart erklären kann.

    Foto: © Greta Baumann

    Veranstalter: Vaddi Concerts

    Mehr unter: www.vaddi-concerts.de

    Datum: 18.11.2022, 20 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 20,50 Euro

  • Di
    22.11.22
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Sonja Eismann: Moments and Movements. Indigene Feminismen

    Leinwandlesung und Gespräch

    Eine Comic-Sammlung mit Stimmen indigener feministischer Bewegungen weltweit: „Movements and Moments“ (Jaja Verlag, 2022) erzählt in zehn Graphic Novels von den anarchistischen Chola-Gewerkschafterinnen im Peru der 1920er Jahre, vom brasilianischen Kampf für die Rechte indigener LGBTQIA+-Personen, von der Pflege bedrohter musikalischer Traditionen im vietnamesischen Hochland. Die Themen der Comics, in denen Frauen mutig und entschlossen gegen herrschende Verhältnisse aufbegehren, sind so vielseitig wie die künstlerischen Stile, in denen die Geschichten grafisch Gestalt annehmen. Sie zeigen neue Facetten im globalen Kampf um Gleichberechtigung.

    Im Literaturhaus spricht die Autorin Sonja Eismann, Mitgründerin des Missy-Magazins und Herausgeberin der Anthologie, in unserer Reihe „Girl, Woman, Other“ über Unterdrückung und Widerstand mit der brasilianischen Künstlerin Taís Koshino und der ecuadorianischen Illustratorin Cecilia Larrea, die live zugeschaltet werden. Durch den Abend führt die Kommunikationswissenschaftlerin Sevda Can Arslan.

    Foto: © Literaturhaus Freiburg

    Mitveranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Stelle zur Gleichberechtigung der Frau der Stadt Freiburg, FAIRburg e. V., Buchhandlung jos fritz, Feministische Geschichtswerkstatt e. V., Radio Dreyeckland

    Datum: 22.11.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Do
    24.11.22
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
    < >

    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Unser neu gegründeter Buchclub lädt zum literarischen Frühsport: Am 22.9., 20.10., 24.11. und 15.12. diskutieren alle Leselustigen von 10–12 Uhr im Literaturhaus. Offen für alle, Anmeldung erforderlich, Titelliste im Büro (Telefon: 0761-28 99 89 oder per E-Mail: info@literaturhaus-freiburg.de). Herzlich willkommen!

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Datum: 22.09.2022, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    24.11.22
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Beim Schreiben auch: Läuft das Wort über das Seil bis ans Ende, oder fällt es vom Seil herunter? Manchmal schrie ich laut: ‚Wen soll es angehen, was du schreibst, wen?‘ Aber ich schrieb weiter.“
    – Emine Sevgi Özdamar: „Ein von Schatten begrenzter Raum“ (Suhrkamp, 2021)

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende aller Generationen unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation dieser Ausgabe übernimmt Philipp Brotz.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 24.11.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Fr
    25.11.22
    19:30
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Gastspiele: Meine drei lyrischen ichs

    Unabhängige Lesereihen zu Besuch in Freiburg

    Von der Metropole nach Freiburg, von Lyrik bis Sachbuch: Die Veranstaltungsreihe „Gastspiele“ des samt & sonders e. V. holt eine Vielfalt an Lesungsformaten aus Berlin, Wien und München auf Bühnen im Freiburger Stadtraum. Zum Finale im November zu Gast: die Münchener Lesereihe „meine drei lyrischen ichs“, die Texte von Mara Genschel, Rasha Habbal und Felix Schiller sowie Kunst von Sarah Degenhardt nach Freiburg bringt.

    Seit 2012 präsentiert die Reihe dreimal im Jahr drei Dichter*innen: spannende neue Stimmen der Gegenwartslyrik im deutschsprachigen Raum. Zwei kommen von extern, eine*r aus München. Dabei interagiert die Literatur mit bildender Kunst und Performance. Für jede Ausgabe bespielt ein*e Künstler*in aus München den Raum oder greift in die Lesesituation ein. Seit Sommer 2018 ist die Reihe im Kunstverein München zuhause, an diesem Abend reist sie nach Freiburg – für ein lyrisches Kennenlernen, eine Feier der Gegenwartskunst und Dialoge, die weit über die regionale Kulturszene hinausreichen.

    Foto: © Marc Doradzillo

    Eine Veranstaltung des samt & sonders e. V. in Kooperation mit dem Literaturhaus

    Mehr unter: www.instagram.com/samtundsondersfreiburg

    Gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.

    Datum: 25.11.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Weingut Dilger, Urachstraße 3
    Eintritt: 5 Euro (nur Abendkasse)

  • Di
    29.11.22
    20:00
    Außer Haus
    Freiburger Andruck
    < >

    Maria Bosse-Sporleder: Im Kielwasser der Zeit

    Freiburger Andruck

    In ihrem neuen Buch „Im Kielwasser der Zeit“ (Derk Janßen Verlag, 2022) versammelt Maria Bosse-Sporleder in zwei Teilen „autofiktive Geschichten“. In „Herkunft“ ist der Blick auf Estland gerichtet, das Land, in dem die in Freiburg lebende Autorin geboren wurde, das sie als Kind verlassen musste und in das sie nach 1991 zurückkehrte und dort unter anderen als Dozentin für Deutsch arbeitete. Der zweite Teil „Begegnung“ fängt Momente ein, in denen ein intensiver Kontakt zwischen Menschen entsteht. Die Moderation übernimmt die Literaturkritikerin Bettina Schulte. Musikalisch begleitet wird der Abend von Elisabeth Horzig.

    Die Freiburger Autorin, Dozentin und Übersetzerin Maria Bosse-Sporleder wurde 1932 in Tallinn (Reval) geboren und erlebte in ihrer Kindheit und Jugend Flucht und Emigration in Tallinn, Poznan, Bad Kissingen und im kanadischen Edmonton. Sie studierte Romanistik und Germanistik an der University of Alberta, der Pariser Sorbonne und der McGill Universität Montreal und arbeitete als Dozentin für deutsche Sprache und Literatur in Kanada und Finnland. Seit 40 Jahren leitet sie Schreibwerkstätten. Sie übersetzte unter anderem den Roman „Die Wellen“ und einige Tagebücher von Virginia Woolf. 2013 erschien ihr Buch „Im fünften Koffer ist das Meer“.

    Foto: ©  Literaturhaus Freiburg

    Mitveranstalter „Freiburger Andruck“: Kulturamt, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg sowie Badische Zeitung

    Datum: 29.11.2022, 20 Uhr
    Ort: SWR Studio Freiburg, Schlossbergsaal, Kartäuserstraße 45
    Eintritt: 9/6 Euro (Nur Abendkasse; Voranmeldung unter kulturamt@stadt.freiburg.de)

  • Do
    01.12.22
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Daniela Dröscher und Martin Kordic

    Auftakt der Reihe Herkunft

    Nach „Zeige deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft“ schreibt Daniela Dröscher in „Lügen über meine Mutter“ (Kiepenheuer & Witsch, 2022) über eine Kindheit im Hunsrück der 1980er Jahre, die beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt. Ein Buch über subtile Gewalt, Verantwortung, Fürsorge – und eine Frau, die für Selbstbestimmung kämpft.

    „Jahre mit Martha“ (S. Fischer, 2022), der zweite Roman von Martin Kordić, erzählt von Željko, genannt Jimmy, der mit seinen Eltern und Geschwistern zu fünft in einer Zweizimmerwohnung in Ludwigshafen lebt. Er ist fünfzehn, als er sich in Martha verliebt. Eine Professorin in Heidelberg, bei der seine Mutter putzt. Mit Marthas Liebe wächst Željkos Welt. Doch was ist das für eine Welt, die er da betritt, und wen lässt er dafür zurück? Über Geschichten von Familie und Aufstieg sprechen die beiden Gäste mit dem Kölner Lektor Jan Valk.

    Foto: © Marc Doradzillo

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Deutsches Seminar der Universität Freiburg, Georg Brandes-Gesellschaft e. V.

    Datum: 01.12.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Fr
    02.12.22
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Christian Baron: Schön ist die Nacht

    Auftakt der Reihe Herkunft

    Die Lesung muss leider krankheitsbedingt verschoben werden! Der Ersatztermin: 15. Februar 2023. Die bereits erworbenen Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

    Unter dem Titel „Herkunft“ initiiert das Literaturhaus eine „Reihe zu feinen Unterschieden“, die Fragen nach Klasse, Distinktion und Migration stellt. Ausgehend von neuesten Erzähltexten weitet sich im Jahr 2023 ein Gesprächsraum in verschiedene Freiburger Stadtteile. Am zweiten Tag unseres Schwerpunkts stellt der Autor Christian Baron seinen Roman „Schön ist die Nacht“ (Claassen, 2022) vor, der eine ganze soziale Schicht im Westdeutschland der 1970er Jahre porträtiert. Zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit kämpfen Protagonisten wie Willy und Horst um ihren Anteil am Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?

    Christian Barons Debüt „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt die Geschichte seiner Kindheit in prekären Verhältnissen, wurde mehrfach ausgezeichnet und avancierte zum Bestseller. 2021 erschien die mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie „Klasse und Kampf“. Mit dem Autor ins Gespräch tritt der Freiburger Literaturwissenschaftler Dominik Zink.

    Foto: © Marc Doradzillo

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Deutsches Seminar der Universität Freiburg, Georg Brandes-Gesellschaft e. V.

    Datum: 02.12.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Do
    08.12.22
    19:30
    Literaturhaus
    Gespräch
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    Durchs Bücherjahr mit …

    Julia Galandi-Pascual, Heinzl Spagl, René Zipperlen und Hanna Hovtvian

    Die letzten Seiten des sechsten Literaturhaus-Jahres, das vorweihnachtlich glänzende Finale der Saison – und Bücher, die bleiben!

    Über ihre literarischen Entdeckungen des Jahres diskutieren: Julia Galandi-Pascual, die im Herbst vom Freiburger PEAC-Museum zur Marburger Sammlung Pohl wechselt und heute für einen Abend die weißen Räumen für internationale Gegenwartskunst gegen die lichte Literaturhaus-Bühne tauscht. Heinzl Spagl, langjähriges Ensemble-Mitglied des Theaters im Marienbad, Schauspieler und Sprecher, der zusammen mit Renate Obermaier den Reinhold-Schneider-Ehrenpreis 2020 auch für seine unbändige Liebe zur Literatur erhielt. René Zipperlen, der mit seinen Texten die Wochenzeitung Der Sonntag mitprägte und seit Jahresanfang in der Kulturredaktion der Badischen Zeitung für die Literatur zuständig ist. Vervollständigt wird das Quartett von Literaturhaus-Mitarbeiterin Hanna Hovtvian.

    Willkommen zu einem inspirierenden Salon für alle, die gern überraschen und überrascht werden.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Datum: 08.12.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    09.12.22
    15:00
    Junges Literaturhaus
    Wilder Freitag
    < >

    Johanna Schaible: Es war einmal und wird noch lange sein

    Wilder Freitag als Zeitreise (8-12 Jahre, Eltern verboten!)

    „Vor einem Jahr zogen die Vögel nach Süden. Vor einem Monat war noch Herbst. Gestern gab es ein Gewitter. Vor einer Stunde ist die Sonne untergegangen. Vor einer Minute wurde das Licht gelöscht. Jetzt! Wünsch dir was!“

    Von den Dinosauriern über die ersten Schiffe bis hin zu dem, was die Welt noch gar nicht kennt: Johanna Schaibles Bilderbuch „Es war einmal und wird noch lange sein“ (Hanser, 2021) führt wie im Flug durch Jahrmillionen. Ein umwerfender Blick auf das, was war, ist, sein wird. Und ein gestalterischer Geniestreich: Die Schweizer Illustratorin erhielt für ihr Debüt den Schweizer Kinder- und Jugendliteraturpreis 2022. Im Literaturhaus blättert sie in Lesung und Workshop durch die Zeit. Mit Scheren, Schablonen und Collagen basteln die Kinder ihr eigenes Zeitreise-Bilderbuch – zum Verschenken oder Immer-wieder-selbst-Anschauen!

    Foto: © Literaturhaus Freiburg

    Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

    Datum: 09.12.2022, 15–16:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

    Ausverkauft

  • Mo
    12.12.22
    19:30
    Außer Haus
    zwischen/miete
    < >

    Zwischen/miete: Selene Mariani

    Junge Literatur in WGs

    „Italien 2002. Ich weiß nicht, dass mein Leben morgen geteilt wird und ich die erste Hälfte wegwerfen muss.“ Als Ellis ein kleines Kind ist, zerbricht die Ehe ihrer Eltern. Mit ihrer Mutter zieht sie von Italien nach Deutschland. Das Leben in der neuen Umgebung ist schwer, die Kinder in der Schule grenzen sie aus. Eines Tages kommt ein neues Mädchen in die Schule, Grace: Zu ihr entwickelt sich eine Freundschaft, die Ellis Halt gibt, ihr das fehlende Gefühl von Zugehörigkeit ersetzt. Bis Grace plötzlich die Seiten wechselt. Meisterhaft schildert Selene Mariani in ihrem Debütroman „Ellis“ (Wallstein, 2022) eine Kindheit und Jugend zwischen Deutschland und Italien, eine Freundschaft zwischen Nähe und Distanz, erzählt zwischen Erinnerung und Gegenwart.

    Selene Mariani wuchs in Verona und Dresden auf und lebt in Hannover. Sie studierte am Literaturinstitut Hildesheim und ist als Leiterin von Schreibwerkstätten sowie im Vorstand des Vereins Autor*innenzentrum Hannover aktiv. Über ihren ersten Roman spricht sie in unserer Reihe „zwischen/miete“, organisiert und moderiert von einem Team Studierender.

    Foto: © Literaturhaus Freiburg

    Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg

    Mehr unter: www.instagram.com/zwischen.miete

    Datum: 12.12.2022, 19:30 Uhr
    Ort: WG im Rennweg 28 (Hinterhaus)
    Eintritt: 5 Euro (nur Abendkasse)

  • Di
    13.12.22
    17:00
    Literaturhaus
    Druckwerkstatt
    < >

    Riso Club: Weinachtsedition

    Offene Druckwerkstatt mit Papercut

    Wir feiern den Zauber der archaischen Druckmaschine: den ratternden Sound, die handgemachte Ästhetik, die geheimnisvollen Fehler im Druckbild. Alle, denen es jetzt in den Fingern juckt, sind willkommen, denn beim Riso Club im Literaturhaus regiert die weiche Tür. Ein Atelier für Begegnungen zwischen Generationen, Sprachen, Erfahrungen rund um die japanische Schnelldruckmaschine namens Risograph.

    Das Schablonendruckverfahren funktioniert wie Siebdruck – nur eben mechanisch und deshalb einfach und schnell wie ein Kopierer. So entstehen nach eigenen Ideen und Entwürfen Poster, Postkarten und Magazine im Format bis zu DIN A3, Gewichtsklasse 80 bis 240 g/m². Derzeit in Grün, Rot und Violett, umweltfreundlich auf Sojabasis und biologisch abbaubar. Dieses Mal werfen wir Vorlagen und Stifte über Bord und gestalten mit Papercut. Eine weihnachtliche Werkstatt mit Schere, Kleber und Papier: Welcome to the club!

    Riso-Druck: © Andrea Staiger

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V.

    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 13.12.2022, 17–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 7/5 Euro (zzgl. Druckkosten nach Verbrauch)

  • Do
    15.12.22
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
    < >

    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Unser neu gegründeter Buchclub lädt zum literarischen Frühsport: Am 22.9., 20.10., 24.11. und 15.12. diskutieren alle Leselustigen von 10–12 Uhr im Literaturhaus. Offen für alle, Anmeldung erforderlich, Titelliste im Büro (Telefon: 0761-28 99 89 oder per E-Mail: info@literaturhaus-freiburg.de). Herzlich willkommen!

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Datum: 22.09.2022, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    15.12.22
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Ich dachte an die Musik von Michael Jackson. Und dann tat ich etwas, das mich selbst überraschte. Ich trat mit einer einzigen Bewegung den Computermonitor vom Schreibtisch.“ – Martin Kordić: „Jahre mit Martha“ (S. Fischer Verlag, 2022)

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende aller Generationen unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet aufgrund der Winterpause ausnahmsweise am vorletzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation übernimmt Antigone Kiefner.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 15.12.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Di
    20.12.22
    19:30
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Nachholtermin: Édouard Louis: Anleitung ein anderer zu werden

    Zweisprachige Lesung und Gespräch

    Ausverkauft!

    In seinem Debüt „Das Ende von Eddy“ (2015) erzählte der junge französische Autor Édouard Louis die Geschichte einer homosexuellen Befreiung aus einer erdrückenden Kindheit, inspiriert von seiner eigenen. Mit „Anleitung ein anderer zu werden“ (Aufbau, 2022, aus dem Französischen von Sonja Finck) knüpft er nun an diesen ersten Roman an, der ein internationaler Bestseller wurde.

    Mit 26 Jahren hat er schon mehrere Leben hinter sich: eine Kindheit in extremer Armut, die Scham über die eigene Herkunft, die Flucht vom Dorf in die Stadt, nach Paris. Er nimmt einen neuen Namen an, probiert sich aus, erschließt sich neue Welten, liest und schreibt wie ein Besessener: „Das Schreiben ist für mich eine Möglichkeit, die Vergangenheit zu fixieren und mich so vielleicht von ihr zu befreien.“ Über das, was man zurücklässt, um bei sich selbst anzukommen, spricht Édouard Louis mit der Übersetzerin Katja Meintel. Den deutschen Text liest Tim Al-Windawe (Theater Freiburg).

    Foto: © Literaturhaus Freiburg

    Mitveranstalter: Centre Culturel Français, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg, Theater Freiburg und Buchhandlung jos fritz

    Datum: 20.12.2022, 19:30 Uhr
    Ort: Theater Freiburg, Winterer Foyer
    Eintritt: 12/9 Euro (VVK: Theater Freiburg)

    Die Lesung wurde vom 26. September auf den 20. Dezember 2022 verschoben. Bereits erworbene Eintrittskarten können an der Theaterkasse umgetauscht oder zurückgegeben werden.

    Ausverkauft

  • Mo
    09.01.23
    10:00
    Literaturhaus
    Winterfrische
    < >

    Jahreswechsel

    Winterferien: 22.12.2022 bis 09.01.2023

    Mit Dank für Ihr Interesse, Ihre Neugier und allen Austausch in diesem Jahr wünschen wir Ihnen schöne Feiertage und einen schwungvollen Jahreswechsel.

    Nach den Winterferien klappen wir am 9. Januar 2023 die Fensterläden wieder auf und freuen uns auf das neue Programm, durch das Sie auf den folgenden Seiten blättern können.

    Foto: © Literaturhaus Freiburg

    Datum: 09.01.2023, 10 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17

  • Do
    19.01.23
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
    < >

    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Willkommen zum ersten Buchclub des neuen Jahres! Diskutiert wird der bahnbrechende Roman „Die Jahre“ der Nobelpreisträgerin für Literatur 2022 Annie Ernaux. Ihr 2008 in Frankreich unter dem Titel „Les années“ und 2017 in der Übersetzung von Sonja Finck im Suhrkamp-Verlag erschienenes Werk verwebt private Lebenserinnerung und kollektive Geschichte zu einem faszinierenden Panorama der französischen Gesellschaft.

    Als Expertin ist die Literaturkritikerin und langjährige Kulturredakteurin der Badischen Zeitung Bettina Schulte zu Gast. Unser literarischer Frühsport ist offen für alle Leselustigen; um Anmeldung wird gebeten.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 19.01.2023, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt frei

  • Do
    26.01.23
    19:30
    Literaturhaus
    Gastspiel
    < >

    Gastspiel: Liv Strömquist: Im Spiegelsaal

    Lesung mit Storytelling Engines

    Bereits 2003 schrieb die Philosophin Susan Bordo, dass wir in einem „Imperium der Bilder“ leben. In den letzten Jahren wurde diese Theorie mehr und mehr zur Realität: Eine iPhone-Kamera in jeder Hand und dank der weit verbreiteten Social-Media-Nutzung ertrinken wir in einer Flut der Bilder. Wir kommunizieren durch Bilder, wir verabreden uns mittels Bildern, wir berichten aus unserem Leben mit Bildern und wir erfahren über das Leben anderer durch Bilder. Wie hat sich unser Schönheitsempfinden dadurch verändert? Diese Frage untersucht die schwedische Comic-Künstlerin Liv Strömquist augenzwinkernd in fünf Essays, die sich dem Thema jeweils aus einer anderen Perspektive nähern: „Liv Strömquist entzaubert nicht nur Sexualität, sondern auch das Patriarchat. Und das tut sie auf sehr schlaue, lustige und schöne Art.“ – Margarete Stokowski

    Storytelling Engines ist ein Freiburger Künstler*innenkollektiv, verbunden durch das Interesse an einer kollektiven Arbeitsweise und einem erweiterten Theaterbegriff, der die Trennung in Sparten durchlässig macht und verschiedene Materialien und Themen zu politisch relevanten Theaterabenden verarbeitet.

    Cover-Ausschnitt: © avant-verlag

    Eine Veranstaltung von Storytelling Engines in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg
    Special Guest: Nicolay Lissner
    Mehr unter: www.instagram.com/storytelling.engines

    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 26.01.2023, 19:30–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Restkarten an der Abenkasse! Weitere Vorstellungen: 27. und 28.1., 19:30 Uhr

    Ausverkauft

  • Fr
    27.01.23
    19:30
    Literaturhaus
    Gastspiel
    < >

    Gastspiel: Liv Strömquist: Im Spiegelsaal

    Lesung mit Storytelling Engines

    Bereits 2003 schrieb die Philosophin Susan Bordo, dass wir in einem „Imperium der Bilder“ leben. In den letzten Jahren wurde diese Theorie mehr und mehr zur Realität: Eine iPhone-Kamera in jeder Hand und dank der weit verbreiteten Social-Media-Nutzung ertrinken wir in einer Flut der Bilder. Wir kommunizieren durch Bilder, wir verabreden uns mittels Bildern, wir berichten aus unserem Leben mit Bildern und wir erfahren über das Leben anderer durch Bilder. Wie hat sich unser Schönheitsempfinden dadurch verändert? Diese Frage untersucht die schwedische Comic-Künstlerin Liv Strömquist augenzwinkernd in fünf Essays, die sich dem Thema jeweils aus einer anderen Perspektive nähern: „Liv Strömquist entzaubert nicht nur Sexualität, sondern auch das Patriarchat. Und das tut sie auf sehr schlaue, lustige und schöne Art.“ – Margarete Stokowski

    Storytelling Engines ist ein Freiburger Künstler*innenkollektiv, verbunden durch das Interesse an einer kollektiven Arbeitsweise und einem erweiterten Theaterbegriff, der die Trennung in Sparten durchlässig macht und verschiedene Materialien und Themen zu politisch relevanten Theaterabenden verarbeitet.

    Cover-Ausschnitt: © avant-verlag

    Eine Veranstaltung von Storytelling Engines in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg
    Special Guest: Nicolay Lissner
    Mehr unter: www.instagram.com/storytelling.engines

    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 27.01.2023, 19:30–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Sa
    28.01.23
    19:30
    Literaturhaus
    Gastspiel
    < >

    Gastspiel: Liv Strömquist: Im Spiegelsaal

    Lesung mit Storytelling Engines

    Bereits 2003 schrieb die Philosophin Susan Bordo, dass wir in einem „Imperium der Bilder“ leben. In den letzten Jahren wurde diese Theorie mehr und mehr zur Realität: Eine iPhone-Kamera in jeder Hand und dank der weit verbreiteten Social-Media-Nutzung ertrinken wir in einer Flut der Bilder. Wir kommunizieren durch Bilder, wir verabreden uns mittels Bildern, wir berichten aus unserem Leben mit Bildern und wir erfahren über das Leben anderer durch Bilder. Wie hat sich unser Schönheitsempfinden dadurch verändert? Diese Frage untersucht die schwedische Comic-Künstlerin Liv Strömquist augenzwinkernd in fünf Essays, die sich dem Thema jeweils aus einer anderen Perspektive nähern: „Liv Strömquist entzaubert nicht nur Sexualität, sondern auch das Patriarchat. Und das tut sie auf sehr schlaue, lustige und schöne Art.“ – Margarete Stokowski

    Storytelling Engines ist ein Freiburger Künstler*innenkollektiv, verbunden durch das Interesse an einer kollektiven Arbeitsweise und einem erweiterten Theaterbegriff, der die Trennung in Sparten durchlässig macht und verschiedene Materialien und Themen zu politisch relevanten Theaterabenden verarbeitet.

    Cover-Ausschnitt: © avant-verlag

    Eine Veranstaltung von Storytelling Engines in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg
    Special Guest: Nicolay Lissner
    Mehr unter: www.instagram.com/storytelling.engines

    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 28.01.2023, 19:30–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Do
    02.02.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Carolin Amlinger: Schreiben

    Im Gespräch mit Martin Ebel, Thomas Maagh und Annette Pehnt

    „Die mühsam errungene Autonomie der Literatur“, so Carolin Amlinger in ihrer herausragenden Studie „Schreiben“ (Suhrkamp, 2021), ist „keine unumstößliche Tatsache“. Doch statt das Ende der Buchkultur heraufzubeschwören, beschreibt die Literatursoziologin prägnant, klug und erhellend die Geschichte des Buchmarktes, die Dynamiken des aktuellen Literaturbetriebs und die häufig prekären Arbeits- und Lebenswelten zeitgenössischer Autor*innen. Ein Buch, das uns die Welt des Büchermachens erschließt. Diskutiert in einer Runde, die dieser „Soziologie literarischer Arbeit“ nachspürt und einen Blick auf digitale Transformationen sowie die Zukunft des Buchgeschäfts wagt.

    Mit der in Basel lehrenden Forscherin ins Gespräch kommen der freie Literaturkritiker Martin Ebel, der Geschäftsführer des Frankfurter Verlags der Autoren Thomas Maagh und die Freiburger Schriftstellerin und Professorin für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus Annette Pehnt.

    Cover-Ausschnitt: © Suhrkamp Verlag

    Mitveranstalter: Katholische Akademie Freiburg, in Kooperation mit dem Deutschen Seminar der Universität Freiburg

    Datum: 2.02.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Mo
    06.02.23
    19:00
    Außer Haus
    zwischen/miete
    < >

    Zwischen/Miete: Mathilda Prall

    Junge Literatur in WGs

    „Sie fühlt eine Schnur um ihren Bauch und sie fühlt, wie eine andere Person diese Schnur immer weiter zuzieht, weiter und weiter, und sie will nicht, aber was soll sie machen?“ Mini ist Anfang zwanzig und driftet durchs Leben. Ihr Körper und ihre Emotionen sind ihr ein Rätsel, ihre Beziehungen von Selbstzweifeln geprägt. Zwischen Gedankenschleifen und Erinnerungsschnipseln verliert sie sich im unendlichen Instagram-Feed – bis sie mit dem Post eines Aktbilds selbst zur erfolgreichen Influencerin wird.

    In ihrem Debüt „Herzneurosen“ (Schöffling, 2023) erzählt Mathilda Prall mit liebevoll-selbstironischer Stimme vom Hadern einer jungen Frau. Die 2000 in Rostock geborene Autorin studiert in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Malerei. Über ihren ersten Roman spricht sie in unserer Lesereihe „zwischen/miete“, organisiert und moderiert von einem Team Studierender, im Rahmen von „Allerbeste Aussichten. Neue Generation Kunst“.

    Foto: © Studio Photo Shootmedia Atelier Brooklyn Toulouse

    Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg, PEAC Museum

    Mehr unter: www.instagram.com/zwischen.miete

    Datum: 6.02.2023, 19 Uhr
    Ort: PEAC Museum, Robert-Bunsen-Straße 5
    Eintritt: 5 Euro (nur Abendkasse)

  • Di
    07.02.23
    17:00
    Literaturhaus
    Druckwerkstatt
    < >

    Riso Club: Analoge Abenteuer

    Offene Druckwerkstatt mit Gruselkarten

    Wir feiern den Zauber der archaischen Druckmaschine: den ratternden Sound, die handgemachte Ästhetik, die geheimnisvollen Fehler im Druckbild. Ein Atelier für Begegnungen zwischen Generationen, Sprachen, Erfahrungen rund um die japanische Schnelldruckmaschine namens Risograph.

    Das Schablonendruckverfahren funktioniert wie Siebdruck – nur eben mechanisch und deshalb einfach und schnell wie ein Kopierer. So entstehen nach eigenen Ideen und Entwürfen Poster, Postkarten und Magazine im Format bis zu DIN A3, Gewichtsklasse 80 bis 240 g/m². Derzeit in Grün, Rot, Pink und Violett, umweltfreundlich auf Sojabasis und biologisch abbaubar.

    In der ersten Druckwerkstatt des Jahres lädt die Freiburger Illustratorin Vanesa Idiaquez zum Gestalten von Postkarten ein, inspiriert von der nahenden Fastnacht und gruseliger als alle Narrenzünfte und Schwarzwaldhexen zusammen. Welcome to the club!

    Zeichnung: © Vanesa Idiaquez

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V.
    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 7.02.2023, 17–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 7/5 Euro (zzgl. Druckkosten nach Verbrauch)

    Ausverkauft

  • Mi
    08.02.23
    19:30
    Literaturhaus
    Musikalische Lesung
    < >

    Literatur Im Zeichen der Diktatur: Eine Straße in Moskau

    Musikalische Lesung und Diskussion

    In seinem 1928 im Pariser Exil erschienenen Roman „Eine Straße in Moskau“ beleuchtet Michail Ossorgin (1878–1942) die Zeit des Ersten Weltkriegs, der Oktoberrevolution und der Jahre danach. Der Mikrokosmos der Moskauer Straße Siwzew-Wraschek, in der die junge Tanjuscha mit ihren Großeltern lebt, spiegelt sinnbildlich die großen gesellschaftlichen Umwälzungen des frühen 20. Jahrhunderts in der Sowjetunion. Ossorgins Roman behandelt die harten sozialen Einschnitte, die diese historischen Ereignisse mit sich brachten und die in scharfem Gegensatz zur Verklärung des Sowjetkommunismus im heutigen Russland stehen.

    Renate Obermaier, Heinzl Spagl und Thomas Wenk präsentieren Ossorgins Roman (Die Andere Bibliothek, übersetzt von Ursula Keller) als musikalische Lesung. Anschließend findet eine Diskussion mit Prof. Dr. Elisabeth Cheauré zur Bedeutung von Literatur in Zeiten der Diktatur statt.

    Foto: © privat

    Veranstalter: Zwetajewa-Zentrum Freiburg und West-Ost-Gesellschaft Südbaden e. V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg

    Datum: 8.02.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Di
    14.02.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Große Pause mit Anna Bers: Frauen I Lyrik im Unterricht

    Werkstattgespräch für Deutschlehrer*innen der Sekundarstufe und Interessierte

    Eine Anthologie als Debattenbuch: In dem Band „Frauen I Lyrik“ (Reclam, 2020) bündelt die Göttinger Literaturwissenschaftlerin Anna Bers 500 Gedichte von und über Frauen, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Eine Sammlung, die durch ihre Offenheit besticht und fragt, wie sich Mechanismen von Kanon und Wertung produktiv und spielerisch unterlaufen lassen.

    In der „Großen Pause“ blättert Anna Bers durch ihre facettenreiche Auswahl weiblicher Dichtung, die seit 2022 auch als gelbes Reclam-Heft zugänglich ist. Und kommt ins Gespräch darüber, was es für den Deutschunterricht bedeutet, „Kanon“ und „Curriculum“ emanzipatorisch umzudenken. Eine Einladung zur Diskussion.

    Die „Große Pause“, unser offener Austausch mit Impulsen aus der Praxis, richtet sich an alle, die sich für Literatur und ihre Vermittlung begeistern.

    Foto: © privat

    Anmeldung: guede@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 14.02.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Mi
    15.02.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Christian Baron: Schön ist die Nacht

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Dominik Zink

    Nach dem Auftakt im letzten Dezember tourt unsere „Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April durch Freiburger Stadtteile. Unter der Überschrift „Herkunft“ gastiert Christian Baron vorab im Literaturhaus. Sein Debüt „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt die Geschichte seiner Kindheit in prekären Verhältnissen, wurde mehrfach ausgezeichnet und avancierte zum Bestseller. 2021 erschien die mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie „Klasse und Kampf“. Barons aktueller Roman „Schön ist die Nacht“ (Claassen, 2022) porträtiert eine ganze soziale Schicht im Westdeutschland der 1970er Jahre. Zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit kämpfen Protagonisten wie Willy und Horst um ihren Anteil am Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?

    Über sein Schreiben und Fragen nach Klasse, Distinktion und Migration kommt der Autor ins Gespräch mit dem Freiburger Literaturwissenschaftler Dominik Zink.

    Foto: © Hans Scherhaufer

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Deutsches Seminar der Universität Freiburg, Georg Brandes-Gesellschaft e. V.

    Datum: 15.02.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Fr
    17.02.23
    19:30
    Literaturhaus
    Freiburger Andruck
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    Annette Pehnt: Die schmutzige Frau

    Freiburger Andruck

    „Es ist wahr, niemand hält mich hier fest, Meinmann ist kein Wärter und ich keine Gefangene, die Tür ist nicht abgeschlossen, und ich besitze genug Kleidungsstücke, Schuhe, Jacken und Schals, die es mir erlauben würden, angemessen gekleidet dort unten auf die Straße zu treten“

    Annette Pehnt zeichnet in ihrem Versroman „Die schmutzige Frau“ (Piper, 2023) den schmalen Grat zwischen Freiheit und Kaptivität, Selbst- und Fremdbestimmung, Einsamkeit und Unabhängigkeit. Allein in einem großzügigen Apartment über den Dächern der Stadt, fern von Mann und Familie, ist die Ich-Erzählerin scheinbar frei, zu schreiben, zu denken, zu tun, was sie möchte. Aber wie der Schmutzfilm auf der Haut der kleinen Frau in den märchenhaften Geschichten, die sie erfindet, lassen sich die Zwänge nicht wegwischen, die sie umstellen. Das buchstäbliche „Zimmer für sich allein“ wird zum Bild für widersprüchliche Sehnsüchte und subtile Gewalt. Ins Gespräch kommt die Freiburger Autorin mit Katharina Knüppel (Literaturhaus).

    Foto: © Daniel Kunzfeld

    Mitveranstalter: „Freiburger Andruck“: Kulturamt, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg sowie Badische Zeitung

    Datum: 17.02.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • So
    19.02.23
    15:00
    Literaturhaus
    Kawacaj
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    Kawacaj Mit Tasha Levytska Und Pappmaché

    Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

    Figuren entwerfen, Geschichten malen, Geräusche zeichnen – so entstehen Abenteuer auf Papier. Die monatlichen Kawacaj-Sonntagsateliers laden deutsch- und ukrainischsprachige Kinder und Familien zum gemeinsamen Experimentieren, Entdecken und Basteln ein. In mehrsprachigen Workshops kreieren die Teilnehmer*innen unter der Leitung von ukrainischen Künstler*innen mit Schere und Papier ihre eigenen Kunstwerke. Organisiert wird die Reihe vom Freiburger Illustratorinnen-Duo Silke Jaspers und Olesia Sekeresh.

    Die Kawacaj-Premiere feiern wir gemeinsam mit der Kyjiwer Keramik- und Illustrationskünstlerin Tasha Levytska, die alle Zutaten für bunte Pappmaché-Figuren im Gepäck hat. Überdimensionale Nasen, drei Beine oder pinke Augen – eine fantastische Werkstatt!

    Zeichnung: © Silke Jaspers und Olesia Sekeresh

    Mehr zur Künstlerin: www.instagram.com/nushutu

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V., Bündnis für Familie

    Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, den Literaturhaus Förderkreis e. V. sowie die Volksbank Freiburg

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 19.02.2023, 15–17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt frei

  • Do
    23.02.23
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
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    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Unser neu gegründeter Buchclub lädt zum literarischen Frühsport ein: In dieser Ausgabe steht der jüngste Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin Lauren Groff auf der Agenda. „Matrix“ (Claassen, 2022, aus dem Englischen von Stefanie Jacobs) erzählt die Geschichte einer fehlbaren Heldin. Marie soll Priorin eines abgelegenen englischen Klosters werden – ausgerechnet sie, die aus einer Familie von Kriegerinnen stammt und alles andere als fromm ist. Doch in der Abgeschlossenheit des Klosters findet Marie für sich und ihre Schwestern ungeahnte Möglichkeiten von weltlichem Einfluss, Wohlstand und neuer Gemeinschaft: „Ein faszinierender Roman über weiblichen Ehrgeiz, kluge Machtpolitik und den Wunsch nach Freiheit.“ (Deutschlandfunk Kultur)

    Als Experte stößt diesmal René Freudenthal, Programmmacher aus dem Freiburger Carl-Schurz-Haus, zur Runde. Das Format ist offen für alle Leselustigen; um Anmeldung wird gebeten.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 23.02.2023, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    23.02.23
    12:30
    Literaturhaus
    Lange Tafel
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    Lange Tafel Mit Ehrengast Amanda Michalopoulou

    Bei Suppe und Brot mit Bücherfreund*innen

    Wir laden ein zu Suppe und Brot an der langen Tafel mit Freiburger Autor*innen, Übersetzer*innen und Bücherfreund*innen. Darunter Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins und solche, die es werden wollen.

    Als Ehrengast begrüßen wir mit Amanda Michalopoulou eine international gefeierte griechische Autorin, deren Romane und Kurzgeschichten in mehr als 20 Sprachen übersetzt sind. Auf Einladung von Atelier Mondial lebt sie zurzeit als Artist in Residence in Münchenstein bei Basel. Als eine griechische Elena Ferrante beschreibt sie ihr Verlag Bahoe Books, bei dem „Warum ich meine beste Freundin tötete“ (übersetzt von Michaela Prinzinger, 2022) erschien. Aus dem Leben der beiden so unterschiedlichen wie unzertrennlichen Freundinnen Maria und Anna liest um 12:30 Uhr die Freiburger Dramatikerin Theresia Walser. Im Anschluss an die Kurzlesung gibt es Gelegenheit für Tischgespräche über diesen autobiografisch inspirierten Roman vor dem Hintergrund der aufblühenden sozialen Bewegungen im Griechenland der 1990er Jahre – auch mit der Autorin selbst. Es ist angerichtet!

    Foto: © Julian Salinas

    Anmeldung bis 17.02. unter: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 23.02.2023, 12:30–14 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt und Suppe: 5 Euro (nur Tageskasse)

  • Do
    23.02.23
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
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    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    Die Februar-Ausgabe der offenen Textwerkstatt muss leider entfallen. Das nächste literarische Werkstattgespräch findet am 30. März statt. Texteinsendungen bis zum 23. März an info@literaturhaus-freiburg.de

    „Die fünfzigtausend Wörter sind zu Sätzen gefügt. Das ist Sprache. Vielleicht fischt eine neugierige junge Person eines der weggeworfenen Bücher aus dem Altpapier und findet darin für sich das Wichtige. So zirkuliert das Papier. So zirkuliert der Geist.“ – Arno Geiger: „Das glückliche Geheimnis“ (Hanser, 2023)

    Unsere Reihe ist offen für alle: Schreibende wie Interessierte, die gern über Texte im Entstehen diskutieren. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation übernehmen im Wechsel Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest, diesmal Eberhard Bittcher.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 23.02.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Di
    28.02.23
    19:30
    Literaturhaus
    Gespräch
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    SWR-Bestenliste

    Mit Nicola Steiner, Gregor Dotzauer und Jan Wiele, Moderiert von Carsten Otte

    In Deutschland erscheinen rund 90.000 Buchtitel pro Jahr, fast 250 Titel am Tag. Eine Jury aus derzeit 30 renommierten Literaturkritiker*innen wählt jeden Monat zehn Bücher auf die „SWR-Bestenliste“, denen sie möglichst viele Leser*innen wünscht. Während die üblichen Bestsellerlisten auf das Bekannte und Etablierte vertrauen, ist die „SWR-Bestenliste“ auf der Suche nach Neuentdeckungen, nach unbekannten Autor*innen, für die nicht gleich der große Werbeetat eines Verlags zur Verfügung steht, die aber Aufmerksamkeit verdienen. Das garantiert monatlich immer wieder Neues, Überraschendes und Unterhaltsames.

    Über die Liste des Monats März diskutieren Nicola Steiner, die aktuell den SRF Literaturclub moderiert und ab Herbst 2023 das Literaturhaus Zürich leiten wird, Gregor Dotzauer, der als Kulturredakteur beim Berliner Tagesspiegel arbeitet und daneben essayistische Texte veröffentlicht, und der FAZ-Literaturredakteur Jan Wiele. Die Moderation übernimmt Carsten Otte (SWR2). Das Gespräch im Literaturhaus wird aufgezeichnet und am 5. März um 17:05 Uhr im SWR 2 gesendet.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Veranstalter: SWR, in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg

    Datum: 28.02.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Di
    07.03.23
    19:30
    Literaturhaus
    Hommage
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    Wilhelm Genazino

    Hommage an einen Waghalsigen von Anja Hirsch, Lesung: Thomas Sarbacher

    80 Jahre alt wäre Wilhelm Genazino am 22. Januar 2023 geworden. Zehn Jahre zuvor notierte er für eine kleine Geburtstagsrede: „Man muss kein neues Leben mehr anfangen. Man darf sich früherer Anfänge erinnern und erstaunt sein, was man alles ausprobiert hat.“ Ihrem Erstaunen folgt an diesem Abend die Journalistin und Autorin Anja Hirsch, die seit langem im Werk des Georg-Büchner Preisträgers wandelt und sich dem großen Erzähler auch in ihrer Dissertation „Schwebeglück der Literatur“ nähert.

    Die Literaturhaus-Reihe „Hommage an eine(n) Waghalsige(n)“ fragt nach Lesebiografien, Erweckungserlebnissen, Herzensbüchern. Anja Hirsch blickt auf Bücher aus vier Jahrzehnten bis zu den postum erscheinenden Aufzeichnungen „Der Traum des Beobachters“ (Hanser, 2023). Notizen wie ein Schlüssel zum Werk, die den Autor als verzweifelten Glückssucher, als hochsensiblen Zeitzeugen und funkelnden Aphoristiker zeigen. Seine Texte liest der Schauspieler Thomas Sarbacher.

    Motiv: © Hans Traxler

    Die Veranstaltung findet im Rahmen eines deutschlandweiten Festivals zu Wilhelm Genazino statt, initiiert von Ulrich Rüdenauer. Freundlich unterstützt von Lotto Baden-Württemberg, gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

    Datum: 07.03.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Mi
    08.03.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
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    Verschoben: Kim de l’Horizon: Blutbuch

    Lesung und Gespräch mit Charlotte Milsch

    Bitte beachten: Die Veranstaltung muss aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden. Ersatztermin: Montag, 1. Mai 2023, 19:30 Uhr im Haus der Jugend. Bereits erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

    Im Garten der Großmutter wächst eine Blutbuche. Unter ihrem roten Laub verbringt das scheue Kind die Sommer und möchte so groß und stark wie sie werden. Das Kind wird erwachsen, zieht nach Zürich. Als die Großmutter an Demenz erkrankt, versucht es sich zu erinnern, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, mit dem eigenen Ich, das fluide ist und keinen Zuschreibungen von Geschlecht und Begehren entspricht.

    In einer poetischen, beweglichen Sprache erzählt Kim de l’Horizon in „Blutbuch“ (Dumont, 2022) von Sexualität und Scham, Familie und Selbstfindung. Mit diesem stilistischen und formalen Wagnis hat de l’Horizon „erzählerisches Neuland betreten“, rühmt die Jury des Schweizer Buchpreises 2022. In jeder Szene entfalte sich „eine Dringlichkeit und literarische Innovationskraft“, heißt es in der Begründung zum Deutschen Buchpreis 2022. In unserer Reihe „Girl, Woman, Other“ spricht Kim de l’Horizon über das aufsehenerregendste Debüt des letzten Jahres mit der Moderator*in und Autor*in Charlotte Milsch.

    Foto: © Anne Morgenstern

    Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

    Mitveranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Buchhandlung jos fritz, Feministische Geschichtswerkstatt e. V., Radio Dreyeckland

    Datum: 08.03.2023, 19:30 Uhr
    Ort: St. Ursula Gymnasium, Aula, Bismarckallee 14
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Do
    09.03.23
    19:30
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
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    Verschoben: Sabrina Janesch: Sibir

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Carolin Callies und Christiane Kolodziej

    Bitte beachten: Die Veranstaltung muss aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden. Ersatztermin: Dienstag, 9. Mai 2023, 19:30 Uhr in der Mediothek Rieselfeld.

    Sabrina Janesch erzählt in ihrem fünften Roman „Sibir“ (Rowohlt, 2023) in leuchtenden Farben von zwei Kindheiten, einmal in Zentralasien nach dem Zweiten Weltkrieg, einmal fünfzig Jahre später in Norddeutschland. Dabei verbindet sie in meisterhaftem Bogen unbekannte, unerzählte Kapitel der deutsch-russischen Geschichte miteinander. Ein Buch über die Suche nach Heimat, die Geister der Vergangenheit und die Liebe, die sie zu besiegen vermag.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Frank Zauritz

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperieren daneben: Mediothek Rieselfeld, Büchertreff im k.i.o.s.k. Rieselfeld

    Datum: 9.3.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, 79111 Freiburg
    Eintritt frei

  • So
    19.03.23
    15:00
    Literaturhaus
    Kawacaj
    < >

    Kawacaj mit Oksana Drachkovska und Pop-Up-Postkarten

    Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

    Figuren erfinden, Geschichten malen, Geräusche zeichnen – so entstehen Abenteuer auf Papier. Diesmal richtet die aus Lviv stammende Illustratorin Oksana Drachkovska gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen ihre Traumhäuser als Pop-Up-Postkarten ein. Ein fantastisches Zuhause im Taschenformat!

    Die vom Freiburger Illustratorinnen-Duo Silke Jaspers und Olesia Sekeresh organisierte Serie von Kawacaj-Sonntagsateliers lädt deutsch- und ukrainischsprachige Kinder und Familien zum gemeinsamen Experimentieren, Entdecken und Basteln ein. In mehrsprachigen Werkstätten mit ukrainischen Künstler*innen kreieren die Teilnehmer*innen mit Schere und Papier ihre eigenen Kunstwerke.

    Grafik: © Silke Jaspers und Olesia Sekeresh

    Mehr zur Künstlerin: www.illo.agency/oksana-drachkovska

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V., Bündnis für Familie

    Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, den Literaturhaus Förderkreis e. V. sowie die Volksbank Freiburg

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 19.03.2023, 15–17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt frei

    Ausverkauft

  • Di
    21.03.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Arno Geiger: Das glückliche Geheimnis

    Lesung und Gespräch mit Bettina Schulte

    Ausverkauft!

    Frühmorgens bricht ein junger Mann mit dem Fahrrad in die Straßen der Stadt auf. Was er dort tut, bleibt sein Geheimnis. Zerschunden und müde kehrt er zurück. Und oft ist er glücklich. Dieser junge Mann ist der 24-jährige Arno Geiger. Ein Vierteljahrhundert hat der Schriftsteller auf nächtlichen Streifzügen durch Wien den hochtourigen „Wegwerfbetrieb“ unserer Gesellschaft durchforstet: „Im Müll wohnt die Wahrheit. Und die Wahrheit muss irgendwann heraus: Das Leben besteht aus Unordnung, Verwirrung, Dreck und Tod. Wie ein wüst hingeschütteter Misthaufen ist die schönste, vollkommenste Welt.“

    Eben dieser wüst schönen Welt hat Arno Geiger sich verschrieben. Im Wortsinn. Was der Zufall ihm von der Straße auf den Schreibtisch warf, fand Eingang in sein Schreiben, in sein Leben. Pointiert, offen und voller Witz erzählt er in „Das glückliche Geheimnis“ (Hanser, 2023) von Anläufen und Enttäuschungen, vom Finden und Wegwerfen und schließlich vom Glück des Gelingens.

    Darüber, welche Wahrheit im Geheimen, im Verborgenen oder Erfundenen liegt, spricht Arno Geiger mit der Literaturkritikerin Bettina Schulte.

    Foto: © Heribert Corn

    Mitveranstalter: Buchhandlung Schwarz

    Datum: 21.03.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Do
    23.03.23
    19:30
    Außer Haus
    Freiburger Andruck
    < >

    Susanne Fritz: Heinrich

    Freiburger Andruck

    Nach ihrer persönlichen, für den Deutschen Buchpreis nominierten Spurensuche „Wie kommt der Krieg ins Kind“ wendet sich die Freiburger Autorin und Regisseurin Susanne Fritz in „Heinrich“ (Wallstein, 2023) ihrem Vater zu. Die Geschichte beginnt mit einem Unfall: Ein Spiegel geht zu Bruch. Kurz zuvor hatte der kleine Heinrich seine Zukunft darin erblickt, die nun verloren scheint. Oder lassen sich die Scherben wieder zu einem Ganzen fügen? Als die Deutschen im Herbst 1939 in die polnische Kleinstadt einmarschieren, in der er als Kind einer geschiedenen Frau und Angehöriger der deutschen Minderheit aufwächst, locken Aufstiegschancen, die in Kriegseinsatz und Gefangenschaft enden. 1949 gelangt er nach Westdeutschland, gründet eine Familie, feiert Erfolge als Architekt und Unternehmer. Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los.

    Traum und Erinnerung, Chronik und Fiktion verwebend, fragt Susanne Fritz: Was können wir über den anderen wissen, was über uns selbst? Wie sehr prägen uns Herkunft und Kindheit? Sie spricht mit Hanna Hovtvian (Literaturhaus).

    Foto: © Julius Erker

    Mitveranstalter: „Freiburger Andruck“: Kulturamt, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg sowie Badische Zeitung

    Datum: 23.03.2023, 19:30 Uhr
    Ort: SWR Studio Freiburg, Schlossbergsaal, Kartäuserstraße 45
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    24.03.23
    15:00
    Literaturhaus
    Wilder Freitag
    < >

    Elisabeth Steinkellner: Nicht stören lassen beim Träumen

    Wilder Freitag für kleine Wortakrobat*innen (ab 6 Jahre)

    Neben einem Schwan im Bus hocken oder tief in die Nacht gucken, bis ein Löwenzahn vom Mond fällt? Mit einem Chamäleon einen Camembert verspeisen oder einen erbsengrünen Esel treffen? Kein Problem! Ein Satz – und Elisabeth Steinkellner steht am Strand, im Wald, am Gemüsestand. In den Texten der Kinder- und Jugendbuchautorin knattert, schnurrt, surrt und flutscht es, gereimt und ungereimt. Mit schillernder Erzählkunst schüttelt Elisabeth Steinkellner die Worte durcheinander und stupst die Buchstaben in Position.

    Aus Österreich, dem diesjährigen Gastland der Leipziger Buchmesse, reist die preisgekrönte Schriftstellerin nach Freiburg. Im Gepäck einige ihrer schönsten Kinderbücher wie „Wer fürchtet sich vorm lila Lachs?“ (Luftschacht, 2022) und „Vom Flaniern und Weltspaziern“ (Tyrolia, 2019).

    Cover-Ausschnitt: © Luftschacht Verlag

    Vormittags liest die Autorin für Klassen 7 und 8 aus ihrem Jugendbuch „Esther und Salomon“ (Tyrolia, 2021).

    Information und Anmeldung: guede@literaturhaus-freiburg.de

    Die Veranstaltungen finden im Rahmen von „meaoiswiamia – Gastland Österreich“ bei der Leipziger Buchmesse 2023 statt.

    Gefördert von der Volksbank Freiburg

    Datum: 24.03.2023, 15–16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

  • Sa
    25.03.23
    19:00
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Paul Brodowsky: Väter

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit der Autorin Sterna Meinhardt und Jenny Warnecke

    Ein Jahrhundert deutsche Geschichte steckt im Roman „Väter“ (Suhrkamp, 2023). Auf der Suche nach den Prägungen durch Großväter und Väter spannt der 1980 geborene Paul Brodowsky einen Bogen von der NS-Zeit bis in die Gegenwart – zu seinen eigenen Kindern und seiner Rolle als Vater. Welche überkommenen Ideale und patriarchalen Vorstellungen haben sich in ihn eingeschrieben? Und wie gibt er sie selbst weiter? Erinnerungen, Recherche und Reflexionen verdichten sich zu einem Bild der BRD nach der Zeit des Nationalsozialismus.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Heike Steinweg

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperieren daneben: Nachbarschaftswerk e. V., Quartierstreff am Lindenwäldle, im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2023

    Datum: 25.3.2023, 19 Uhr
    Ort: Adolf-Reichwein-Bildungshaus, Bugginger Straße 83, 79114 Freiburg
    Eintritt frei, Spenden willkommen

  • Mo
    27.03.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Judith Hermann: Wir hätten uns alles gesagt

    Lesung und Gespräch mit Thomas Geiger

    Ausverkauft!

    Nach dem großen Erfolg von „Daheim“ denkt Judith Hermann darüber nach, was Schreiben und Leben zusammenhält und miteinander verbindet. Wahrheit, Erfindung und Geheimnis. Wo beginnt eine Geschichte und wo hört sie auf? Wie verlässlich ist unsere Erinnerung, wie nah sind unsere Träume an der Wirklichkeit.

    „Wir hätten uns alles gesagt“ (S. Fischer, 2023) war ursprünglich die Frankfurter Poetikvorlesung von Judith Hermann, die sie 2021 gehalten hat. Aber im Schreiben hat sie sich verwandelt zu einer Geschichte, die mehr ist als eine Autobiografie und mehr als Poetik. Die auch mehr ist als die Schilderung eines unkonventionellen Lebens, als der Abschied von den Eltern und der Stadt, dem Glück im Sommer an der See. Wie in ihren Romanen und Erzählungen fängt Judith Hermann ein ganzes Lebensgefühl ein: Mit klarer poetischer Stimme schreibt sie von der empfindsamen Mitte des Lebens, von Freundschaft, Aufbruch und Freiheit. Moderation: Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin).

    Foto: © Andreas Reiberg

    Mitveranstalter: Buchhandlung Rombach

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

    Datum: 27.03.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Do
    30.03.23
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
    < >

    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Willkommen zum nächsten Buchclub – heute mit Gänsehaut-Garantie: „Wo der Wolf lauert“ von Ayelet Gundar-Goshen (Kein & Aber, 2021, aus dem Hebräischen von Ruth Achlama) ist ein psychologisch raffinierter Roman über die langen Schatten unserer Herkunft und darüber, dass uns oft die Menschen das größte Rätsel bleiben, die wir am besten zu kennen glauben: unsere Kinder.

    Der literarische Frühsport im Literaturhaus ist offen für alle Leselustigen; um Anmeldung wird gebeten.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer, Cover-Ausschnitt: © Kein & Aber Verlag

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 30.03.2023, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    30.03.23
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Ich werde mich jetzt hinsetzen und das Schreiben, diese Dachluke im Nebel der Dinge, öffnen und schauen, was kommt.“
    – Kim de l’Horizon: „Blutbuch“ (Dumont, 2022)

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende aller Generationen unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation dieser Ausgabe übernimmt Ralf Kiefer.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 30.03.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    30.03.23
    19:30
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Behzad Karim Khani: Hund, Wolf, Schakal

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit René Zipperlen

    Saam stammt aus dem Iran. Verzweifelt versucht er, sich in einem von arabischen Gangs dominierten Berlin-Neukölln zu behaupten. In seinem spektakulären Debütroman „Hund, Wolf, Schakal“ (Hanser Berlin, 2022) schreibt Behzad Karim Khani über die komplizierten Schicksale von Revolutionären, Kleindealern und Messerstechern. Dabei entsteht ein ganz eigener Sound, der die Melancholie iranischer Prosa mit der Härte afroamerikanischen Raps verbindet.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Valerie Benner

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperieren daneben: Wundertüte – AG im Lokalverein Freiburg-Haslach e. V.,
    Stadtteilbibliothek Haslach

    Datum: 30.3.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Südufer, Haslacher Straße 41, 79115 Freiburg
    Eintritt frei, Spenden willkommen

  • Fr
    31.03.23
    11:00
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Christian Duda: Baumschläfer

    Herkunft: Lesung und Gespräch

    In seinem Jugendroman „Baumschläfer“ (Beltz, 2022) erzählt Christian Duda von Marius, der durch alle Maschen des sozialen Netzes fällt und schließlich auf der Straße landet. Über diese wahre Geschichte und unbequeme Fragen kommt er ins Gespräch mit Jugendlichen der Staudinger Gesamtschule und anderen Interessierten.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Ferdinando Iannone

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperieren daneben: Stadtteilbibliothek Haslach, Staudinger Gesamtschule

    Datum: 31.3.2023, 11–13 Uhr
    Ort: Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Straße 59, 79115 Freiburg
    Eintritt frei

  • Di
    04.04.23
    19:00
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Dinçer Güçyeter: Unser Deutschlandmärchen

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Jürgen Reuß

    „Unser Deutschlandmärchen“ (Mikrotext, 2022) ist eine Familiengeschichte in vielen Stimmen. Dinçer Güçyeter erzählt vom Schicksal türkischer Griechen, von archaischer Verwurzelung in anatolischem Leben und von der Herausforderung, als Gastarbeiterin und deren Nachkomme in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. Ein „Mutter-Sohn-Duett“ nennt er selbst diesen Roman, der in der Erzählung seiner persönlichen Geschichte das Porträt einer ganzen Generation von Gastarbeiter*innen zeichnet.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © palagrafie

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperiert daneben: Kreativpioniere Freiburg / Schildacker e. V.

    Datum: 4.4.2023, 19 Uhr
    Ort: Schopf 2, Schopfheimer Straße 2, 79115 Freiburg
    Eintritt frei, Spenden willkommen

  • Mo
    17.04.23
    20:00
    Außer Haus
    Leseperformance
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    Olivia Wenzel: 1000 Serpentinen Angst

    Herkunft: Leseperformance und Gespräch mit Rufine Songué

    „1000 Serpentinen Angst“ (S. Fischer, 2020) kreist um das Leben einer jungen, in der DDR geborenen, schwarzen Frau. Mit rasanten Sprüngen zwischen Zeiten, Bildern und Orten verbindet Olivia Wenzel Familiengeschichte und Gesellschaftsanalyse. Von Berlin über Vietnam, Marokko, die USA, Polen und zurück nach Thüringen, von der linientreuen Großmutter über die rebellierende Mutter bis zum verlorenen Zwillingsbruder erzählt dieses temporeiche Romandebüt von Ausgrenzung und Einsamkeit, von Herkunft und Verlust, aber auch von Humor und Lebensfreude.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Juliane Hahn

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperiert daneben: zusammen leben e. V.

    Datum: 17.4.2023, 20 Uhr
    Ort: zuka solicafé im Haus der Jugend, Uhlandstraße 2, 79102 Freiburg
    Eintritt frei

    Am Vormittag des 18.4. um 11 Uhr liest Olivia Wenzel auf Einladung des UWC College aus der englischen Übersetzung „1000 Coils of Fear“ (Dialogue Books, 2022) und kommt ins Gespräch mit Schüler*innen. Interessierte sind herzlich willkommen! Weitere Informationen finden sich hier.

  • Mi
    19.04.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
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    Helmut Böttiger: Die Jahre der wahren Empfindung

    Lesung und Gespräch mit Karl-Heinz Ott über die wilde Literatur der 70er Jahre

    Die 70er Jahre waren ganz anders. Gerade die seit 1968 verbreitete Parole vom „Tod der Literatur“ löste eine wuchernde Blütezeit der Literatur aus! Überall wurden kleine alternative Literaturzeitschriften, Verlage und Buchhandlungen gegründet. Eine neue Generation begann nach Freiräumen für die eigene Subjektivität zu suchen. Peter Schneiders „Lenz“ wirkte wie ein Fanal, es entstand eine von der angloamerikanischen Beat-Generation beeinflusste Lyrik, feministische Romane wurden zu Bestsellern und gleich mehrere Autor*innen wandten sich den Prägungen durch ihre Naziväter zu.

    In dieser Aufbruchsstimmung gründete 1975 eine Gruppe aus der undogmatischen Linken die Freiburger Buchhandlung jos fritz. Im Vorfeld des 50-jährigen Ladenjubiläums blicken die Buchhändler*innen mit dem jüngsten Buch des Literaturwissenschaftlers und Autors Helmut Böttiger auf die anarchischen Anfangsjahre zurück. Durch den Abend führt der Schriftsteller Karl-Heinz Ott.

    Foto: © Cordula Giese

    Veranstalter: Buchhandlung jos fritz in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg

    Datum: 19.04.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Do
    20.04.23
    19:00
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Ronya Othmann: die verbrechen

    Lesung und Gespräch mit Theresa Roessler

    „wir werden die detonation rückwärts lesen.“ Die Wörter in Ronya Othmanns erstem Gedichtband kennen keine Grenzen für Zeiten, Begehren und Nationen. Widerständig und zugleich verletzlich tragen sie einen neuen Ton in die Gegenwart, erzählen von der Fremde des eigenen Lebens und einem nie endenden Heimweh – von allem, „wovon du weißt, wenn du deine augen schließt“.

    Die Lesung aus „die verbrechen“ (Hanser, 2021) findet im Rahmen der Ausstellung „Mock Kings“ von Jala Wahid (01.04.–14.05.2023) statt. Im Freiburger Kunstverein münden Othmanns Gedichte in einen Austausch über Flucht und Vertreibung, Naturzerstörung in Kriegszeiten und eine Diskussion zu Identitätskategorien mit Kuratorin Theresa Roessler. In ein Gespräch, das mit dem Newroz Fest und den Verbrechen an der Archäologie thematisch Brücken zur aktuellen Ausstellung schlägt.

    Die 1993 geborene Autorin erhielt für ihren Debütroman „Die Sommer“ den Mara-Cassens-Preis 2020, gewann den Lyrik-Preis des Open Mike und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. Seit 2021 schreibt Ronya Othmann für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Kolumne „Import Export“.

    Foto: © Cihan Cakmak

    Eine Veranstaltung des Kunstverein Freiburg in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg, der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und der Buchhandlung jos fritz. Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

    Weitere Informationen zur Ausstellung: www.kunstvereinfreiburg.de

    Datum: 20.04.2023, 19 Uhr
    Ort: Kunstverein Freiburg, Dreisamstraße 21
    Eintritt frei

  • Fr
    21.04.23
    15:00
    Literaturhaus
    Wilder Freitag
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    Julia Willmann und Alexandra Junge: Ganz oben fliegt Lili

    Wilder Freitag mit Loopings und Live-Zeichnen (ab 6 Jahre)

    Beim Versuch, aus der Stube hinaus ins Licht zu gelangen, prallt die kleine Fliege Lili so heftig mit dem Kopf gegen die Fensterscheibe, dass sie ihr L verliert. Als „keine Fiege ii“ findet sie ins Freie und macht sich auf eine weite Reise. Denn kaum geschlüpft, weiß ii genau, wo sie hingehört: in die Alpen! Ihr Glück bei diesem tollkühnen Plan: Als Schwebfliege hat ii gelbe Streifen, und so sehr sie auch beteuert, eine „Fiege“ zu sein, fressen will sie niemand.

    Der neue Kinderroman der Autorin und Drehbuchschreiberin Julia Willmann, ausgezeichnet mit dem Mannheimer Feuergriffel, ist eine Liebeserklärung an die entzückendste Fliege der Welt, wunderschön bebildert von der Freiburger Bilderbuchkünstlerin Alexandra Junge. Und keineswegs nur ausgedacht: „Ganz oben fliegt Lili“ (Peter Hammer, 2023) beruht auf ausführlichen Recherchen der Autorin zur Schwebfliege, die als eine der wichtigsten Bestäuberinnen im Ökosystem in ihrem kleinen Leben viele tausend Kilometer zurücklegt.

    Cover-Ausschnitt: © Peter Hammer Verlag

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. sowie von der Volksbank Freiburg.

    Datum: 21.04.2023, 15–16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

  • Fr
    21.04.23
    19:00
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
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    Esther Kinsky: Weiter Sehen

    Lesung und Gespräch

    Esther Kinsky ist Schriftstellerin, Übersetzerin, Fotografin, ausgesprochen cinéphil und polyglott. Das Kommunale Kino präsentiert die vielfältigen Begabungen und Leidenschaften dieser besonderen Künstlerin und lädt ein zur Premierenlesung aus ihrem im April erscheinenden Buch „Weiter Sehen“ (Suhrkamp, 2023) und der gleichnamigen Fotoausstellung. Beeindruckende Filme, die der Autorin am Herzen liegen, werden im Kino gezeigt und von Esther Kinsky kurz eingeführt.

    »Weiter Sehen« beschäftigt sich mit der Philosophie und dem Raum des Sehens. Nicht zufällig steht dabei ein kleines Kino in der südungarischen Provinz im Mittelpunkt: „Wohin mit dem Blick? Beim Sehen geht es um zweierlei: Was man sieht und Wie man sieht. […] Beim Wie geht es um den Platz, den man selbst sehend einnimmt. Um die Distanz zu den Dingen, Bildern, zum Geschehen, zu Nähe und Ferne, zur Weite. Die Weite ist mehr als Ferne, sie ist das, was man an Möglichkeit zulässt. Das gilt für das Sehen von Landschaft, Gelände, von Menschen, von Kunst. Im vergangenen Jahrhundert ist kein Ort für das Wie des Sehens, für die Besinnung auf den Platz, den man sich sehend zuweist oder nimmt, so bedeutend gewesen wie das Kino […].“

    Esther Kinsky, geboren in der Nähe von Köln, wuchs im Rheinland auf. Für ihr umfangreiches Werk, das Lyrik, Essays und Erzählprosa ebenso umfasst wie Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen, wurde sie mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Paul-Celan-Preis, dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis und zuletzt mit dem Kleist-Preis 2022. Der Übersetzungstätigkeit und dem Leben mit vielen Sprachen entspricht ein Leben in verschiedenen Ländern, u.a. in London, Berlin und Battonya im Südosten Ungarns, derzeit im Friaul in Norditalien.

    Foto: © Suhrkamp Verlag

    Veranstalter: Kommunales Kino in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

    Mehr zum Programm unter: www.koki-freiburg.de/esther-kinsky-fotoausstellung

    Datum: Lesung: 21.4.2023, 19 Uhr
    Ausstellungseröffnung: 21.4. 2023, 20:30 Uhr
    Ort: Kommunales Kino, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
    Eintritt: 12/8 Euro

  • So
    23.04.23
    15:00
    Literaturhaus
    Kawacaj
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    Kawacaj mit Romana Ruban und Stempelwerkstatt

    Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

    Ärmel hochgekrempelt, Schnitzmesser gezückt: Aus Radiergummis, Korken und Holz entstehen in wenigen Handgriffen erstaunlich einfache Stempel und famose Motive. Die im Nu auf Papier verewigt werden. Auf zum Kawacaj mit der Kyjiwer Buchgestalterin und Illustratorin Romana Ruban, die das Literaturhaus in eine Stempelwerkstatt verwandelt!

    Die vom Freiburger Illustratorinnen-Duo Silke Jaspers und Olesia Sekeresh organisierten Kawacaj- Mitmach-Sonntage laden deutsch- und ukrainischsprachige Kinder und Familien zum gemeinsamen Experimentieren, Entdecken und Basteln ein. In mehrsprachigen Workshops kreieren die Teilnehmer*innen unter der Leitung von ukrainischen Künstler*innen ihre eigenen Kunstwerke.

    Zeichnung: © Silke Jaspers und Olesia Sekeresh

    Mehr zur Künstlerin: www.instagram.com/romanaruban

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V., Bündnis für Familie

    Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, den Literaturhaus Förderkreis e. V. sowie die Volksbank Freiburg

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 23.04.2023, 15–17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17
    Eintritt frei

  • Mo
    24.04.23
    19:30
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
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    Marlen Hobrack: Schrödingers Grrrl

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Fabienne Imlinger

    Eine Dresdner Hartz-IV-Empfängerin, die zum Literaturstar avanciert: Mara Wolf – Schulabbrecherin, Anfang zwanzig, depressiv, arbeitslos – lässt sich von PR-Agent Hanno überreden, sich als Romanautorin auszugeben. Eigentlich hat ein alter weißer Mann den Text geschrieben, aber das verkauft sich heutzutage nicht mehr. Nach ihrem Sachbuch „Klassenbeste“ erzählt Marlen Hobrack in ihrem Romandebüt „Schrödingers Grrrl“ (Verbrecher, 2023) humorvoll von einer Hochstaplerin wider Willen.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Amac Garbe

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperieren daneben: FABRIK für Handwerk, Kultur und Ökologie e. V.

    Datum: 24.4.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Druckerei Schwarz auf Weiss, Habsburgerstraße 9, 79104 Freiburg
    Eintritt frei, Spenden willkommen

  • Di
    25.04.23
    17:00
    Literaturhaus
    Druckwerkstatt
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    Riso Club: Analoge Abenteuer

    Offene Druckwerkstatt mit Plakatkunst

    Wir feiern den Zauber der archaischen Druckmaschine: den ratternden Sound, die handgemachte Ästhetik, die geheimnisvollen Fehler im Druckbild. Ein Atelier für Begegnungen zwischen Generationen, Sprachen, Erfahrungen rund um die japanische Schnelldruckmaschine namens Risograph.

    Das Schablonendruckverfahren funktioniert wie Siebdruck – nur eben mechanisch und deshalb einfach und schnell wie ein Kopierer. So entstehen nach eigenen Ideen und Entwürfen Poster, Postkarten und Magazine im Format bis zu DIN A3, Gewichtsklasse 80 bis 240 g/m². Derzeit in Grün, Rot, Pink und Violett, umweltfreundlich auf Sojabasis und biologisch abbaubar.

    Gemeinsam mit der Freiburger Gestalterin Silke Jaspers entstehen in dieser Ausgabe kleine Welten aus Schrift und Bild. Welcome to the club!

    Zeichnung: © Ludmilla Bartscht

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V.
    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 25.04.2023, 17–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 7/5 Euro (zzgl. Druckkosten nach Verbrauch)

    Ausverkauft

  • Do
    27.04.23
    10:00
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
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    Luna Al-Mousli: Eine Träne. Ein Lächeln

    Herkunft: Lesung und Gespräch im Frauencafé

    Zweisprachig, Arabisch und Deutsch, führt Luna Al-Mousli in ein Syrien vor dem Krieg: Um die Jahrtausendwende schwimmen Wassermelonen zum Kühlen im Pool, Luna sitzt auf riesigen orientalischen Teppichen und sucht nach Fehlern im Ornament. Als sie 14 Jahre alt ist, zieht die Familie von Damaskus nach Wien. Mit dem Bürgerkrieg setzt die Erinnerung in „Eine Träne. Ein Lächeln“ (weissbooks, 2016) ein. Im Gepäck hat die 1990 geborene Autorin und Grafikdesignerin auch ihren neuesten Band – „Um mich herum Geschichten“ (Westend, Edition W, 2022).

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Marie Christine Golner Schmid

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperiert daneben: Haus der Begegnung Freiburg-Landwasser e. V.

    Datum: 27.4.2023, 10 Uhr
    Ort: Haus der Begegnung, Habichtweg 48, 79110 Freiburg
    Eintritt frei, Spenden willkommen

  • Do
    27.04.23
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
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    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Schreiben will Leben nicht festhalten, sondern seine Verflüchtigung erträglich machen.“
    – Wilhelm Genazino: „Der Traum des Beobachters“ (Hanser, 2023)

    Das „Literarische Werkstattgespräch“ ist die älteste Reihe des 1988 gegründeten Literaturbüros, aus dem im Herbst 2017 das Literaturhaus Freiburg hervorgegangen ist: Schreibende aller Generationen stellen hier seit über 30 Jahren unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion.

    Die Moderation übernehmen im Wechsel Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest: Eberhard Bittcher, Philipp Brotz, Ralf Kiefer und Antigone Kiefner, die durch diese Ausgabe führt. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 27.04.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Mo
    01.05.23
    19:30
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
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    Kim de l’Horizon: Blutbuch

    Lesung und Gespräch

    Im Garten der Großmutter wächst eine Blutbuche. Unter ihrem roten Laub verbringt das scheue Kind die Sommer und möchte so groß und stark wie sie werden. Das Kind wird erwachsen, zieht nach Zürich. Als die Großmutter an Demenz erkrankt, versucht es sich zu erinnern, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, mit dem eigenen Ich, das fluide ist und keinen Zuschreibungen von Geschlecht und Begehren entspricht.

    In einer poetischen, beweglichen Sprache erzählt Kim de l’Horizon in „Blutbuch“ (Dumont, 2022) von Sexualität und Scham, Familie und Selbstfindung. Mit diesem stilistischen und formalen Wagnis hat de l’Horizon „erzählerisches Neuland betreten“, rühmt die Jury des Schweizer Buchpreises 2022. In jeder Szene entfalte sich „eine Dringlichkeit und literarische Innovationskraft“, heißt es in der Begründung zum Deutschen Buchpreis 2022. In unserer Reihe „Girl, Woman, Other“ spricht Kim de l’Horizon über das aufsehenerregendste Debüt des letzten Jahres mit der Moderator*in und Autor*in Charlotte Milsch.

    Foto: © Anne Morgenstern

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. sowie von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

    Mitveranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Buchhandlung jos fritz, Feministische Geschichtswerkstatt e. V., Radio Dreyeckland

    Datum: 1.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Haus der Jugend, Uhlandstraße 2
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Mi
    03.05.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
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    Max Czollek: Versöhnungstheater

    Lesung und Gespräch in der Reihe Gegenworte

    Max Czollek streut lustvoll Zweifel an deutschen Narrativen von Integration bis Leitkultur. Nach „Desintegriert euch“ und „Gegenwartsbewältigung“ folgt mit „Versöhnungstheater“ (Hanser, 2023) die scharfe Analyse einer Erinnerungskultur, „die eine Wiedergutwerdung ohne Wiedergutmachung erlaubt“. Klug und polemisch seziert der Essay eine Form des Erinnerns, die ohne Handlung auskomme, weil sie vor allem an der Reparatur des deutschen Selbstbildes arbeite: Heute feiert das Berliner Stadtschloss Preußens Könige, mit dem neuen Militärhaushalt wird eine Zeitenwende beschworen, der Bundespräsident bedankt sich auf Israelreise ungefragt für die „Versöhnung“. Ist Deutschland mustergültig im Versöhnungstheater?

    Mit Max Czollek spricht Julia Wolrab, die das 2024 eröffnende Dokumentationszentrum Nationalsozialismus der Städtischen Museen Freiburg leitet. Die Veranstaltung findet in der gemeinsamen Gesprächsreihe „Gegenworte“ statt, die Möglichkeitsräume eines Erinnerns für die Zukunft beleuchtet.

    Foto: © Paula Winkler

    Mitveranstalter: Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg
    Kooperationspartner: Förderverein Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg e.V.

    Datum: 3.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldtraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Do
    04.05.23
    19:30
    Außer Haus
    Freiburger Andruck
    < >

    Philipp Brotz: Die Ungleichzeitigen

    Freiburger Andruck

    Hagen, Anfang dreißig, ewiger Student, ist in Berlin gescheitert und mit den Eltern verkracht. Als diese tödlich verunglücken, kehrt er zurück in sein Schwarzwälder Heimatdorf, um an sein früheres Leben anzuknüpfen. Doch bestürzt stellt er fest, dass nichts mehr beim Alten ist: Im Dorf hat man ihn vergessen, der Wald seiner Kindheit soll Flüchtlingsunterkünften weichen. Hagen beginnt einen aussichtslosen Kampf um das Verlorene und gegen das Fremde, bis er in der Jesidin Adana auf eine Frau trifft, die genauso entwurzelt scheint wie er.

    Der Autor und Lehrer Philipp Brotz lebt in Freiburg und erhielt 2016 den Schwäbischen Literaturpreis. „Die Ungleichzeitigen“ ist sein dritter Roman, er erscheint im neu gegründeten Freiburger Verlag 8 Grad. Die Moderation übernimmt Eberhard Bittcher.

    Foto: © Rebecca Rösch

    Mitveranstalter „Freiburger Andruck“: Kulturamt, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg sowie Badische Zeitung

    Datum: 4.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    05.05.23
    15:00
    Literaturhaus
    Wilder Freitag
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    Tanja Esch: Boris, Babette und lauter Skelette

    Wilder Freitag als Comiclesung mit Gruselgewusel (8–12 Jahre)

    Boris ist begeistert: Seine Nachbarin hat ihm ihr Haustier Babette überlassen! Leider erlauben seine Eltern keine Tiere in der Wohnung, er muss Babette also gut verstecken. Und das ist gar nicht so einfach: Das gelbe, sprechende Nagetier liebt Chips – und Grusel. Um Babette bei Laune zu halten, verwandelt Boris sein Kinderzimmer in die reinste Geisterbahn. Aber wie an Skelette kommen? Und wie heimlich eine Gruselparty feiern? Als Boris’ Eltern Babette schließlich doch entdecken, geht statt des gefürchteten Familiendramas der Spaß erst richtig los …

    Mit schrägem Witz und knackigem Strich erzählt Tanja Esch in ihrem fulminanten Comic von eigenwilligen Figuren, Freundschaft und Zugehörigkeit. Die Hamburger Illustratorin und Mitorganisatorin des Comicfestivals „Kinder lieben Comics!“ erhielt 2021 das RADAU-Stipendium des Freiburger Literaturhauses und ist aktuell für den Jugendliteraturpreis 2023 nominiert.

    Zeichnung: © Tanja Esch

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. sowie von der Volksbank Freiburg.

    Datum: 5.5.2023, 15–16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 6/4 Euro

  • Sa
    06.05.23
    19:00
    Außer Haus
    Lesung und Filmvorführung
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    Emma Braslavsky: Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten

    Lesung, Gespräch und Filmvorführung

    Berlin in einer nahen Zukunft. Robotik-Unternehmen stellen künstliche Partner*innen her, die von realen Menschen kaum zu unterscheiden sind. Jeder Beziehungswunsch ist erfüllbar, Einsamkeit soll abgeschafft werden. Doch die Zahl der Suizide hat sich verzehnfacht. In ihrem Roman „Die Nacht war
    bleich, die Lichter blinkten“ (Suhrkamp, 2019) erzählt die Autorin und Kuratorin Emma Braslavsky witzig und rasant von der Allmacht der Algorithmen, der Radikalisierung des Individuums und der Frage nach Menschlichkeit.

    Am Abend vor der Uraufführung des Musiktheaters „Neuro-Moon. Manage your Memories“ (7.5.) kommt sie mit Heiko Voss (Dramaturg, Theater Freiburg) und Jan Berning (Filmredakteur, SWR) ins Gespräch über Kunst und Künstliche Intelligenz. Über das, was ihre Prosa, ihr Neuro-Moon-Libretto und ihr preisgekröntes Drehbuch für den deutschen Oscar-Kandidaten 2022 „Ich bin dein Mensch“ verbindet. Der Film wird im Anschluss gezeigt.

    Foto: © Stefan Klüter

    Mitveranstalter: Kommunales Kino und Theater Freiburg

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

    Datum: 6.5.2023, 19 Uhr (Lesung), 20:45 Uhr (Film, Wdhl. 9.5., 19:30 Uhr)
    Ort: Kommunales Kino (Galerie), Urachstraße 40
    Eintritt: 8 Euro (Lesung), 8 Euro (Film), ermäßigt je 5 Euro, Kombi-Ticket 12 Euro (VVK: Koki)

  • Di
    09.05.23
    19:30
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
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    Sabrina Janesch: Sibir

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Carolin Callies und Christiane Kolodziej

    Sabrina Janesch erzählt in ihrem fünften Roman „Sibir“ (Rowohlt, 2023) in leuchtenden Farben von zwei Kindheiten, einmal in Zentralasien nach dem Zweiten Weltkrieg, einmal fünfzig Jahre später in Norddeutschland. Dabei verbindet sie in meisterhaftem Bogen unbekannte, unerzählte Kapitel der deutsch-russischen Geschichte miteinander. Ein Buch über die Suche nach Heimat, die Geister der Vergangenheit und die Liebe, die sie zu besiegen vermag.

    Auswärts lesen! Das Literaturhaus eröffnet mit „Herkunft – Reihe zu feinen Unterschieden“ im März und April 2023 einen Gesprächsraum in Freiburger Stadtteilen. Einen Raum für neue Bücher, für Fragen nach Klasse, Migration und Zugehörigkeit. Von Herkunft erzählen: Vom 10. bis 13. Mai 2023 laden wir zum Abschlussfestival ins Literaturhaus ein.

    Foto: © Frank Zauritz

    Die Lesereihe „Herkunft“ wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Förderkreis Literaturhaus Freiburg statt.

    Bei dieser Ausgabe kooperieren daneben: Mediothek Rieselfeld, Büchertreff im k.i.o.s.k. Rieselfeld

    Datum: 9.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, 79111 Freiburg
    Eintritt frei

  • Mi
    10.05.23
    19:30
    Literaturhaus
    Herkunft
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    Lukas Bärfuss: Vaters Kiste

    Herkunft: Eröffnungslesung und Gespräch mit Jonas Lüscher

    Es beginnt mit einer gewöhnlichen Bananenkiste und endet mit existentiellen Fragen. 25 Jahre nach dessen Tod öffnet Lukas Bärfuss „Vaters Kiste“ (Rowohlt, 2022). Ausgehend von den wenigen Zeugnissen, die sein abwesender, kleinkrimineller Vater ihm hinterlassen hat, denkt der Autor und Dramatiker gewohnt scharfsinnig und vielschichtig über die Frage des Erbens nach. Er verknüpft seine eigene Lebensgeschichte, die in Armut und Obdachlosigkeit beginnt und über verschiedene Handwerksberufe hin zu Hochschulprofessur und Georg-Büchner-Preis führt, mit einer kritischen Gesellschaftsanalyse.

    In seinen Betrachtungen zu Sprache und Demokratie, zu Nationalstaat und Erbrecht, zu Krieg und Privateigentum verbindet sich die Frage nach Herkunft mit der nach unserer Verantwortung für zukünftige Generationen. Zum Auftakt des Lesefests unserer „Reihe zu feinen Unterschieden“ kommt Lukas Bärfuss ins Gespräch mit dem Autor und Essayisten Jonas Lüscher.

    Foto: © Lea Meienberg

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Förderkreis Literaturhaus Freiburg

    Datum: 10.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Ausverkauft

  • Do
    11.05.23
    19:30
    Literaturhaus
    Herkunft
    < >

    Gün Tank: Die Optimistinnen

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Laura Cwiertnia

    Nour kommt als 22-Jährige aus Istanbul nach Deutschland, um zu arbeiten und ihre Familie in der Heimat zu ernähren. In der Oberpfalz trifft sie im Wohnheim auf Frauen aus Italien, Griechenland, Jugoslawien, Tunesien und der Türkei. Briefe gehen von Land zu Land, innige Freundschaften entstehen. Während die deutschen Frauen im Dorf Kopftuch tragen und ihrer „Haushaltspflicht“ nachkommen, gehen Nour und ihre Freundinnen nach der Schicht in der Porzellanfabrik im Minirock aus. Mehr noch: Gemeinsam ziehen „Die Optimistinnen“ (S. Fischer, 2022) in den Kampf gegen schlechte Arbeitsbedingungen – und erreichen 1973 mit ihren „Wilden Streiks“ die Abschaffung der sogenannten Leichtlohngruppe, die Frauen bei gleicher Tätigkeit schlechter einstufte als Männer.

    Über ihren „Roman unserer Mütter“ und ein unerzähltes Kapitel deutscher Geschichte kommt Gün Tank ins Gespräch mit der Autorin und Zeit-Journalistin Laura Cwiertnia.

    Foto: © Heike Steinweg

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Förderkreis Literaturhaus Freiburg

    Datum: 11.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • Fr
    12.05.23
    19:30
    Außer Haus
    Herkunft
    < >

    Daniela Mohr liest Annie Ernaux: Der junge Mann

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Sonja Finck, Paul Brodowsky und Bettina Schulte

    Sie ist Mitte fünfzig und beginnt ein Verhältnis mit einem dreißig Jahre jüngeren Mann. Einem Studenten, noch dem Milieu verhaftet, von dem sie sich emanzipiert zu haben glaubt. Annie Ernaux bricht ihr letztes Tabu – radikal pointiert und prägnant erzählt sie in „Der junge Mann“ (Suhrkamp, 2023 © Éditions Gallimard) von einer skandalösen Liebesbeziehung, einer ambivalenten Rückkehr in die eigene Vergangenheit und der triumphalen Überwindung einer lebenslangen Scham.

    Daniela Mohr aus dem Marienbad-Ensemble liest das aktuelle, knapp 50-seitige Buch der Literaturnobelpreisträgerin (Regie: Tom Schneider, Musik: Daniel Nerlich). Im Anschluss diskutieren Ernauxs Übersetzerin Sonja Finck, der Autor und Professor für Dramentechnik an der UdK Berlin Paul Brodowsky und die Literaturkritikerin Bettina Schulte über ein stilbildendes Werk.

    Cover: © Suhrkamp, 2023 © Éditions Gallimard

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Förderkreis Literaturhaus Freiburg und Theater im Marienbad mit der Reihe „Für alle reicht es nicht“

    Datum: 12.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Theater im Marienbad, Marienstraße 4
    Eintritt: 9/6 Euro (VVK: Theater im Marienbad)

  • Sa
    13.05.23
    15:00
    Literaturhaus
    Herkunft
    < >

    Eva Müller: Scheiblettenkind

    Herkunft: Leinwandlesung und Gespräch mit Friederike von Wallmoden

    Scham hat viele Gesichter. In Eva Müllers Graphic Novel „Scheiblettenkind“ (Suhrkamp, 2022) schleicht sie sich in Gestalt einer Schlange an die Protagonistin heran, zischt ihr Zweifel über ihre Erscheinung, ihre Entscheidungen, ihre empfundene Unwissenheit ins Ohr. Mit ihr findet die Autorin und Zeichnerin ein Bild für Selbstverachtung und Versagensängste, die ihre Figur seit der Kindheit verfolgen. Scheiblettenkind ist nur eines der Schimpfwörter, die sie als Arbeiterkind zu hören bekommt.

    In kraftvollen, detailreichen Zeichnungen erzählt das großformatige Debüt vom Aufwachsen ohne Geld und ohne Bücher, von Billigklamotten mit peinlichen Aufnähern, miesen Jobs und dem Unbehagen in der Gegenwart von Leuten, die immer schon wussten, was ein Entrecôte ist. Karl Marx kommentiert als Übervater das Geschehen, das gesellschaftlich-strukturelle soziale Ungerechtigkeit eindrücklich mit persönlicher Erfahrung füllt. Durch die Leinwandlesung mit Eva Müller leitet „zwischen/miete“-Kuratorin Friederike von Wallmoden.

    Foto: © Thorsten Wagner

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Förderkreis Literaturhaus Freiburg und Theater im Marienbad mit der Reihe „Für alle reicht es nicht“

    Datum: 13.05.2023, 15 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 7/5 Euro
    Eintritt für alle drei Veranstaltungen am Samstagnachmittag: 15/10 Euro (Karten hier)

  • Sa
    13.05.23
    16:00
    Literaturhaus
    Herkunft
    < >

    Entfällt: Björn Bicker: Aminas Lächeln

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Maryam Aras

    Krankheitsbedingt muss die Veranstaltung leider entfallen. Die Abo-Eintrittskarten werden an der Tageskasse z.T. erstattet.

    Amina schlägt in der U-Bahn einen Mann nieder. Igor, eben noch hilfsbereit und aufmerksam, greift plötzlich einen Mitschüler mit dem Messer an. Ein Mann hört Stimmen im Kopf. Ein Kind hört auf zu sprechen. Manchmal ist es ein einziger Satz, der ein Leben auf den Kopf stellt. Die Menschen in den zehn neuen Erzählungen von Björn Bicker behaupten auf ganz unterschiedliche Weise ihren Platz und ihre Identität in einer Gesellschaft, die sie als „anders“ wahrnimmt. Sei es aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, aufgrund von Armut oder Krankheit. Oder weil die Eltern oder Großeltern aus einem anderen Land kamen. Was bedeutet Herkunft, was Heimat, was Sprache? Der Autor, Dramaturg und Regisseur Björn Bicker stellt „Aminas Lächeln“ (Kunstmann Verlag, 2023) im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Iranistin Maryam Aras vor.

    Foto: © Stephanie Füssenich

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Förderkreis Literaturhaus Freiburg

    Datum: 13.5.2023, 16 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 7/5 Euro
    Eintritt für alle drei Veranstaltungen am Samstagnachmittag: 15/10 Euro (Karten hier)

  • Sa
    13.05.23
    17:00
    Literaturhaus
    Herkunft
    < >

    Ivna Žic und Martin Kordic: Wahrscheinliche Herkünfte

    Herkunft: Lesung und Gespräch mit Annette Pehnt

    Krankheitsbedingt wird Martin Kordic nicht anreisen. Ivna Žic kommt ins Gespräch mit Annette Pehnt über „Wahrscheinliche Herkünfte“ und „Jahre mit Martha“.

    Ivna Žics lange erwarteter Zweitling „Wahrscheinliche Herkünfte“ (Matthes & Seitz, 2023) erzählt brillant, zärtlich und präzise von den Lebenswelten ihrer beiden Großmütter und des schweigsamen Großvaters. Von europäischer Geschichte und einer untergegangenen Welt, die in uns weiterlebt. Und in deren Spiegel eine Zukunft aufscheint, in der aus neuen Verhältnissen neue Erzählungen entstehen.

    In seinem Bestseller „Jahre mit Martha“ (S. Fischer, 2022) folgt Martin Kordić Željko, genannt Jimmy, der als Kind einer kroatischen Einwandererfamilie in Ludwigshafen aufwächst. Nichts wünscht er sich so sehr wie Bücher, Bildung und Souveränität. Eine mitreißende Aufstiegs- und Liebesgeschichte um Fragen nach Herkunft.

    Über Räume zwischen Sprachen, Schichten und Familien sprechen die beiden Gäste mit der Freiburger Autorin Annette Pehnt.

    Foto: Ivna Žic © Flyvio Karrer, Martin Kordić © Peter Hassiepen

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Förderkreis Literaturhaus Freiburg

    Datum: 13.5.2023, 17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt für alle drei Veranstaltungen am Samstagnachmittag: 15/10 Euro (Karten hier)

  • Sa
    13.05.23
    19:30
    Außer Haus
    Herkunft
    < >

    Paul Brodowksy: Badisch Sushi

    Koch-Performance mit Lesung aus „Väter“

    Zum Abschluss des „Herkunft“-Lesefests laden wir zu einer kulinarisch-literarischen Gesellschaft! Aus Gemüse, Kräutern und Beeren von einem vormittäglichen Streifzug über den Münstermarkt bereitet Teilzeit-Koch und Schriftsteller Paul Brodowsky, der Freiburgs Märkte aus seiner Zeit als Hausautor am Stadttheater kennt, mit Hilfe aller Gäste ein abendliches Menü zu. „Badisch Sushi“ ist ein fremd-vertrauter Mix, eine Koch- und Werkschau: Zwischen den Gängen reicht Paul Brodowsky Passagen aus seinem Roman „Vater“ (Suhrkamp, 2023). Eine Suchbewegung von der NS-Zeit bis in die Gegenwart – zu den Kindern des Erzählers und seiner Rolle als Vater. Ein Blick auf Prägungen, Einflüsse und Auswege. Ein Abend, an dem der feine Unterschied auf der Zunge zergeht. Und in Tischgespräche mündet.

    Foto: © Heike Steinweg

    Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Förderkreis Literaturhaus und Kunstverein Freiburg

    Datum: 13.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Kunstverein Freiburg, Dreisamstraße 21
    Eintritt: 15/10 Euro (inkl. Menü)

  • Mo
    15.05.23
    19:00
    Außer Haus
    zwischen/stand
    < >

    zwischen/stand

    Junge Literatur in WGs

    Seit 2010 bringt unsere Reihe „zwischen/miete“ erste Bücher ins Gespräch: Organisiert und moderiert von einem Team Studierender lesen Debutautor*innen in WGs, Cafés und Gärten aus ihren druckfrischen Romanen, Gedicht- oder Essaybänden.

    Die aktuellen Kurator*innen gehen nun einen Schritt zurück und suchen nach Entwürfen, die noch in Schubladen oder Träumen schlummern. Nach einem Open Call im Februar werden bei der zweiten Ausgabe von „zwischen/stand“ neue Texte aus Freiburg präsentiert: Ob fertig, am Anfang oder irgendwo dazwischen – gesucht war Unveröffentlichtes aller Formen und Gattungen. Dieser Abend präsentiert ausgewählte Einsendungen, ins Gespräch gebracht vom „zwischen/miete“-Team. Den Aufruf verpasst? Kein Problem: Die Open Stage am Ende lädt zu spontanen Auftritten ein. Premierenfieber garantiert!

    Alle Fans unserer klassischen Debütlesungen dürfen sich auf die nächste „zwischen/miete“-Ausgabe am 10. Juli freuen. Einfach weiterblättern.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg

    Mehr unter: http://www.instagram.com/zwischen.miete

    Datum: 15.5.2023, 19 Uhr
    Ort: Café POW, Belfortstraße 52
    Eintritt frei, Spenden erwünscht

  • Mi
    17.05.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Simon Froehling: Dürrst

    Lesung und Gespräch mit René Freudenthal

    Ein autobiografisch inspirierter Künstlerroman, eine rasante Coming-of-Age-Geschichte und die präzise Studie einer manisch-depressiven Erkrankung: Simon Froehling erzählt in seinem zweiten Roman „Dürrst“ (Bilgerverlag, 2022) vom Industriellensohn und Konzeptkünstler Andreas Durrer, der sich in jungen Jahren mit cleveren Installationen einen Namen macht. Er baut fiktive Räume aus der Literatur hyperrealistisch nach, darunter James Baldwins „Giovanni‘s Room“. Doch sein psychisches Leiden bringt die vielversprechende Karriere zum Erliegen, die Beziehung zu den Eltern bricht ab, eine „Höllenfahrt durchs Ich“ (NZZ) beginnt. Sie führt nach Athen, Kairo, Edinburgh, Berlin und Zürich, hinein in die Landschaft eines exzessiven, auseinanderbrechenden Lebens.

    In Bildern von stupender Schönheit zeichnet Simon Froehling den durch scheinbare Freiräume der Besetzer-, Kunst- und Schwulenszene kreisenden Weg einer schmerzhaften Selbstfindung.

    Foto: © Dieter Kubli

    Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

    Mitveranstalter: Buchhandlung jos fritz, Rosa Hilfe Freiburg e.V.

    Datum: 17.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

  • So
    21.05.23
    15:00
    Literaturhaus
    Kawacaj
    < >

    Kawacaj mit Anna Sarvira und Buntpapier

    Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

    Figuren entwerfen, Geschichten malen, Geräusche zeichnen – so entstehen Abenteuer auf Papier. Die monatlichen Kawacaj-Sonntagsateliers laden deutsch- und ukrainischsprachige Kinder und Familien zum gemeinsamen Experimentieren, Entdecken und Basteln ein. In mehrsprachigen Workshops kreieren die Teilnehmer*innen unter der Leitung von ukrainischen Künstler*innen mit Schere und Papier ihre eigenen Kunstwerke. Organisiert wird die Reihe vom Freiburger Illustratorinnen-Duo Silke Jaspers und Olesia Sekeresh.

    In dieser Ausgabe zeigt die Kyjiwer Grafikkünstlerin, Kuratorin und Mitbegründerin des Pictoric Illustrationsvereins Anna Sarvira, wie sich Buntpapiere mit einfachen Tricks in fantastische Masken verwandeln. Eine wilde Werkstatt mit spitzen Ohren und flauschigen Schwänzen!

    Grafik: © Silke Jaspers und Olesia Sekeresh

    Mehr zur Künstlerin: www.instagram.com/anna.sarvira

    Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, den Förderkreis Literaturhaus sowie die Volksbank Freiburg

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e.V., Bündnis für Familie

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 21.5.2023, 15–17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    25.05.23
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
    < >

    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Willkommen zum Buchclub: Der literarische Frühsport im Literaturhaus ist offen für alle Leselustigen. Heute geht es um Susanne Fritz’ Roman „Wie kommt der Krieg ins Kind“ (Wallstein, 2018), im Gespräch mit der Autorin und Hanna Hovtvian (Literaturhaus).

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 25.5.2023, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    25.05.23
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    „Schreiben ist benennen. Aufdecken. Aufzeigen. Sichtbar machen. Und das Bewusstsein haben, dass wir eine Stimme haben, die gehört wird.“
    – Ivna Žic: „Wahrscheinliche Herkünfte“ (Matthes & Seitz, 2023)

    Das „Literarische Werkstattgespräch“ ist die älteste Reihe des 1988 gegründeten Literaturbüros, aus dem im Herbst 2017 das Literaturhaus hervorgegangen ist: Schreibende aller Generationen stellen unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion. Moderation: Eberhard Bittcher.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 25.5.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Di
    06.06.23
    19:00
    Außer Haus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Ljudmila Ulitzkaja: Die Erinnerung nicht vergessen

    Lesung und Gespräch mit Irina Scherbakowa

    Private Aufzeichnungen, biografische Erinnerungen, politische Reflexionen: Ljudmila Ulitzkaja setzt ihre autobiografische Prosa nach „Die Kehrseite des Himmels“ in die Gegenwart fort. In „Die Erinnerung nicht vergessen“ (Hanser, 2023) schreibt die große russische Schriftstellerin über ihre Familie, über Herkunft und Glauben, über den eigenen Körper und seine Narben. Im Frühjahr 2022, kurz nach Putins Überfall auf die Ukraine, zog Ulitzkaja aus Moskau nach Berlin. Das Verbot von „Memorial“ beschäftigt sie ebenso wie das Verhältnis von Individuum und Staat im Totalitarismus. Ein offenes, ehrliches und kompromissloses Plädoyer für eine bessere Erinnerungskultur, das die Autorin selbst mit Leben füllt. Die vielfach ausgezeichnete Mitgründerin von „Memorial“ Irina Scherbakowa führt durch den Abend.

    Foto: © Wiktoria Bosc

    Veranstalter: Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg e. V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg

    Datum: 6.6.2023, 19 Uhr
    Ort: Universität Freiburg, KG 1, Aula, Platz der Universität 3
    Eintritt frei

  • Fr
    16.06.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Charlotte Gneuß und Lena Gorelik: Glückwunsch. 15 Erzählungen über Abtreibung

    Lesung und Gespräch mit Fatima Khan

    „Weder er noch ich hatten das Wort Abtreibung in den Mund genommen. Es war etwas, das keinen Platz in der Sprache hatte“, schreibt Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux in ihrem Roman „Das Ereignis“. Obwohl alleine in Deutschland rund 100.000 Schwangerschaftsabbrüche pro Jahr durchgeführt werden, ist das Thema gesellschaftlich und politisch tabuisiert. Auch im Privaten wird darüber hinter vorgehaltener Hand gesprochen. „Diese Sprachlosigkeit isoliert die einzelne, sie sperrt sie in ein Gefängnis aus Schweigen, Schuldzuweisung und Scham“, schreiben die Herausgeberinnen Charlotte Gneuß und Laura Weber in ihrer Anthologie „Glückwunsch“ (Hanser Berlin, 2023) mit 15 Geschichten über ein Thema, das kaum literarisch verhandelt wird.

    Über Selbstbestimmung und die Eröffnung neuer Erzählräume sprechen die Autorinnen und Journalistinnen Lena Gorelik und Charlotte Gneuß in unserer Reihe „Girl, Woman, Other“ mit Moderatorin, Kuratorin und Künstlerin Fatima Khan.

    Fotos: Lena Gorelik © Charlotte Troll, Charlotte Gneuß © Daniel Nartschick

    Mitveranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Buchhandlung jos fritz, Stelle zur Gleichberechtigung der Frau der Stadt Freiburg

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

    Kooperationspartner: Feministische Geschichtswerkstatt e.V., Radio Dreyeckland, samt & sonders e.V.

    Datum: 16.6.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Belfortstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • Di
    20.06.23
    17:00
    Literaturhaus
    Druckwerkstatt
    < >

    Riso Club: Analoge Abenteuer

    Offene Druckwerkstatt mit Nature-Prints

    Wir feiern den Zauber der archaischen Druckmaschine: den ratternden Sound, die handgemachte Ästhetik, die geheimnisvollen Fehler im Druckbild. Ein Atelier für Begegnungen zwischen Generationen, Sprachen, Erfahrungen rund um die japanische Schnelldruckmaschine namens Risograph.

    Das Schablonendruckverfahren funktioniert wie Siebdruck – nur eben mechanisch und deshalb einfach und schnell wie ein Kopierer. So entstehen nach eigenen Ideen und Entwürfen Poster, Postkarten und Magazine im Format bis zu DIN A3, Gewichtsklasse 80 bis 240 g/m². Derzeit in Grün, Rot, Pink und Violett, umweltfreundlich auf Sojabasis und biologisch abbaubar.

    Gemeinsam mit der Freiburger Illustratorin Silke Jaspers und mitgebrachten Fundstücken aus der Natur entstehen an diesem Abend wundersamorganische Drucke. Baumblätter und Blumenstängel verwandeln sich in leuchtende Fabelwesen. Welcome to the club!

    Zeichnung: © Silke Jaspers

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V.

    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 20.6.2023, 17–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 7/5 Euro (zzgl. Druckkosten nach Verbrauch)

  • Do
    22.06.23
    16:00
    Außer Haus
    Freileser
    < >

    Daniel Fehr: Das Dorf der Fische

    Kurzlesungen für Unterwasser-Fans (ab 4 Jahre)

    Auf dem Weg in die Ferien traut Joan seinen Augen nicht: Aus dem See ragt eine Kirchturmspitze! Was hat ein Turm im Wasser zu suchen, und was verbirgt sich noch darin? Gibt es da etwa auch einen Fischpfarrer? Und eine Schule für Fischkinder? Gehen die Fische da unten einkaufen? Und schwimmen sie in den Urlaub? Joan und seine Schwester sprudeln vor Ideen und tauchen ab in eine fantastische Unterwasserwelt.

    Der Schweizer Kinderbuchautor Daniel Fehr erfindet Bücher und Spiele für Kinder aus aller Welt. Im Freiburger Strandbad liest er bei unserem Lesekiosk Freileser aus seinen neuesten Bilderbüchern „Das Dorf der Fische“ (Kunstanstifter, 2023) und „Wir bauen einen Damm“ (NordSüd, 2023). Und spinnt seine Geschichten mit dem Publikum weiter: Schwimmbrille auf, Schnorchel angelegt, hinein in die Unterwasserwelt!

    Foto: © Alexandra Heneka

    Der Lesekiosk Freileser ist in den Sommermonaten in Freiburger Freibädern und auf anderen grünen Inseln unterwegs. Standort und Details: www.literaturhaus-freiburg.de

    Dichter dran: Am 23.06. gastiert Daniel Fehr mit dem Freileser bei Freiburger Schulklassen.

    Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, vom Förderkreis Literaturhaus, der Sparkasse Freiburg und Regio Bäder GmbH

    Datum: 22.6.2023, 16–17:30 Uhr
    Ort: Strandbad, Schwarzwaldstraße 195
    Eintritt: frei

  • Do
    22.06.23
    19:30
    Außer Haus
    Kurzlesungen
    < >

    Schau ins Buch: Freiburger Verlagsnacht

    Mit Philipp Brotz, Ruth Mader-Koltay und Manuela Fuelle

    Auf zu den Herdermer Sommer-Lesungen! Drei verlegerische Abenteuer, dreimal Literatur unter freiem Himmel: Matthias Grub erzählt vom Programmstart seines jüngst in Herdern gegründeten Verlags, von der besten Neigung für Lesende und dem Glück, Neues im Südwesten zu entdecken. 8 Grad-Autor Philipp Brotz liest aus dem druckfrischen Roman „Die Ungleichzeitigen“. Alessandra Ballesi-Hansen hat aus einem Leben zwischen zwei Welten das Beste gemacht: Ihr Verlag nonsolo publiziert seit 2017 zeitgenössische italienische Autor*innen auf Deutsch. Die Übersetzerin Ruth Mader-Koltay verleiht ihnen auch an diesem Abend eine Stimme. Derk Janßen brachte der amerikanische Transzendentalismus zum Büchermachen, es folgten herausragende Lyrik und Prosa aus der Region. Manuela Fuelle liest aus ihrem „Lexikon der Doppelwörter“.

    Willkommen zu einem Sommerabend auf dem 8. Längengrad!

    Foto: © Herdermer Sommer-Lesungen

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

    Gemeinsam veranstaltet mit den Herdermer Sommer-Lesungen und dem Bürgerverein Herdern e.V.

    Datum: 22.6.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Herdermer Kirchplatz, Hauptstraße 39
    Regenvariante: Bibliothek des Jugendforums, Schlüsselstraße 5
    Eintritt frei, Spenden willkommen

  • So
    25.06.23
    15:00
    Literaturhaus
    Kawacaj
    < >

    Kawacaj mit Ira Olenina und Mini-Zines

    Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

    Figuren erfinden, Geschichten malen, Geräusche zeichnen – so entstehen Abenteuer auf Papier. Diesmal verwandelt die Charkiwer Grafikdesignerin Ira Olenina gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen ihre Geschichten in winzige Bücher und kleinste Magazine. Originelle, persönliche Mini-Zines, die sich mit wenigen Kniffen vervielfältigen und verschenken lassen.

    Die vom Freiburger Illustratorinnen-Duo Silke Jaspers und Olesia Sekeresh organisierte Serie von Kawacaj-Sonntagsateliers lädt deutsch- und ukrainischsprachige Kinder und Familien zum gemeinsamen Experimentieren, Entdecken und Basteln ein. In mehrsprachigen Werkstätten mit ukrainischen Künstler*innen kreieren die Teilnehmer*innen mit Schere und Papier ihre eigenen Kunstwerke.

    Grafik: © Silke Jaspers und Olesia Sekeresh

    Mehr zur Künstlerin: www.instagram.com/iraaaolenina

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e.V., Bündnis für Familie

    Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, den Förderkreis Literaturhaus sowie die Volksbank Freiburg

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 25.6.2023, 15–17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Belfortstraße 17
    Eintritt frei

  • Mi
    28.06.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
    < >

    Katharina Mevissen und Annika Reich: Von Töchtern, Müttern, Großmüttern

    Lesung und Gespräch

    Zwei neue Romane mit schillernden Frauenfiguren. Hier ein prachtvolles Anwesen am See, dort ein leeres Haus mit ungedämmtem Dach. Hier spült das Wasser tote Frauen ans Ufer, dort unterspült das Meer den Keller. Hier liegen edelsteinbesetzte Ringe in der Schatulle, dort ausgefallene Zähne. Schmuckstücke mit Eigenleben. In starken Bildern befragen Annika Reich und Katharina Mevissen die Herrschaft von Frauen über ihr Leben.

    Im vielschichtigen Familienportrat „Männer sterben bei uns nicht“ (Hanser Berlin, 2023) wahrt die Großmutter als Hausherrin den patriarchalen Rahmen, der drei Generationen von Frauen in ein System von Belohnung und Bestrafung, Schuld und Scham verstrickt. „Mutters Stimmbruch“ (Wagenbach, 2023) erzählt poetisch und unerschrocken vom Älterwerden als radikaler Verwandlung, als widersprüchlichem Prozess, der schließlich lustvoll Konventionen sprengt und den Körper neu erfindet. Moderation: Katharina Knüppel (Literaturhaus).

    Fotos: Annika Reich: © Paula Winkler, Katharina Mevissen: © Maischa Souaga

    Mitveranstalter: Buchhandlung Schwarz

    Kooperationspartner: Medienkulturwissenschaft der Universität Freiburg

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

    Datum: 28.6.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Belfortstraße 17
    Eintritt: Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • Do
    29.06.23
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
    < >

    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Ein literarischer Frühsport mit Marilynne Robinsons Roman „Lila“ (S. Fischer, 2016) – offen für alle Leselustigen. Als Expertin stößt diesmal die Germanistin und Kulturwissenschaftlerin Ursula Renner-Henke zur Runde.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 29.6.2023, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    29.06.23
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    Im „Literarischen Werkstattgespräch“ stellen Schreibende aller Generationen unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation übernehmen im Wechsel Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest, diesmal Philipp Brotz.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 29.6.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Fr
    30.06.23
    18:00
    Literaturhaus
    Schreibcouch
    < >

    Das große Schreibcouch-Finale

    Lese-Performance der jüngsten Literaturhaus-Autor*innen

    Eine Expedition ins Ungewisse, auf der Suche nach der eigenen literarischen Stimme – die Jugendschreibwerkstatt „Schreibcouch“, aufgebrochen im Oktober 2022, kommt heute mit ganz und gar erstaunlichen Texten auf der Literaturhaus-Bühne an: Mut- und Wutlyrik, Tierfabeln, Science-Nonsense aus der Feder von neun jungen Autor*innen zwischen 13 und 18 Jahren. Entstanden im Schatten der uralten Baumriesen im Innenhof, in der heizungswarmen Winterluft der Teeküche oder im lichten White Cube des Literaturhaus-Saals.

    Begleitet wurden die Gedankengänge, Probebohrungen und Höhenflüge in diesem Jahr von Lyrikerin Claudia Gabler und Jugendbuchautor Christian Duda. Bühne frei für die jüngste Riso-Publikation und ihre vielstimmigen Autor*innen!

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Die „Schreibcouch“ ist unsere monatliche Werkstatt für eigene Texte und neue Ideen. Bewerbungen für das nächste Jahresprojekt (Start Oktober 2023) unter Angabe von Name und Alter und mit einer kurzen Textprobe an: guede@literaturhaus-freiburg.de

    Gefördert vom Förderkreis Literaturhaus Freiburg

    Datum: 30.6.2023, 18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Di
    04.07.23
    19:30
    Literaturhaus
    Lesung und Gespräch
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    20 Jahre Kookbooks

    Ein Geburtstagsfest mit Andreas Töpfer, Martina Hefter, Sabine Scho und Uljana Wolf

    Poesie als Lebensform! Mit dieser Losung gründeten die Dichterin Daniela Seel und der Grafiker Andreas Töpfer 2003 den Verlag kookbooks. Das Programm „eine poetische Fundgrube ohne Vergleich“, die Liste der Autor*innen „wie ein Lexikoneintrag ‚Deutsche Lyrik des 21. Jh.‘, verfasst im Jahre 2050“ (Haus für Poesie). Das kongeniale Zusammenspiel von Wort und Bild, vielfach ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst, lebt von der wandelbaren Handschrift Andreas Töpfers.

    Im Gespräch mit Martina Hefter, Sabine Scho und Uljana Wolf führt er durch die Geschichte des stilprägenden Verlags und herausragende Gedichtbände der letzten 20 Jahre: „Es könnte auch schön werden“, wenn „falsche freunde“ und „meine schönste lengevitch“ „In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen“, „Tiere in Architektur“ finden und aus ihren „farben“ ein „Album“ binden, das die vier Geburtstagsgäste auf der Literaturhaus-Bühne präsentieren.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Datum: 4.7.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 9/6 Euro

    Karten kaufen

  • So
    09.07.23
    15:00
    Literaturhaus
    Kawacaj
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    Kawacaj mit Olga Skorobogatova und Lettering

    Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

    Die vom Freiburger Illustratorinnen-Duo Silke Jaspers und Olesia Sekeresh organisierten Kawacaj-Mitmach-Sonntage laden deutsch- und ukrainischsprachige Kinder und Familien zum gemeinsamen Experimentieren, Entdecken und Basteln ein. In mehrsprachigen Workshops kreieren die Teilnehmer*innen unter der Leitung von ukrainischen Künstler*innen ihre eigenen Kunstwerke.

    Das große Finale der Reihe widmet sich der Kunst der modernen Kalligrafie. Die aus Charkiw stammende Illustratorin und Lettering-Expertin Olga Skorobogatova zeigt, wie sich einfache Linien mit Pinsel und Stift zu geschmeidigen Buchstaben wandeln.

    Grafik: © Silke Jaspers und Olesia Sekeresh

    Mehr zur Künstlerin: www.saatchiart.com//olgasko

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e.V., Bündnis für Familie

    Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, den Förderkreis Literaturhaus sowie die Volksbank Freiburg

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 9.7.2023, 15–17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Belfortstraße 17
    Eintritt frei

  • So
    09.07.23
    17:00
    Literaturhaus
    Sommerhock
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    Sommerhock im Literaturhaus

    Mit Apéro, Pingpong und Pop-up-Plakatkiosk

    Wir klappen die Tischtennisplatte auf, reichen Getränke und Snacks aus den Fenstern und freuen uns auf ein sommerliches Beisammensein mit Besucher*innen, Mitgliedern von Förderkreis und Trägerverein und allen weiteren Freund*innen des Hauses!

    Ins Gespräch kommen und Entdeckungen machen: Unser Pop-up-Plakatkiosk mit Postern des ukrainischen Pictoric Illustrators Club bietet Druckkunst des 2014 gegründeten Kollektivs von ukrainischen Illustrator*innen und Designer*innen. Mit Ihrem Kauf unterstützen Sie Künstler*innen in Kriegszeiten.

    Im Saal sind außerdem die Ergebnisse aller sechs Ausgaben unseres deutsch-ukrainischen Mitmach-Sonntags „Kawacaj“ zu bestaunen. Zum Mitnehmen für Kinder und Familien haben die Freiburger Gestalterinnen Silke Jaspers und Olesia Sekeresh eine zweisprachige Familienpost und Bastelpakete zusammengestellt: Tipps und Tricks für kleine und große Kunstwerke, die mit Schere und Papier am Küchentisch entstehen.

    Das Buffet für den Nachmittag richtet Adaora als Teil des Projektes zukunft+ von zusammen leben e.V.. In diesem Projekt werden Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Gründung ihres Sozialunternehmens in der Gastronomie durch fachliches Know-How, persönliche Begleitung und individuelle Beratung unterstützt.

    Foto: © Hannes Klotz

    Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und den Förderkreis Literaturhaus

    Datum: 9.7.2023, 17 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Belfortstraße 17
    Eintritt frei

     

  • Mo
    10.07.23
    19:30
    Außer Haus
    zwischen/miete
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    Zwischen/Miete: Josefine Soppa

    Junge Literatur in WGs

    Nach vielen Jahren des Füreinander-Lebens und Miteinander-Arbeitens verschwindet eines Tages die Mutter der Erzählerin. Die Tochter vermutet sie am Meer, wo sie mit anderen Frauen in Unterkünften von ehemaligen Pauschalreiseanbietern leben soll. Sie macht sich auf die Suche und trifft auf eine Frauenbewegung, die in einem Ozean-Kollektiv ein Zusammenleben jenseits von Carearbeit, Altersarmut und Ungleichheit erprobt.

    In ihrem atmosphärisch dichten Debüt „Mirmar“ (Aufbau, 2023) erzählt Josefine Soppa zärtlich und eindringlich von einer ungewöhnlichen Mutter-Tochter- Beziehung, von Solidarität und möglichen Auswegen aus einer von Kapitalismus und Ausbeutung erschöpften Welt. Die Autorin ins Gespräch bringt unsere Reihe „zwischen/miete“, organisiert und moderiert von einem Team Studierender.

    Foto: © Laura Bleck

    Mehr unter: www.instagram.com/zwischen.miete

    Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg

    Datum: 10.7.2023, 19:30 Uhr
    Ort: wird an dieser Stelle bekannt gegeben
    Eintritt: 5 Euro (nur Abendkasse)

  • Di
    18.07.23
    17:00
    Literaturhaus
    Druckwerkstatt
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    Riso Club: Analoge Abenteuer

    Offene Druckwerkstatt mit Blüten und Blättern

    Wir feiern den Zauber der archaischen Druckmaschine: den ratternden Sound, die handgemachte Ästhetik, die geheimnisvollen Fehler im Druckbild. Ein Atelier für Begegnungen zwischen Generationen, Sprachen, Erfahrungen rund um die japanische Schnelldruckmaschine namens Risograph.

    Das Schablonendruckverfahren funktioniert wie Siebdruck – nur eben mechanisch und deshalb einfach und schnell wie ein Kopierer. So entstehen nach eigenen Ideen und Entwürfen Poster, Postkarten und Magazine im Format bis zu DIN A3, Gewichtsklasse 80 bis 240 g/m². Derzeit in Grün, Rot, Pink und Violett, umweltfreundlich auf Sojabasis und biologisch abbaubar.

    In der hochsommerlichen Druckwerkstatt mit der Freiburger Illustratorin Vanesa Idiaquez erblühen Heilpflanzen im A3-Format als hochwertige Drucke. Welcome to the club!

    Zeichnung: © Vanesa Idiaquez

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Mitveranstalter: ILLU Freiburg e. V.

    Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg

    Datum: 18.7.2023, 17–21 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt: 7/5 Euro (zzgl. Druckkosten nach Verbrauch)

  • Do
    20.07.23
    10:00
    Literaturhaus
    Buchclub
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    Literarischer Frühsport

    Buchclub

    Sommer, Sonne und mehr – oder Meer? Der literarische Frühsport stellt in dieser Ausgabe Sommerlektüre vor. Das Format ist offen für alle Leselustigen, um Anmeldung wird gebeten.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 20.7.2023, 10–12 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

  • Do
    20.07.23
    19:30
    Literaturhaus
    Werkstattgespräch
    < >

    Literarisches Werkstattgespräch

    Offene Textwerkstatt

    Am letzten Donnerstag des Monats findet unser „Literarisches Werkstattgespräch“ statt, bei dem seit über 30 Jahren Schreibende aller Generationen unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Moderation übernimmt diesmal Eberhard Bittcher.

    Zeichnung: © Andreas Töpfer

    Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

    Datum: 20.7.2023, 19:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
    Eintritt frei

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      Juni 2023

    • Di
      06
      19:00

      Ljudmila Ulitzkaja: Die Erinnerung nicht vergessen

      Lesung und Gespräch mit Irina Scherbakowa

      Außer Haus
      Lesung und Gespräch
    • Fr
      16
      19:30

      Charlotte Gneuß und Lena Gorelik: Glückwunsch. 15 Erzählungen über Abtreibung

      Lesung und Gespräch mit Fatima Khan

      Literaturhaus
      Lesung und Gespräch
    • Di
      20
      17:00

      Riso Club: Analoge Abenteuer

      Offene Druckwerkstatt mit Nature-Prints

      Literaturhaus
      Druckwerkstatt
    • Do
      22
      16:00

      Daniel Fehr: Das Dorf der Fische

      Kurzlesungen für Unterwasser-Fans (ab 4 Jahre)

      Außer Haus
      Freileser
    • Do
      22
      19:30

      Schau ins Buch: Freiburger Verlagsnacht

      Mit Philipp Brotz, Ruth Mader-Koltay und Manuela Fuelle

      Außer Haus
      Kurzlesungen
    • So
      25
      15:00

      Kawacaj mit Ira Olenina und Mini-Zines

      Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

      Literaturhaus
      Kawacaj
    • Mi
      28
      19:30

      Katharina Mevissen und Annika Reich: Von Töchtern, Müttern, Großmüttern

      Lesung und Gespräch

      Literaturhaus
      Lesung und Gespräch
    • Do
      29
      10:00

      Literarischer Frühsport

      Buchclub

      Literaturhaus
      Buchclub
    • Do
      29
      19:30

      Literarisches Werkstattgespräch

      Offene Textwerkstatt

      Literaturhaus
      Werkstattgespräch
    • Fr
      30
      18:00

      Das große Schreibcouch-Finale

      Lese-Performance der jüngsten Literaturhaus-Autor*innen

      Literaturhaus
      Schreibcouch
    • >

      Juli 2023

    • Di
      04
      19:30

      20 Jahre Kookbooks

      Ein Geburtstagsfest mit Andreas Töpfer, Martina Hefter, Sabine Scho und Uljana Wolf

      Literaturhaus
      Lesung und Gespräch
    • So
      09
      15:00

      Kawacaj mit Olga Skorobogatova und Lettering

      Mitmach-Sonntag auf Ukrainisch und Deutsch (ab 5 Jahre)

      Literaturhaus
      Kawacaj
    • So
      09
      17:00

      Sommerhock im Literaturhaus

      Mit Apéro, Pingpong und Pop-up-Plakatkiosk

      Literaturhaus
      Sommerhock
    • Mo
      10
      19:30

      Zwischen/Miete: Josefine Soppa

      Junge Literatur in WGs

      Außer Haus
      zwischen/miete
    • Di
      18
      17:00

      Riso Club: Analoge Abenteuer

      Offene Druckwerkstatt mit Blüten und Blättern

      Literaturhaus
      Druckwerkstatt
    • Do
      20
      10:00

      Literarischer Frühsport

      Buchclub

      Literaturhaus
      Buchclub
    • Do
      20
      19:30

      Literarisches Werkstattgespräch

      Offene Textwerkstatt

      Literaturhaus
      Werkstattgespräch